Baden-Württemberg

Pressemitteilung, Schienenverkehr
Pforzheim/Enz

VCD fordert neue ÖPNV-Strategie beim Verkehrsverbund: Mehr Fahrgastorientierung oder Integration in Nachbarverbünde

Angesichts seit Jahren rückläufiger Fahr­gastzahlen beim Ver­kehrs­verbund Pforz­heim-Enzkreis (VPE) bei gleichzeitig steigenden Fahr­gastzahlen beim benachbarten Stuttgarter Verkehrs­ver­bund fordert der ökologische Verkehrsclub VCD einen Stra­tegie­wechsel beim VPE: "Entweder orientiert sich der VPE stärker am Ziel, neue Fahr­gäste zu gewinnen oder es stellt sich die Frage nach einer Integration in die be­nach­barten Verbünde KVV und VVS", erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb, der schon lange sehr kritisch den Tarifdschungel von 22 unterschiedlichen Ver­bünden in Baden-Württemberg beobachtet.

Der VCD hat sich unmittelbar vor der Aufsichtsratssitzung am 15. Oktober an den Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim sowie an den Landrat des Enzkreises als den Aufsichtsrats­vorsitzenden bzw. stellvertretenden Aufsichtsrats­vorsitzenden des Verkehrsverbundes gewandt, um angesichts stark überproportional steigender Fahr­preise für Gelegenheits­fahrgäste (Steigerung des Preises der Gruppen­tages­netz­karte um 80% innerhalb von 7 Jahren) bei gleich­zeitig deutlichen Rückgängen bei den Fahr­gastzahlen und Fahrplanstreichungen für eine neue ÖPNV-Strategie zu werben, die die Fahrgastinteressen in den Vordergrund rückt und nicht das Be­ste­hen eines eigenständigen Ver­bundes.

"Wenn für den Fahrgast der Tarif des Nachbarverbundes ge­eig­ne­ter ist, wie z.B. der VVS-Tarif im Heckengäu, darf nicht die Existenz­berechtigung des VPEs als Ablehnungs­kriterium im Vorder­grund stehen", kritisiert der VCD-Landesvorsitzende die bisherige Ver­wal­tungs­meinung, die Verbesserungen für die Fahr­gäste durch unplausible Annahmen bewusst so teuer darstelle, dass sie von den Kreisräten abgelehnt würden.

Anlage: VCD-Brief an OB Hager und Landrat Röckinger

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