Baden-Württemberg

VCD-ÖPNV-Offensive (Exkursionen)

Exkursions-Programm

Mit dem Exkursions-Programm „ÖPNV-Offensive“ möchten wir unsere Mitglieder auf interessante Entwicklungen im ÖPNV in Baden-Württemberg aufmerksam machen und gleichzeitig Gelegenheit zum Gedankenaustausch bieten.

Eine weitere Bahnstrecke in BW wird reaktiviert - Die Biberbahn

19.09.2021

Wir haben nun den 19. September als neuen Termin für die Exkursion gefunden. Wer sich bereits für den ursprünglichen Termin angemeldet hat, bitte eine erneute Anmeldung mit dem Hinweis, dass schon gezahlt wurde.

Es geht voran: Eine weitere Bahnstrecke in BW wird reaktiviert! Nach fast 40-jähriger Pause wird nun die gesamte Biberbahn wieder von Personenzügen befahren. Aus diesem Anlass laden wir Sie zu einer Exkursion im Rahmen der "VCD-ÖPNV-Offensive" ein. Zusätzlich zu einer Fahrt auf der Strecke wird es allerhand Informationen zu den spannenden Hintergründen der Reaktivierung geben. Unsere Gäste werden Bürgermeister Arne Zwick (Meßkirch) und Frank von Meißner (Eisenbahnbetriebsleiter der Biberbahn) sein.
 

Programm (Wegen Termin-Verschiebung unter Vorbehalt)

10:30 Treffen in Mengen, Begrüßung der Teilnehmenden

10:46 Abfahrt mit dem Zug nach Stockach

12:05 Ankunft in Stockach; Zustoßen der Teilnehmenden aus Richtung Radolfzell (Abfahrt Radolfzell 11:52 Uhr, Ankunft Stockach 12:10 Uhr)

12:13 Abfahrt mit dem Zug nach Meßkirch, Ankunft in Meßkirch um 12:49 Uhr

13:00 Mittagessen am Schloss

13:45 Vorträge Meßkirchs Bürgermeister Arne Zwick sowie Eisenbahnbetriebsleiter Frank von Meißner der Biberbahn

15:25 Abfahrt mit dem Zug ab Meßkirch nach Stockach, dort Ankunft um 16:05 Uhr und Verabschiedung, Zeit zur freien Verfügung (letzte Rückfahrmöglichkeit nach Mengen um 16:13 Uhr)
 

Anmeldung per Überweisung an DE85 6009 0800 00 10 839 606.
Zweck: ‘Name’ – Exkursion Biberbahn

Kosten: 10€, für VCD-Mitglieder 5€

Für weitere Infos, wie die Anmeldung zum Mittagessen, bitte auch eine E-Mail an info@vcd-bw.de senden.
Alle, die uns zusätzlich eine E-Mail schicken, bekommen rechtzeitig von uns eine Speisekarte fürs Mittagessen zugesendet. Nähere Informationen zur Bestellung des Mittagessens folgen in dieser E-Mail.
Das Mittagessen und die Fahrkosten sind nicht im Preis der Anmeldung inbegriffen.

Maximal können sich 25 Teilnehmer*innen anmelden.
 

Elektrobusse im ländlichen Raum - Schwäbisch Hall

10.10.2020

Mit Freude kündigen wir Ihnen eine weitere Exkursion im Rahmen der "VCD-ÖPNV-Offensive" an. Am 10. Oktober 2020 geht es nach Schwäbisch Hall: Wie funktioniert ÖPNV im ländlichen Raum? Wie lässt sich der Einsatz von Elektrobussen im ländlichen Raum umsetzen? Diesen Fragen wollen wir auf den Grund gehen.
 

Programm

11:00 Treffpunkt Bhf Schwäbisch Hall Hessental,
Begrüßung durch Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim,
Besichtigung noch nicht barrierefreier Bf Hessental,
Annette Sawade, Allianz pro Schiene: Input zu Barrierefreiheit, Anschlusssicherheit Bus/Bahn

11:25 Fahrt mit Elektrobus zum Betriebshof Stadtbus

11:45 Ankunft Betriebshof

12:00 Begrüßung + Vortrag Geschäftsführer Stadtbus Michael Dalhof „Elektrobusse bei Transdev, in Deutschland und International“

12:45 Ingrid Kühnel Geschäftsführerin Kreisverkehr SHA: “ÖPNV in der Fläche: Innovationen zur Steigerung der Fahrgastzahlen“

13:30 Vortrag Röhler Touristik: "Elektrobusse im ländlichen Raum - Erfahrungen aus 3 Jahren Betrieb"

14:30 Transfer mit Elektrobus zur Innenstadt, Zeit zur freien Verfügung

Wie tote Gleise im ländlichen Raum erfolgreich reaktiviert werden - Die Räuberbahn

05.07.2020


Als „Räuberbahn“ wird die Bahnlinie Altshausen - Pfullendorf in Oberschwaben bezeichnet. Der letzte reguläre Personenzug fuhr dort 1964, im Jahr 2002 endete auch der Güterverkehr, die Stilllegung der Strecke erfolgte 2004. Doch 2009 erfolgte nach der Übernahme durch die Kommunen die Reaktivierung im Personenverkehr mit sonntäglichen Ausflugszügen, schrittweise wurde auch der Güterverkehr wiederbelebt.
Das Konzept dieser „Bahn von unten“ wurde mit dem ÖPNV-Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. 

Aktuell untersucht das Land Baden-Württemberg 41 Bahnstrecken auf eine mögliche Reaktivierung für den regulären Personenverkehr, darunter neben der Räuberbahn auch die Ablachtalbahn von Mengen nach Stockach. Der Erfolg der Räuberbahn kann aus VCD-Sicht auch als Blaupause für die Reaktivierung der Ablachtalbahn dienen.
 

Programm

bis 11:00 individuelle Anreise

11:00 Treffpunkt Bahnhof Aulendorf, Gleis 1
Begrüßung durch Matthias Lieb, VCD-Landesvorsitzender

11:30 Ritterkeller: gemeinsames Mittagessen und Vortrag 
von Frank von Meißner, Eisenbahnbetriebsleiter der „Räuberbahn“: „Die Räuberbahn als Erfolgsmodell und Vorbild für weitere Reaktivierungen im ländlichen Raum“

13:24 Bahnhof Aulendorf, Gleis 4: Fahrt mit der Räuberbahn bis Pfullendorf und zurück nach Aulendorf mit fachkundigen Informationen durch den Eisenbahnbetriebsleiter

15:34 Ankunft Aulendorf, Ende der Veranstaltung, Individuelle Abreise

Verkehrskonzept zur Landes-Gartenschau 2020 und RegioBus Donau-Bodensee - Überlingen

20.07.2019


Wie sieht das Verkehrskonzept zur Landesgartenschau 2020 in Überlingen aus? Das wollen wir gemeinsam herausfinden, bei der fünften Exkursion im Rahmen der VCD-ÖPNV-Initiative am 20. Juli 2019. Ein Vertreter der Stadt und der Landesgartenschau-Gesellschaft geben uns bereits einen Jahr vor Beginn der Großveranstaltung Einblicke. wie umweltverträglich eine solche durchgeführt werden kann. Mit dem Exkursions-Programm zur Verkehrswende möchten wir unsere Mitglieder auf interessante Entwicklungen im ÖPNV in Baden-Württemberg aufmerksam machen und gleichzeitig Gelegenheit zum Gedankenaustausch bieten.

Hunderttausende Besucher werden erwartet. Wer Überlingen kennt, weiß dass die Verkehrsverhältnisse dort sehr beengt sind. Überlingen am Bodensee wird von der Bodenseegürtelbahn erschlossen. Diese eingleisige Strecke verbindet Singen/Radolfzell mit Friedrichshafen und Lindau. Im Westen und im Osten wird der Bodensee über die Gäubahn Stuttgart-Singen-Radolfzell-Konstanz und über die Südbahn von Ulm nach Friedrichshafen erreicht. Die Ablachtalbahn, die von Mengen an der Donau nach Radolfzell führte und für deren Reaktivierung sich der VCD einsetzt, ist stillgelegt. Zwischen Radolfzell und Friedrichhafen gehen keine Gleise direkt zum Bodensee. Diese Lücke soll der RegioBus Donau-Bodensee schließen, der von Sigmaringen, dem Knotenpunkt der Neckar-Alb-Bahn und der Donautal-Bahn, nach Überlingen fährt. Wir fragen, wie erfolgreich die Linie 500 ist, die 2016 mit Unterstützung des Landes eingerichtet wurde.

Die RegioBus Linie 500 ist in den Tarifverbund des Naldo eingebunden, obwohl Überlingen zum Bodenseekreis gehört. Das ist tariflich sehr interessant für einen Tagesausflug an den See. Mit einem Tagesticket von nur 15,40 Euro bzw. 16,60 Euro für eine Gruppe kann man von Herrenberg über Tübingen und Sigmaringen an den See fahren. Den RegioBus als Lückenschluss zwischen zwei Bahnlinien wollen wir ab Sigmaringen testen. Die Fahrt geht durch das Seehinterland, dauert ungefähr eine Stunde und endet am ZOB in Überlingen.

Anfang der 2000er Jahre wurde hier ein neuer Haltepunkt an der Bodenseegürtelbahn gebaut: die Station Überlingen Mitte. Sie liegt an einem Abschnitt, wo die Bahn zwischen zwei Tunnel in einem kurzen Einschnitt oberirdisch fährt. Dort halten jetzt alle Züge der Bahn einschließlich dem IRE Basel – Lindau, während der ehemalige Bahnhof von Überlingen, die Station Therme außerhalb der Stadt, nur noch von Regionalbahnen bedient wird. Der neue Haltepunkt liegt direkt am Nordrand der Altstadt beim Rosenobelturm. Von Überlingen Mitte ist der See fußläufig in 5 - 10 Minuten erreichbar. Den Ausbau der Station zu einer zentralen ÖPNV-Schnittstelle wollen wir uns erläutern lassen.

Anschließend geht es weiter zu Fuß in die Stadt und zum Gartenschaugelände. Straßen, Wege und Plätze in der historischen Altstadt wurden saniert und weitgehend autofrei gestaltet. Überlingen ist damit dem Ziel einer lebenswerten Stadt ein gutes Stück näher gekommen. Das Gartenschaugelände liegt vor der Altstadt in der Nähe der Station Therme, die aufwendig saniert wird. Hier lassen wir uns das Verkehrskonzept unter Nutzung von Fuß-, Radwegen und dem innerstädtischen ÖV erklären. Ende der Exkursion ist gegen 15 Uhr. Anschließend besteht Gelegenheit zum Besuch der historischen Altstadt mit Stadtführung.

Neue Straßenbahnlinie - Ulm

15.12.2018


Eine nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrspolitik ist für die Ulmer Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft der Schlüssel, damit die Universitätsstadt lebenswert und zukunftsfähig bleibt. Mit diesem Eindruck gingen die 25 Teilnehmenden der Exkursion des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) am Samstag, 15. Dezember nach Hause. VCD-Landesvorstand Matthias Lieb zeigte sich beeindruckt: „Oberbürgermeister Gunter Czisch und seine Fachbeauftragten sind hoch motiviert, den öffentlichen Personennahverkehr in Ulm zu modernisieren. Dank der neuen Straßenbahnlinie 2, der Kienlesberg-Brücke und der neuen Fahrradstraße können sich die Bürger bereits heute sicherer und umweltfreundlicher fortbewegen. Die Stadt hat außerdem viele gute Ideen, wie man Ulm etwa mit neuen Technologien noch attraktiver machen kann.“

Die Teilnehmenden drehten gemeinsam mit Herrn Fisch, Leiter der städtischen Abteilung für Mobilität, eine Runde in der neuen Straßenbahnlinie. Diese ersetzt 13 alte Diesel-Busse, den Strom produzieren die Ulmer Stadtwerke aus eigenen Quellen. Noch mehr Bürger als erwartet nutzen die Bahn – trotz kleiner Kinderkrankheiten, die laut Fisch bei solchen Großprojekten dazu gehören. Die Fahrradbeauftragte der Stadt, Friederike Christian, schaute sich gemeinsam mit den Besuchern die Fahrradstraße in der Zeitblomtraße. Die Anlieger dürfen hier zwar weiterhin parken, ansonsten haben Radfahrer die Straße für sich. „Das Konzept hat sich bewährt. Nun schauen wir, wo wir weitere Fahrradstraßen einführen können und was wir noch besser machen können“, erläuterte die Expertin. Auch der Ausflug zur Kienlesberg-Brücke kam bei den Teilnehmern gut an: „Fußgänger und Radfahrer haben hier eine Spur für sich alleine, auf der sie sich sicher fortbewegen können. Das bedeutet auch weniger Stress für die Busse und Bahnen, die auf der zweiten Spur freie Fahrt haben“, lobte Heidi Sayle, Sprecherin der VCD-Ortsgruppe Ulm und Mitglied im VCD-Landesvorstand.

Die Fachbeauftragten und der Oberbürgermeister stellten außerdem in Vorträgen die Zukunftspläne der Stadt vor. Czisch betonte, dass er mit seinem Team langfristig plane und Mobilität als ein Querschnittsthema sieht, das man bei allen Politikfeldern mitbedenken müsse. In den kommenden Jahren möchte er unter anderem Verleihstationen für Lastenräder und Car-Sharing voranbringen. Eine besondere Rolle spiele dabei auch die Wissenschaft. Als „Zukunftsstadt 2030“ habe Ulm beispielsweise die Chance, Hybrid- und Batterietechnologien voranzubringen. Die Stadt unterstützt außerdem Initiativen wie das „VerSchwörHaus“: „Junge, technikbegeisterte Leute können sich hier ausprobieren und neue Ideen entwickeln. Sie entwerfen zum Beispiel ein digitales Schloss, das wir für den Fahrrad-Verleih nutzen können.“, erklärte Frau Meigel, Leiterin der Geschäftsstelle Digitale Agenda. Die Idee ist typisch ‚Ulmerisch‘ und passt zu unserer Stadt – genau solche Konzepte aus Ulm für Ulm wollen wir in Zukunft noch stärker fördern“, ergänzte der Oberbürgermeister. Stadträtin und CDU-Stadtverbandsvorsitzende Barbara Münch stellte die städtischen Pläne für die Landesgartenschau 2030 vor. Diese sei eine große Chance, öffentliche Flächen in der Stadt grüner zu machen. „Die Lebensqualität steigt dadurch deutlich und die Luft wird besser.“

Damit die Stadt diese Maßnahmen erfolgreich umsetzen kann, wolle sie mit den Kommunen, den Bürgern vor Ort und Verbänden wie beispielsweise dem VCD zusammenarbeiten, stellte Czisch abschließend klar. Nur so entstehe die notwendige Akzeptanz vor Ort. Wie engagierte Bürger Ulm voranbringen, zeigte der Besuch im Infobüro des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC). Dessen stellvertretender Vorsitzender Peter Beckmann setzt sich seit 30 Jahren für die Radfahrer der Donaustadt ein. „Ulm entwickelt sich in eine gute Richtung. Wir sehen, dass die Stadt sich engagiert, umweltfreundliche Verkehrsmittel beliebter zu machen. Deshalb bringen wir als Verband unser Fachwissen und Engagement gerne ein, um die Stadt dabei zu unterstützen.“ Dr. Dieter Fortmann vom BUND ist seit VCD-Mitglied, seit sich die Ulmer Ortsgruppe gegründet hat. Er findet, dass der Verband stets gute verkehrswissenschaftliche Arbeit leistet. Dem Lob für die Ulmer Verkehrspolitik schloss sich auch Matthias Lieb an: „Die Exkursionsreihe ‚ÖPNV-Initiative‘ des VCD macht unsere Mitglieder auf spannende neue Entwicklungen im Baden-Württembergischen Verkehr aufmerksam und fördert den Gedankenaustausch. Wir haben hier viele tolle Ideen mitgenommen und begleiten die Ulmer gerne auch weiterhin konstruktiv bei ihrem Weg in eine zukunftsfähige Mobilität.“

Geplante RegioStadtbahn als Lösung für angespannte Verkehrssituation - Tübingen

29.09.2018


Die dritte Exkursion im Rahmen der VCD-ÖPNV-Offensive führte am 29. September 2018 nach Tübingen. Am Bahnhof wurden die 18 Teilnehmer von Oberbürgermeister Boris Palmer begrüßt. Christoph Joachim, Mitglied im VCD-Landesvorstand, erläuterte die angespannte Wohnungs- und Verkehrssituation in der Universitätsstadt mit ihren 35 Tausend Studierenden.

Tübingen zieht viele Wissenschaftler an, die in den  Universitätskliniken und Start-up Unternehmen arbeiten. Wohnraum in Tübingen ist knapp und teuer, die Zahl der Einpendler geht in die Tausende.

Hier setzt das Konzept der RegioStadtbahn an: Auf den vorhanden vier Strecken von Reutlingen, Balingen, Horb und Herrenberg sollen moderne Zweistromfahrzeuge vom Bahnhof durch die Stadt zu den Universitätskliniken auf dem Schnarrenberg fahren. Zuerst wird aber der zentrale Busbahnhof umgebaut.

Die Stadtplanerin Frau Dr. Korth erläuterte die Planung und Frank Heuser, Vorsitzender des VCD Kreisverbands Tübingen, erläuterte die Verbesserungen für den Radverkehr. Unter anderem drei neue Brückenschläge über die Bundesstraße 28, die Gleisanlagen und den Neckar sollen den Radverkehr in der Stadt fördern.

Anschließend wurde die zum 'shared space' umgebaute Karlstraße erkundet und dann ging es mit dem Tü-Bus - der an Samstagen kostenfrei ist - entlang der zukünftigen Stadtbahnstrecke bis zum Stadtteil Waldhäuser Ost.

Stand der Arbeiten: Der Bau der Radbrücken ist finanziert und diese werden bis Ende 2020 fertig sein. Auch der Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs ist auf einem guten Weg und soll bis 2021 abgeschlossen sein. Als erstes Teilstück der Regiostadtbahn wird die Ammertalbahn zweigleisig ausgebaut, die Bahnsteige verlängert und die Strecke elektrifiziert. Der offizielle Spatenstich erfolgt im Frühjahr nächsten Jahres.

Vor dem Bau der Innenstadtstrecke – vom Bahnhof bis zu den Instituten – ist noch eine politische Hürde zu nehmen: Im Jahr 2020 steht ein Bürgerentscheid an. Noch sind die Tübinger skeptisch - der VCD wird die umweltfreundliche Verkehrsplanung weiterhin unterstützen und begleiten.
 
Weitere Informationen unter:  www.proregiostadtbahn.de

Neue Straßenbahnlinie nach Kehl - Straßburg

01.07.2017


Die zweite Exkursion im Rahmen der VCD-ÖPNV-Offensive führte am 1. Juli 2017 nach Offenburg, Kehl und Straßburg. Seit April ist Kehl wieder mit einer Straßenbahn-Linie mit Straßburg verbunden – wie schon vor über 100 Jahren. Dies war der Anlass, sich das Straßenbahn-Netz in Straßburg und das Schnellbussystem auf Eigentrasse (BRT) genauer erläutern zu lassen. 

Die fachkundigen Erläuterungen für die rund dreißig Teilnehmer kamen von Michael Rosenberger von der Technischen Aufsicht für (Straßen)bahnen (TAB).

Zunächst jedoch informierte der städtische Verkehrsplaner Herr Kassel über das RADhausam Bahnhof und das Mobilitätskonzept der Stadt Offenburg.

In Kehl stellte Herr Rosenberger die Umsetzung der grenzüberschreitenden Straßenbahnlinie vor. Bei der anschließenden Straßenbahnfahrt werden wir von Mitgliedern der StraßburgerFahrgastorganisation ASTUS begleitet und informiert.

Neue Batterie-O-Busse für minimalen Energieverbrauch - Esslingen

04.02.2017


Die Auftaktveranstaltung der VCD-ÖPNV-Initiative war am 4. Februar 2017 die Exkursion zum einzigen O-Bus-Betrieb in Baden-Württemberg nach Esslingen.

Vor über 100 Jahren war der Nahverkehr in den Städten weitgehend elektrisch mit Straßenbahnen oder sogenannten „gleislosen elektrischen Bahnen“, auch O-Bus genannt.  In den folgenden Jahrzehnten wurden jedoch viele Straßenbahnbetriebe auf Dieselbus umgestellt.

Häufig gab es als Zwischenstufe den Oberleitungsbus (O-Bus), der aber heute nur noch in Solingen, Eberswalde und Esslingen existiert.

Betriebsleiter Boog erläuterte den Exkursionsteilnehmern im Betriebshof zunächst den neuen Batterie-Oberleitungsbus. Dieser fällt nicht nur durch sein außergewöhnliches Außendesign ins Auge, sondern hat auch spannende Technik „unter der Haube“.

Mit einer Batterie kann er unabhängig vom Fahrdraht fahren. Das erweitert den Aktionsradius deutlich.

Die neue Linie fährt unter Fahrdraht den Zollberg hoch und lädt bei der Bergfahrt die Batterie auf. Anschließend erschließt der Bus Wohn- und Gewerbegebiete (z.B. Firma Festo) ohne Oberleitung und speist bei der Fahrt ins Tal wieder Bremsenergie in die Batterie zurück.

Dadurch ist der Energieverbrauch minimal, wie die Exkursionsteilnehmer bei einer Sonderfahrt anschließend selbst feststellen konnten.

Weitere Anwendungsfälle liegen deshalb nahe – statt eine ganze Linie mit teurer Oberleitung auszustatten, wird es zukünftig ausreichend sein, wenige Abschnitte, insbesondere Steigungsstrecken, mit Oberleitung zu versehen, um dann ganze Busnetze vollständig elektrisch betreiben zu können.