Baden-Württemberg

Verkehrsverbünde und ÖPNV

Licht und Schatten beim neuen Fahrplan der Linien 700 und 702 - Unzureichende Fahrgastinformation

Der neue Busfahrplan auf den Linien 700 und 702 zwischen Mühlacker, Maulbronn, Knittlingen, Bretten, Sternenfels und Oberderdingen/Flehingen weist aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD, Kreisverband Pforzheim/Enzkreis e.V. Licht und Schatten auf: „Positiv sind zusätzliche Fahrten frühmorgens sowohl montags bis freitags als auch an Sonntagen und am Nachmittag - verschlechtert hat sich allerdings das Angebot abends nach 21 Uhr“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest.

VCD-Medieninformation

Licht und Schatten beim neuen Fahrplan der Linien 700 und 702
Unzureichende Fahrgastinformation

Der neue Busfahrplan auf den Linien 700 und 702 zwischen Mühlacker, Maulbronn, Knittlingen, Bretten, Sternenfels und Oberderdingen/Flehingen weist aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD, Kreisverband Pforzheim/Enzkreis e.V. Licht und Schatten auf: „Positiv sind zusätzliche Fahrten frühmorgens sowohl montags bis freitags als auch an Sonntagen und am Nachmittag - verschlechtert hat sich allerdings das Angebot abends nach 21 Uhr“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest.

Für Lienzingen ergäbe sich mit den neuen Fahrplänen auch morgens ein Halbstundentakt, dies sei eine deutliche Verbesserung, da die beiden Linien sich nun ergänzen würden, statt im Minutenabstand hintereinander zu fahren, freut sich Lieb.

Gab es rund 20 Jahre lang abends montags bis freitags ab Mühlacker um 21:08, 22:08 und 23:18 Busverbindungen auf der Linie 700, am Wochenende auch noch um 0:13 Uhr, seien jetzt nur noch um 21:03 und 22:38 Busse im Angebot. Der letzte Bus am Wochenende fahre nun schon um 23:51, beklagt der VCD. In der Gegenrichtung bestehe auf der Linie 702 eine Fahrplanlücke von 2 3/4 Stunden, so fahre ab Sternenfels nach Mühlacker der Bus um 19:57 und dann erst wieder um 22:41.

Unbefriedigend sei weiterhin, dass am Samstag und Sonntag auf der Linie 702 und sonntags auf der Linie 700 nur ein Zwei-Stundentakt angeboten werde, kritisiert der VCD. Dieser sei außerdem schwer merkbar, da die Verkehrsplaner keine gleichen Abfahrtszeiten über die ganze Woche anböten, sondern am Samstag einen völlig anderen Fahrplan als am Sonntag und montags bis freitags, beklagt Lieb.

Die Fahrpläne erfüllten am Wochenende nicht einmal die Vorgaben des Nahverkehrsplans des Enzkreises, dort sei eine Verdichtung zumindest am Sonntag-Nachmittag auf einen Stundentakt vorgegeben, so Lieb. Auf der Linie 700 habe man dies wenigstens an einigen Tagen mit Festen und Märkten in der Region realisiert, nicht aber auf der 702, stellt Lieb fest.

Die Fahrgastinformation über das neue Angebot überzeuge leider auch nicht. Matthias Lieb: „Früher sind an alle Haushalte die konkreten Fahrpläne verteilt worden, der Fahrplan konnte dann aufbewahrt werden und die Information war in den Haushalten vorhanden - jetzt werden auch aufwändig alle Haushalte in den betroffenen Gemeinden mit einem Faltblatt informiert - doch da steht nur drin, dass es Fahrplanänderungen gibt und dass diese im Internet abrufbar sind“. Auf Nachfrage erklärte der VPE, dass aus ökologischen Gründen die Verteilung der Fahrpläne eingestellt worden, doch während die Fahrpläne früher aufbewahrt worden seien, würde das Faltblatt mangels Inhalt auf jeden Fall im Papierkorb landen, stellt Lieb fest.

Der VPE müsse dringend professioneller über seine Angebote informieren, wenn er die verlorenen Fahrgäste zurück gewinnen wolle, dazu gehörten gerade bei neuen Angeboten umfassende Informationen für potentielle Fahrgäste, fordert der VCD.

 

Matthias Lieb
Vorsitzender
VCD Pforzheim/Enzkreis e.V

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