Baden-Württemberg

Verband
Schwarzwald - Baar - Rottweil

Jahresbericht 2016/17

Vom Kreisverband zur Kreisgruppe

Im April 2016 beginnt eine neue Etappe in der über 25jährigen Geschichte des VCD Schwarzwald-Baar-Rottweil. Der bisher selbständige Kreisverband wandelt sich zu einer Kreisgruppe im neuen Regionalverband Südbaden um. Durch die Entlastung von unnötigen Formalitäten bleibt nun mehr Zeit und Raum für inhaltliche Arbeit, für verkehrspolitische Diskussionen, die Formulierung von Presseerklärungen oder die Organisation von Veranstaltungen. Die Treffen der Aktiven finden wie bisher alle 1 bis 2 Monate statt, hierzu sind alle VCD-Mitglieder der Region herzlich willkommen.

  • Dauerthema Gäubahn

Immer wieder muss sich die Kreisgruppe mit der Gäubahn (Stuttgart-Zürich) befassen, bei der der Ausbau des zweiten Gleises einfach nicht voran kommt. Im Gegenteil: Im neuen Bundesverkehrs-wegeplan sollte die Strecke sogar aus dem „vordringlichen Bedarf“ herausfallen und wäre so aufs Abstellgleis geschoben worden. Nur durch den heftigen Widerstand aus der Region konnte dies verhindert werden. Auch unsere Kreisgruppe beteiligte sich mit empörten Presseerklärungen und einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan an diesem Protest. 

Diese Schienenstrecke ist eine Hauptverkehrsachse zwischen Deutschland und der Schweiz mit An-schlussmöglichkeit nach Italien. Im deutsch-schweizerischen Staatsvertrag von Lugano (1996) hat-ten sich beide Länder verpflichtet, die Strecke auszubauen, auf 2 Stunden und 15 Minuten statt 3 Stunden sollte die Strecke beschleunigt werden. Dieser Verpflichtung kam allerdings nur die Schweiz nach, die die Beschleunigung der Strecke von Zürich bis zur Landesgrenze bei Schaffhau-sen inzwischen realisiert hat. Auf deutscher Seite ist genau das Gegenteil eingetreten: Durch den Wegfall der ICE-Neigezüge hat sich die Fahrzeit zwischen Singen und Stuttgart um 10 Minuten verlängert. 

  • Elektrifizierung regionaler Schienenwege

Alle Welt redet von Elektroautos. Dass aber mit der Elektrifizierung der restlichen Lücken im Schienenverkehr viel schneller und effektiver eine Reduzierung der Treibhausgase erreichbar wäre, als auf der Straße – hat sich bei vielen noch nicht richtig herumgesprochen.

2018 wird in unserer Region endlich die Strecke Neustadt-Donaueschingen elektrifiziert, so dass mit der Breisgau-S-Bahn ein umsteigefreies Fahren von Freiburg bis Villingen möglich wird.

In einer PM hat unsere VCD-Gruppe darauf hingewiesen, dass auch die Ringzug-Strecke Villingen-Rottweil dringend elektrifiziert werden muss. Denn die Dieseltriebwagen des Ringzugs werden in den nächsten Jahren - bis etwa 2025 - das Ende ihrer Einsatzdauer erreichen, doch die Ausschrei-bung und Beschaffung neuer Triebwagen benötigt mehrere Jahre Vorlauf. Wenn man jetzt wieder
Dieselmodelle bestellt, wäre man bei einer Nutzungsdauer von 25 Jahren bis zum Jahr 2050 auf den Dieselantrieb festgelegt. Das wäre absurd, da im Straßenverkehr aus Umwelt- und Klimaschutz-gründen ab ca. 2030 keine Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden sollen, während im an-sonsten viel umweltfreundlicheren Schienenverkehr dies erst 20 Jahre später der Fall wäre.

  • Weitere Aktivitäten unserer VCD-Gruppe

Am ersten „Zukunftsmarkt“ in Rottweil war unsere Gruppe durch einen Stand vertreten, ebenfalls beim Regionalen Kirchentag in VS-Villingen.

Auch zur geplanten Hängebrücke in Rottweil nahmen wir in einer Presseerklärung Stellung. In VS-Schwenningen setzten wir uns mit Presseerklärung und Leserbrief für den Kauf des Bahnhofs durch die Stadt ein, was dann allerdings im Stadtrat keine Chance auf Realisierung bekam. In Deißlingen begleiteten wir die Schüler*innen der Grundschule bei der Aktion „Laufbus statt Elterntaxi“.

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