Baden-Württemberg

Schwarzwald - Baar - Rottweil

Jahresbericht 2017/18

Regelmäßige Treffen der Kreisgruppe

Auch nach der im letzten Jahr erfolgten Umwandlung zu einer Kreisgruppe treffen wir uns weiter alle 1 bis 2 Monate, diskutieren über regionale verkehrspolitische Themen, formulieren Presseerklärungen oder bereiten Veranstaltungen vor. Zu diesen Treffen sind die VCD-Mitglieder der Region immer herzlich willkommen, Ort und Termin finden sich auf unserer Internetseite.

Regionaler Schienenverkehr

Gäubahn (Stuttgart-Zürich)

Erfreulich ist für unsere Region, dass seit Dezember die Intercities auf der Gäubahn nun im Stundentakt fahren und dabei sogar die Nahverkehrstickets (BW-Ticket usw.) gültig sind. Zwar gibt es zwei Wermutstropfen, da es sich zum einen nicht um einen exakten Stundentakt handelt - ein schnellerer IC und ein langsamerer mit mehr Zwischenhalten wechseln sich ab. Zum anderen können die neuen Doppelstock-IC bis 2019 nur bis Singen fahren; denn sie sind in der Schweiz bisher nicht zugelassen, weil sie noch nicht mit der notwendigen Leit- und Sicherungstechnik ausgestattet sind (!).

Doch insgesamt handelt es sich um eine deutliche Verbesserung, zumal nun auch die Anschlussverbindungen von Rottweil nach Villingen (und umgekehrt) ebenfalls dem vollen Stundentakt angepasst sind, sogar bis in den späten Abend hinein. Außerdem verkehren nun wieder zwei Zugpaare von Stuttgart direkt nach Konstanz, das zuletzt komplett vom Fernverkehr abgeschnitten war.

Neustadt-Villingen-Rottweil

Die Strecke Neustadt-Donaueschingen wird nun ab diesem Jahr endlich elektrifiziert, so dass mit der Breisgau-S-Bahn ab Ende 2019 ein umsteigefreies Fahren von Freiburg bis Villingen möglich wird. Für die kommenden beiden Jahre bedeutet dies allerdings, dass die Strecke komplett gesperrt sein wird und man ab Donaueschingen in Bussen weiterfahren muss.

Aber auch die weiterführende Strecke Villingen-Rottweil (27 km) muss dringend elektrifiziert werden, weil in ein paar Jahren neue Ringzug-Wagen bestellt werden müssen. Darauf hat unsere VCD-Gruppe in einer Presseerklärung hingewiesen (s. Rundbrief 2017) und in Gesprächen mit Landrat und Landtagsabgeordneten dies nochmals deutlich zum Ausdruck gebracht.

Erfreulicherweise haben die Landräte der drei betroffenen Kreise es sehr positiv aufgenommen und dies bei einem Termin mit Minister Herrmann besprochen. So soll nun ein Gutachten klären, in welcher Form die Strecke in Zukunft befahren werden soll: mit Oberleitung oder mit elektrifizierten Batterie-Fahrzeugen.

Verkauf des Schwenninger Bahnhofs

Den Verkauf des Schwenninger Bahnhofs kann man als ein Musterbeispiel verfehlter kommunaler ÖPNV-Politik bezeichnen, wie es leider in vielen Städten der Fall ist. Immerhin verkehren an diesem Bahnhof jeden Tag mehr als 50 Züge und ca. 1600 Fahrgäste steigen aus und ein. Statt den Bahnhof zu erwerben, beschränkte sich der Stadtrat von Villingen-Schwenningen auf den Kauf des Bahnhofsvorplatzes und vergab dadurch die Chance, das Gebäude mit neuem Leben zu erfüllen, – etwa durch den Ausbau zu einer Mobilitätszentrale.

Der VCD hatte sich zuvor noch zusammen mit vielen Verbänden des Umwelt- und Naturschutzes in Pressemitteilungen, Leserbriefen und Unterschriftenaktion für den Kauf eingesetzt, damit die Stadt sich mit dem Besitz des Gebäudes die Gestaltungsmöglichkeit für eine attraktive und zukunftsfähige Mobilität sichern kann. Doch Argumente wie „Gemeinwohl“, „Umwelt“ oder „Nachhaltigkeit“ stießen bei der rechten Mehrheit des Gremiums auf wenig Interesse. Guter Straßenzustand und genügend Parkplätze stehen hier leider immer noch im Zentrum verkehrspolitischen Denkens.

Öffentlichkeitsarbeit durch VCD-Stände

Ein ganz anderes umweltpolitisches Bewusstsein begegnete dann unserer VCD-Kreisgruppe beim „Zukunftsmarkt“ Anfang Mai in Schramberg (Kreis Rottweil). Mehr als 50 Aussteller präsentierten dort den etwa 3000 Besucherinnen und Besuchern sog. „enkeltaugliche“ Produkte und Dienstleistungen, um Möglichkeiten des Wandels von rücksichtsloser Umweltbelastung und Ressourcenverschwendung hin zur „Enkeltauglichkeit“ aufzuzeigen. Auch der VCD war mit einem Stand vertreten und skizzierte mit Schautafeln, Broschüren und in vielen Gesprächen Konzepte zu einer nachhaltigen Mobilität und Verkehrswende.

Auch beim Museumsfest Anfang November im Franziskaner in Villingen präsentierte sich der VCD mit einem Stand. Das Fest hatte das Thema „Mobilität“ als Motto und der VCD beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion, um die Dringlichkeit der Verkehrswende deutlich zu machen.

„Laufbus statt Elterntaxi“

Fast schon zur Tradition geworden ist unsere Beteiligung an der „Aktion zu Fuß zur Schule“, die jedes Jahr von der Aubert-Grundschule in Deißlingen durchgeführt wird. Auf lebendige und spielerische Art wird dabei den Kindern gezeigt, dass es sehr oft auch ohne Auto geht. Der VCD ist immer bei der Abschlussveranstaltung dabei und überreicht die Urkunden und Reflexions-Armbänder als Preis für die Gewinnerklasse.

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