Baden-Württemberg

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VCD verwundert über Sommerloch-Debatte zum Nord-Ost-Ring – Wer will noch mehr Straßenverkehr?

Pressemitteilung Nr. 27/17 - Stuttgart, 11.08.2017:

Verwundert über die Sommerloch-Debatte zu den Straßenplanungen eines Nord-Ost-Ringes um Stuttgart zeigt sich der VCD Baden-Württemberg.

„Die Debatte um neue Straßen erscheint wie ein Dinosaurier aus der Steinzeit des Straßenverkehrs – nun sollen neue Straßen die Luftschadstoffe in Stuttgart beseitigen“, wundert sich VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. „Die Erfahrungen der letzten 60 Jahre haben gezeigt, dass neue Straßen mehr Straßenverkehr anziehen und am Ende der Ausbaustrecke neue Probleme bereiten.“ Der Bau neuer Straßen sei deshalb meist kein Beitrag zu einem nachhaltigen Verkehrskonzept, sondern lenke eher von den Versäumnissen beim Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ab, so der VCD.

„Klimaschutz und Luftreinhaltung erfordern eine bessere Arbeitsteilung zwischen Autoverkehr, ÖPNV und Radverkehr, anstelle einseitigem Straßenbau“, erklärt Matthias Lieb. So werde derzeit zwischen Ludwigsburg und Fellbach sowie Remseck am Neckar ein Schnellbus (Bus Rapid Transport (BRT)-System)- bzw. ein Stadtbahnnetz geplant – auch damit könnten die Verkehrsprobleme gelöst werden, verweist der VCD auf aktuelle Beschlüsse im Kreis Ludwigsburg.

Es mache wenig Sinn, Straßen und Achsen des Bus- und Bahnverkehrs parallel auszubauen, sondern hier müsse die Politik klare Prioritäten setzen, fordert der VCD. Aus Klima- und Umweltsicht und im Interesse lebenswerter Städte sei der Ansatz zum Ausbau des öffentlichen Verkehrs dem Straßenbau klar vorzuziehen, so der VCD. 

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