Baden-Württemberg

Radverkehr, Verkehrspolitik, Infrastruktur, BW

VCD: Auf der Suche nach den Pforzheimer Radwegen

VCD-Medieninformation: Im Stadtgebiet regelmäßig Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern auf gemeinsamen Wegen

Mit Fernglas und Lupe auf der Suche nach den Pforzheimer Radwegen waren am Mobil-ohne-Auto-Tag am Kupferhammer die Aktiven des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland, Kreisverband Pforzheim/Enzkreis e.V. (VCD) und weitere am Radverkehr in Pforzheim Interessierte unterwegs. Unter fachkundiger Führung durch Dipl.-Ing. Uwe Scheuhing, VCD-Gründungmitglied und Verkehrsplaner, wurden die Problempunkte für den Radverkehr zwischen Kupferhammer und Stadtmitte identifiziert.

"Während mit der Würmtal-Straßensperrung die Stadtverwaltung an einem Tag im Jahr auf einer Straße am Rande Fahrradfreundlichkeit demonstriert, fehlen in Pforzheim an 364 Tagen im Jahr sichere und leistungsfähige Radwege", beklagt Matthias Lieb, Landes- und Kreisvorsitzender des VCD.

„Die touristischen Radwege, von denen sich mehrere in Pforzheim kreuzen, sind meist kombinierte Fuß- und Radwege, dies führt regelmäßig zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern“, stellt Matthias Lieb fest.

Für eine Stärkung des Radverkehrs wären deshalb getrennte Wegeführungen für Fußgänger und Radfahrer dringend notwendig, so der VCD. Damit würden auch die Fußwege sicherer. Doch bislang gebe es einzig in der Östlichen getrennte Radfahrstreifen – und der weitere Ausbau des Radwegenetzes in der Westlichen sei ja gerade von Stadtverwaltung und Gemeinderat gestoppt worden, beklagt der VCD.

Dabei bestehe in Pforzheim kein Erkenntnisproblem, denn der Verkehrsentwicklungsplan, der gerade die Stärkung des Radverkehrs, aber auch des ÖPNVs zum Inhalt hatte, sei vom Gemeinderat schon 2009 verabschiedet worden, doch leider sei die Umsetzung durch Stadtverwaltung und Gemeinderat nie ernsthaft betrieben worden, konstatiert der VCD.

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