Baden-Württemberg

Infrastruktur, Pressemitteilung, Schienenverkehr

VCD erfreut über neuen Regionalhalt in Merklingen - Stabiler Fahrplan fraglich

Im Dezember startet der Vorlaufbetrieb auf der neuen Schnellfahrstrecke Wendlingen - Ulm. Dann erhält die Gemeinde Merklingen erstmals seit über 35 Jahren wieder einen Bahnanschluss, zunächst nach Wendlingen und Ulm. Der VCD ist erfreut über diesen geplanten Regionalhalt, möchte aber anmerken, dass infrastrukturbedingt die Fahrplanstabilität auf der Schnellfahrstrecke nicht sehr hoch sei.


"Mit dem Regionalhalt in Merklingen und den neuen Buslinien erhalten weite Teile der Schwäbischen Alb ab Dezember einen leistungsfähigen ÖPNV-Anschluss", erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb. Unter anderem deshalb wurde kürzlich das UNESCO Biosphärenreservat Schwäbische Alb zur Partnerregion von Fahrtziel Natur.

Kritisch sieht der VCD jedoch die Fahrpläne auf der Schnellfahrstrecke: "Von Wendlingen aus ist die Strecke kilometerlang nur eingleisig nutzbar, in Wendlingen müssen die Züge noch das Gegengleis kreuzen, um in den Bahnhof zu kommen. Das führt bei verspäteten Fernzügen - was derzeit eher die Regel als die Ausnahme ist - schnell zu Verspätungsübertragungen auf Züge der Gegenrichtung", merkt Matthias Lieb an, "Es ist deshalb zu erwarten, dass die Fernzüge außerplanmäßig öfters über die Geislinger Steige umgeleitet werden, um den Eisenbahn-Stau in Wendlingen zu umfahren."

 

Über Fahrtziel Natur: 
Seit 2001 engagieren sich die drei großen deutschen Umweltverbände Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowie die Deutsche Bahn in der Kooperation Fahrtziel Natur. Ziel der Kooperation ist es, den touristischen Verkehr in Großschutzgebieten vom privaten Auto auf öffentliche Verkehrsmittel zu verlagern. Damit werden CO2-Emissionen eingespart und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet.

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