Baden-Württemberg

Schienenverkehr, Pressemitteilung, Verkehrspolitik

VCD begrüßt zusätzliche Zugverbindungen auf der Residenzbahn - langjährige VCD-Forderungen umgesetzt

VCD-Medien-Information - Mühlacker, 30. November 2017:

Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden auf der Residenzbahn zwischen Stuttgart und Karlsruhe über Mühlacker und Pforzheim morgens und abends zusätzliche Zugverbindungen eingelegt, womit langjährige Forderungen des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) umgesetzt werden.

„Von Stuttgart gibt es neu montags bis samstags um 23 Uhr einen neuen IRE von Stuttgart nach Karlsruhe, womit eine empfindliche Fahrplanlücke zwischen den beiden größten Städten in Baden-Württemberg geschlossen wird“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. Zusätzliche Verbindungen morgens sowohl nach Karlsruhe als auch nach Stuttgart werde es am Wochenende geben – mit Ankunft jeweils kurz vor 7 Uhr. Während in Karlsruhe damit der ICE nach Chur in der Schweiz erreicht würde, verpasse der Zug nach Stuttgart leider knapp den Railjet nach Budapest.

Im regionalen Busverkehr würde die VCD-Forderung nach kürzeren Umsteigezeiten aus den IC- und IRE-Zügen von Stuttgart an die Buslinie 700 Mühlacker – Lienzingen – Maulbronn – Bretten gegen 16:30 und 17:30 teilweise erfüllt, in dem die Umsteigezeit um 5 Minuten gekürzt werde. Verbessert sei die Buslinie 707 Mühlacker – Mühlhausen – Illingen – Vaihingen/Enz über die Waldäcker – montags bis freitags weitgehend im Stundentakt, doch stark ausgedünnt am Wochenende. Das bedeute, dass man am Sonntag z.B. von Mühlhausen nach Schützingen zuerst mit dem Anruf-Sammel-Taxi nach Mühlacker, von dort mit dem Zug nach Illingen und dann weiter mit dem Anruf-Sammel-Taxi nach Schützingen fahren müsse, so Lieb. Für eine Fahrt, die montags bis freitags 2 € mit dem Bus koste, zahle man dann am Wochenende 2,50 € für das AST Mühlhausen – Mühlacker, 2,30 für den Zug Mühlacker – Illingen und 3,50 € für das AST Illingen – Schützingen, also 8,30 €. Dass die Angebote dann nicht genutzt würden, verwundere nicht, so der VCD. VPE und Enzkreis seien gut beraten, sich über die zukünftige Gestaltung der AST-Verkehre über die Gemeindegrenzen hinaus und deren Integration in den VPE-Tarif Gedanken zu machen, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb, zumal das Land Baden-Württemberg die Förderung der Busverkehre zukünftig von verlässlichen Stundentakten abhängig mache.

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