Baden-Württemberg

Füße

Quelle: Frank Heuser

Tübingen ist die "Stadt der kurzen Wege" und entsprechend hoch ist der Fußgängeranteil. Trotzdem sind die FußgängerInnen zweifellos die am stärksten benachteiligten Verkehrteilnehmer: Die vielfach zu schmalen Gehwege werden nicht nur zugeparkt, sondern aufgrund der mangelhaften Infrastruktur für den Radverkehr häufig von den Radfahrenden in ihrer Not verkehrswidrig mitbenutzt.

Zudem gibt es viele Stellen, an denen die Radfahrer mittels des Zeichens 240 (gemeinsamer Fuß- und Radweg) von der Straße auf den Gehweg gezwungen werden. Eine Regelung, die sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer unbefriedigend ist.

Das unerlaubte Parken von Kraftfahrzeugen auf den Gehwegen tut ein Übriges, um nicht nur Rollstuhlfahrern und Fußgängern mit Kinderwagen den Weg beschwerlich zu machen.

Vor allem aber sind es die Ampelschaltungen mit sehr langen Wartezeiten, die das zu-Fuß-gehen erschweren, zeitaufwändig machen und in der Folge die Verkehrsmoral  sinken lassen: Die Umlaufzeiten an Signalanlagen sind mit bis zu 90 Sekunden Wartezeit für Fußgänger (auch bei Grünanforderung!) entschieden zu lang. Hinzu kommt der Umstand, dass die Grünphase für Fußgänger übersprungen wird, wenn der Anforderungsknopf nicht in einem bestimmten Zeitfenster gedrückt wurde. Außerdem sind die Grünphasen für langsamere Fußgänger wie Senioren und Kleinkinder häufig zu knapp bemessen. Andererseits gibt es an manchen Kreuzungen mit separat signalisierten Abbiegespuren für den Autoverkehr automatisch "Grün" - also ohne Bedarfsanforderung und auch wenn sích gar kein Fahrzeug auf der Abbiegespur befindet: Dieser "Service" geht voll zu Lasten der für Fußgänger zur Verfügung stehenden Zeit innerhalb eines Umlaufs.

Der VCD fordert fußgängerfreundlichere Ampelschaltungen und die Schaffung der Voraussetzungen für eine bessere Trennung der Gehwege von den übrigen Verkehrsarten.

Stand: 06/18

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