Baden-Württemberg

Infrastruktur, Verkehrsverbünde und ÖPNV
Karlsruhe

Kombilösung: Der Kreisverband Karlsruhe verhält sich zum neuen Bürgerbegehren 2009 vorerst neutral.

1996 und 2002 haben wir gegen die Kombilösung Stellung bezogen und 2002 ein eigenes dreistufiges Konzept entwickelt aus 1. kurzfristigen Maßnahmen (2. Rampe am Hbf und andere Maßnahmen) und 2. der Kriegsstraße, soweit rein oberirdisch, und, wenn dies nicht ausreicht, gegebenenfalls 3. zusätzlich einen Tunnel.

Gegen die Kombilösung in der 2002er Form sprachen viele Sachargumente aus ÖV-Sicht. Ein Tunnel anstelle der oberirdischen Gleise ist nicht zukunftsträchtig, in der jetzt geplanten Form ergeben sich zu viele Einschränkungen für ein vernünftiges Liniennetz etc.

Der Stadtbahntunnel ist zwar für den anzweifelbaren Nutzen auch zu teuer und behindert zudem womöglich auch die Möglichkeiten des von uns gewünschten weiteren Netzausbaus in Karlsruhe abseits der Innenstadt und verteuert ÖV und Energie in Karlsruhe. Unsere Kritik daran als Verkehrsverband gründete aber vorrangig auf Sachargumenten, das jetzt im Vordergrund stehende reine Finanzargument ist uns nicht umfassend genug. Davon abgesehen hatte die Kombilösung (leider) eine Mehrheit gefunden, der auch Respekt gezollt werden muss.

Die Meinungspalette innerhalb des VCD, die sich aus einer verkehrlich fundierten Sachdiskussion ergibt, ist zudem breit. Neben Verfechtern rein oberirdischer Konzepte finden sich auch Verfechter einer Mischlösung (Gleise oben und unten in der zentralen Kaiserstraße, 96er Konzept) aus Gründen der damit verbundenen Kapazitätssteigerung, was aber leider nicht mehr zur Diskussion steht, und einige, die ihren Frieden mit der Kombilösung gemacht haben.

Daher verhalten wir uns vorerst neutral, behalten uns aber eine kritische offene Begleitung des Bürgerbegehrens zu einzelnen Sachfragen vor und bereiten uns auf beide möglichen Ergebnisse eines Bürgerentscheides gründlich vor, beides in bewährter Tradition des VCD.

Jedem Mitglied steht es aber frei, sich für oder gegen das neue Bürgerbegehren einzusetzen.

Prinzipiell ist festzuhalten, dass wir für jeden sinnvollen Ausbau des ÖV sind. Viele Projekte der letzten Jahre haben wir, im Gegensatz zu anderen, voll unterstützt.

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