Baden-Württemberg

OEPNV

Quelle: Walter Heim

Stadt Tübingen

Das ÖPNV-Angebot in Tübingen ist, gemessen an seiner Größe (ca. 85.000 Einwohner), als "sehr gut" zu bezeichnen: Mehr als 20 Buslinien verkehren tagsüber im (größtenteils) 15- oder 30-Minuten- Takt. Ergänzt werden sie durch ein, auf Anruf halbstündlich verkehrendes Sammeltaxi während der ganzen Nacht, sowie seit 2018 durch ein in allen Nächten verkehrendes Nachtbus-Angebot.

Der Gemeinderat hat beschlossen, im Jahr 2019 mit der Umgestaltung des Europaplatzes (Omnibusbahnhof) mit breiteren Bussteigen, besserem Wetterschutz und kürzeren Umsteigewegen zu beginnen. In diesem Zuge soll auch eine Fahrradstation mit Parkierungsanlage für mehrere hundert Fahrräder entstehen, womit einer seit Jahrzehnten bestehenden Forderung des VCD entsprochen würde.

Kreis Tübingen

Auch im Kreis Tübingen ist die Situation überwiegend als "gut" einzustufen, was nicht zuletzt auf das Engagement des VCD zurückgeht: Teile eines durch den VCD erstellten kreisweiten ÖPNV-Konzepts wurden im Ammertal und auf den Härten weitestgehend umgesetzt.

Mittlerweile werden montags bis freitags fast alle Orte im Kreis Tübingen bis in die Abendstunden stündlich bedient. An den Wochenenden verkehren zudem in einige Gemeinden Nachtbusse. Abends und am Wochenende ist zwar auf vielen Strecken ein Stundentakt etabliert, jedoch werden diese Fahrten in den ländlichen Gebieten fast durchweg nur noch als Anmeldefahrten duchgeführt: Was einst dem ÖPNV auf dem Land auf die Sprünge helfen sollte, erweist sich inzwischen jedoch als massives Zugangshindernis zum ÖPNV; insbesondere vor dem Hintergrund, dass für die Anmeldeverkehre separate Tarifregelungen gelten.

Auch die Erschließung durch die Schiene ist als "gut" zu bezeichnen: Vier Bahnstrecken laufen auf Tübingen zu, wobei die Ammertalbahn seit 1999 wieder durchgängig bis Herrenberg befahrbar ist.

Region Neckar-Alb

Der öffentliche Vekehr in der Region Neckar-Alb ist unmittelbar und mittelbar von Stuttgart 21 und dessen Auswirkungen betroffen; namentlich die Zollernbahn, die ihre umsteigefreien Verbindungen nach Stuttgart verlieren wird, wenn die Strecke nicht bis zur Inbetriebnahme von Stuttgart 21 elektrifiziert ist.

Ferner profitieren die BewohnerInnen der Region von der erfolgten Liberalisierung im Fernbusverkehr.

Forderungen

  • Einführung einer RegionalStadtBahn Neckar-Alb.
  • Fahrplanverdichtung und Beschleunigung des Öffentlichen Nahverkehrs im Kreis Tübingen mit dem Schienenverkehr als Rückgrat.
  • Tarifharmonisierung der Anmeldeverkehre im Landkreis Tübingen.

 Stand: 06/18

Termine des VCD Tübingen

Hinweise auf Veranstaltungen, Mitglliederversammlungen, Vorträge etc.

zu den Terminen