Baden-Württemberg

Verkehrsverbünde und ÖPNV
Pforzheim/Enz

VCD kritisiert VPE-Fahrpreiserhöhung - kein Beitrag zur Verkehrswende

Am Sonntag steigen die Fahrpreise im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) weiter an. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert insbesondere die Fahrpreiserhöhung bei den Kinderfahrscheinen und hat einen Fünf-Jahres-Vergleich wichtiger Fahrscheinarten erstellt.

VCD kritisiert VPE-Fahrpreiserhöhung - kein Beitrag zur Verkehrswende


Am Sonntag steigen die Fahrpreise im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE) weiter an. Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert insbesondere die Fahrpreiserhöhung bei den Kinderfahrscheinen und hat einen Fünf-Jahres-Vergleich wichtiger Fahrscheinarten erstellt:

5-Jahres-Vergleich VPE-Tarife:

Fahrkarte Preis 2015 in € Preis 2020 in € Veränderung
Kinderfahrschein 1 Zone 1,00 1,40 +40%
Einzelfahrschein Erw. 1 Zone 1,90 2,30 +21%
Kurzstreckenfahrschein 1,30 1,60 +23%
Jahreskarte Erw. 2 Zonen (Pforzheim) 552 630 +14%
Netz9 Jahreskarte 444 480 +8%

„Die meisten VPE-Fahrkarten sind im 5-Jahresvergleich überproportional im Vergleich zur Inflationsrate angestiegen, die bei nur 5,8% im gleichen Zeitraum lag“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest.

Einzig positiv sei in diesem Jahr die Preisstabilität bei den Tageskarten sowie die Rabattierung der Fahrkarten beim Kauf als Handy-Ticket, so der VCD.

Der VCD weist darauf hin, dass diese Preiserhöhungen von den Aufgabenträgern Stadt Pforzheim und Enzkreis jeweils beschlossen worden seien, entweder im Werkeausschuss der Stadt Pforzheim oder über die VPE-Aufsichtsräte des Enzkreises.

Der VCD könne nicht erkennen, dass der Enzkreis und die Stadt Pforzheim ihrer Verantwortung als Aufgabenträger für den ÖPNV ausreichend gerecht würden - die seit Jahren sinkenden Fahrgastzahlen und überproportionale Preiserhöhungen zeigten den dringenden Handlungsbedarf auf. Laut Beteiligungsbericht 2018 des Enzkreises seien 2018 nur noch 33,4 Mio. Fahrgäste befördert worden gegenüber 40,6 Mio. Fahrgästen im Jahr 2010. Das sei ein Rückgang von 18%. „Bei den Gelegenheitsfahrgästen gab es alleine von 2014 bis 2018 einen Rückgang um 7%“, stellt Lieb fest. Darauf mit immer weiteren Preiserhöhungen zu reagieren, sei aus VCD-Sicht der falsche Weg.

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