Baden-Württemberg

BW, Verkehrsverbünde und ÖPNV

VCD bekräftigt Forderung nach günstiger VPE-Tageskarte

So wie das Klimakabinett des Bundes erste Schritte zur Attraktivitätssteigerung des Bus- und Bahnverkehrs unternommen habe, müssten auch die politisch Verantwortlichen im Enzkreis und der Stadt Pforzheim als Beitrag für den Klimaschutz die Hemmschwellen für die Nutzung von Bus und Bahn reduzieren, fordert der ökologische Verkehrsclub VCD.

„Eine günstige Tageskarte für eine Zone wie z.B. für Mühlacker oder für Remchingen für 3€ wäre eine gutes Angebot, Autofahrer auch in der Stadt oder in der Region zum Umsteigen zu motivieren“, begründet VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb die VCD-Forderung: „Einsteigen, bezahlen, einen ganzen Tag in der Stadt mobil sein - das sind die Vorteile solch einer Tageskarte“. Aus VCD-Sicht müssten auch die Stadtwerke Mühlacker an einer solchen Tageskarte Interesse haben, denn der Stadtbus habe kein Kosten-, sondern ein Auslastungsproblem, in dem zu wenige Fahrgäste außerhalb des Schülerverkehrs in den Bussen seien. Mit einer Tageskarte werde auch die Pünktlichkeit gesteigert, da die Busfahrer nicht mehr so viele Einzelfahrkarten verkaufen müssten, so der VCD.

„In den letzten rund 20 Jahren sind die Fahrpreise im VPE, besonders die Tageskartenpreise überproportional gestiegen, die Parkgebühren und die Benzinpreise aber weitgehend stabil geblieben“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb aus Mühlacker fest. 1998 kostete die 24-Stundenkarte 5,50 DM, heute die Tageskarte 5,50 € - das sei eine Preiserhöhung um 96% bei gleichzeitiger Einschränkung der Gültigkeit von 24 Stunden ab Kauf auf jetzt nur noch den Kalendertag, rechnet Lieb vor. Eine Tageskarte für 3€ führe nur die überdurchschnittliche Preiserhöhung der letzten Jahre wieder auf ein normales Niveau zurück, argumentiert Lieb. Zum Vergleich koste eine Stunde Parken in Mühlacker 50 Cent, eine Einzelfahrt mit dem Stadtbus 2,20€, mit dem Kurzstreckenfahrschein 1,60€, so der VCD.

„Mit der heutigen Preisgestaltung gelingt keine Verlagerung auf den Umweltverbund - kein Wunder, dass die Zahl der PKW in den letzten 10 Jahren in Mühlacker um 16% zugenommen hat.“, erklärt Matthias Lieb. Alleine diese zusätzlichen PKW belegten rund 12 Kilometer Straße, rechnet der VCD vor. Im Enzkreis und der Stadt Pforzheim sei die Situation nicht anders.

„Um lebenswerte Städte zu erhalten, ist weniger Autoverkehr gerade in Mühlacker in der Bahnhofstraße nötig - wer dies ohne Verbote erreichen möchte, muss die Alternativen stärken und kommt dabei um eine Preisdiskussion nicht herum“, so Matthias Lieb. Der Enzkreis könne sich nicht ständig als klimafreundlicher Landkreis präsentieren und sich gleichzeitig attraktiver Preise im ÖPNV verweigern, so der VCD abschließend.

 

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