VCD Baden-Württemberg Nachrichten http://bw.vcd.org de_DE VCD Baden-Württemberg Wed, 11 Dec 2019 11:16:04 +0100 Wed, 11 Dec 2019 11:16:04 +0100 TYPO3 EXT:news news-5642 Wed, 11 Dec 2019 11:01:47 +0100 VCD beklagt kurzfristige Einstellung des Anruf-Sammel-Taxis in Mühlacker - Aufnahme des sonntäglichen Busverkehrs positiv https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-beklagt-kurzfristige-einstellung-des-anruf-sammel-taxis-in-muehlacker-aufnahme-des-sonntaegliche/ VCD beklagt kurzfristige Einstellung des Anruf-Sammel-Taxis in Mühlacker Aufnahme des sonntäglichen Busverkehrs positiv

Über die kurzfristige Ankündigung der Einstellung des Anruf-Sammel-Taxis (AST) in Mühlacker zum 8. Dezember durch die Stadtwerke Mühlacker als dem Besteller dieser Leistungen ist der ökologische Verkehrsclub VCD sehr verwundert.

„Damit haben Bürger aus den Stadtteilen Lomersheim, Großglattbach und Mühlhausen von einem Tag auf den anderen am Sonntag sowie abends nach 20 Uhr keine Möglichkeiten mehr, mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

In den Stadtteilen Lienzingen und Enzberg hingegen seien Regionalbusse oder Regionalbahnen auch am Sonntag und täglich bis spät abends unterwegs, so der VCD.

Deshalb begrüßt der VCD die Ankündigung der Aufnahme eines sonntäglichen Stadtbusverkehrs, damit die Ungleichbehandlung der verschiedenen Ortsteile etwas beseitigt wird.

Die geplante Einführung eines ergänzenden flexiblen „Sammelverkehr Mühlacker“ am Abend als fahrgastorientiertes System ohne festen Fahrplan und ohne feste Linienwege, sondern an der Nachfrage der Nutzer ausgerichtet, wird vom VCD ebenfalls begrüßt. Ähnliche Systeme gäbe es schon in Stuttgart mit SSB-Flex, in Berlin mit dem BerlKönig sowie in Pforzheim mit dem PforzheimShuttle, weiß Lieb: „Flexible Angebote haben einen deutlich höheren Nutzen für den Fahrgast als die bisherigen Anruf-Sammel-Taxis mit 30minütiger Voranmeldefrist, befinden sich aber noch im Experimentierstadium“.

Bis zur Einrichtung des neuen Systems sollten die Stadtwerke zumindest Kunden mit Zeitkarten am Sonntag und abends einen Teil der Taxikosten erstatten, schließlich sparen die Stadtwerke diese Kosten, während die Fahrgäste nun auf das teure Taxi ausweichen müssen, fordert der VCD abschließend.

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news-5641 Wed, 11 Dec 2019 10:55:26 +0100 Ende des Mühlacker Busbetriebs nach 166 Jahren https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/ende-des-muehlacker-busbetriebs-nach-166-jahren/ VCD-Medieninformation


Ende des Mühlacker Busbetriebs nach 166 Jahren

Mit der Übernahme der Buslinien 700 und 702 durch die Firma Engel vom bisherigen Betreiber Südwestbus endet in Mühlacker nach 166 Jahren der staatliche Omnibusbetrieb. Am Bahnhof Mühlacker hat der Landesvorsitzende Matthias Lieb des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) am letzten Betriebstag die langjährigen Busfahrer vom Südwestbus mit einem kleinen Dankeschön verabschiedet.

Mit der Betriebsaufnahme der Eisenbahnstrecke von Bietigheim über Mühlacker nach Bruchsal am 1. Oktober 1853 wurde in Mühlacker auch ein Pferde-Omnibus nach Pforzheim und Wildbad eingerichtet, dazu wurde auf dem Gelände des späteren Badischen Bahnhofs ein Pferdestall errichtet.

Mit der Inbetriebnahme der Bahnlinie nach Pforzheim und Karlsruhe 1863 entfiel der Omnibusverkehr nach Pforzheim, es gab später eine Verbindung von Mühlacker über Sternenfels nach Güglingen im Zabergäu mit 4 Stunden Fahrzeit, außerdem von Sulzfeld nach Mühlacker. Im Laufe der Jahre wurden dann weitere Verbindungen nach Wiernsheim -Wurmberg und Sternenfels - Oberderdingen sowie nach Gündelbach eingerichtet, um die Gemeinden im damaligen Oberamt Maulbronn an den zentralen Eisenbahnknoten Mühlacker anzubinden.

Ab 1912 erfolgte die Umstellung der Pferde-Omnibusse auf „Kraftomnibusse“ mit Verbrennungsmotor, womit die Reisezeiten mehr als halbiert und mehr Fahrten angeboten werden konnten.

Diese zunächst von den Württembergischen Verkehrsanstalten durchgeführten Buslinien wurden später von der Reichspost und dann der Bundespost übernommen. Im Postgebäude gegenüber des Bahnhofs befand sich die  regionale Einsatzstelle, wo die Fahrten geplant wurden, die Schüler konnten dort noch Anfang der 1980er Jahre Ihre Schülerfahrkarten abholen.
Mit der Vereinigung der Busbetriebe der Bundesbahn und Bundespost begann der Niedergang der Einsatzstelle Mühlacker, da sie nun von Pforzheim aus disponiert wurde. Der Betrieb wurde schon vor der Bahnreform in Regionalbusverkehr Südwest bzw. Südwestbus umbenannt, blieb aber eine Tochter der Deutschen Bahn AG. Der Betriebshof in der Industriestraße wurde aufgegeben. In den letzten Jahren waren die in Mühlacker stationierten Busse an wechselnden Standorten eher provisorisch untergebracht.

Schon im letzten Jahr ging mit dem Verlust der Linien nach Ötisheim/Dürrn, Enzberg und Iptingen ein großer Teil des Einsatzgebietes verloren, mit der Übergabe der beiden letzten „roten Linien“ 700 und 702 an die Firma Engel endet damit eine lange Tradition des staatlichen Verkehrsbetriebes in der Region Mühlacker.

Dem neuen Betreiber Engel, der in Mühlacker nicht unbekannt ist und seit 1951 den Stadtbusverkehr betreibt, wünscht der VCD einen guten Start auf den neuen Linien.

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news-5611 Wed, 04 Dec 2019 10:26:13 +0100 Licht und Schatten beim neuen Fahrplan der Linien 700 und 702 - Unzureichende Fahrgastinformation https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/licht-und-schatten-beim-neuen-fahrplan-der-linien-700-und-702-unzureichende-fahrgastinformation/ VCD-Medieninformation

Licht und Schatten beim neuen Fahrplan der Linien 700 und 702
Unzureichende Fahrgastinformation

Der neue Busfahrplan auf den Linien 700 und 702 zwischen Mühlacker, Maulbronn, Knittlingen, Bretten, Sternenfels und Oberderdingen/Flehingen weist aus Sicht des ökologischen Verkehrsclub VCD, Kreisverband Pforzheim/Enzkreis e.V. Licht und Schatten auf: „Positiv sind zusätzliche Fahrten frühmorgens sowohl montags bis freitags als auch an Sonntagen und am Nachmittag - verschlechtert hat sich allerdings das Angebot abends nach 21 Uhr“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest.

Für Lienzingen ergäbe sich mit den neuen Fahrplänen auch morgens ein Halbstundentakt, dies sei eine deutliche Verbesserung, da die beiden Linien sich nun ergänzen würden, statt im Minutenabstand hintereinander zu fahren, freut sich Lieb.

Gab es rund 20 Jahre lang abends montags bis freitags ab Mühlacker um 21:08, 22:08 und 23:18 Busverbindungen auf der Linie 700, am Wochenende auch noch um 0:13 Uhr, seien jetzt nur noch um 21:03 und 22:38 Busse im Angebot. Der letzte Bus am Wochenende fahre nun schon um 23:51, beklagt der VCD. In der Gegenrichtung bestehe auf der Linie 702 eine Fahrplanlücke von 2 3/4 Stunden, so fahre ab Sternenfels nach Mühlacker der Bus um 19:57 und dann erst wieder um 22:41.

Unbefriedigend sei weiterhin, dass am Samstag und Sonntag auf der Linie 702 und sonntags auf der Linie 700 nur ein Zwei-Stundentakt angeboten werde, kritisiert der VCD. Dieser sei außerdem schwer merkbar, da die Verkehrsplaner keine gleichen Abfahrtszeiten über die ganze Woche anböten, sondern am Samstag einen völlig anderen Fahrplan als am Sonntag und montags bis freitags, beklagt Lieb.

Die Fahrpläne erfüllten am Wochenende nicht einmal die Vorgaben des Nahverkehrsplans des Enzkreises, dort sei eine Verdichtung zumindest am Sonntag-Nachmittag auf einen Stundentakt vorgegeben, so Lieb. Auf der Linie 700 habe man dies wenigstens an einigen Tagen mit Festen und Märkten in der Region realisiert, nicht aber auf der 702, stellt Lieb fest.

Die Fahrgastinformation über das neue Angebot überzeuge leider auch nicht. Matthias Lieb: „Früher sind an alle Haushalte die konkreten Fahrpläne verteilt worden, der Fahrplan konnte dann aufbewahrt werden und die Information war in den Haushalten vorhanden - jetzt werden auch aufwändig alle Haushalte in den betroffenen Gemeinden mit einem Faltblatt informiert - doch da steht nur drin, dass es Fahrplanänderungen gibt und dass diese im Internet abrufbar sind“. Auf Nachfrage erklärte der VPE, dass aus ökologischen Gründen die Verteilung der Fahrpläne eingestellt worden, doch während die Fahrpläne früher aufbewahrt worden seien, würde das Faltblatt mangels Inhalt auf jeden Fall im Papierkorb landen, stellt Lieb fest.

Der VPE müsse dringend professioneller über seine Angebote informieren, wenn er die verlorenen Fahrgäste zurück gewinnen wolle, dazu gehörten gerade bei neuen Angeboten umfassende Informationen für potentielle Fahrgäste, fordert der VCD.

 

Matthias Lieb
Vorsitzender
VCD Pforzheim/Enzkreis e.V
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news-5610 Wed, 04 Dec 2019 10:06:10 +0100 Weihnachtscriticalmass in Ludwigsburg -Treffpunkt 18 Uhr am Forum https://bw.vcd.org/service/termine/news/critical-mass-ludwigsburg/ news-5612 Fri, 29 Nov 2019 11:00:00 +0100 Übergabe der Unterschriften für den Einwohnerantrag "Radfahren in Ulm" https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/uebergabe-der-unterschriften-fuer-den-einwohnerantrag-radfahren-in-ulm/ news-5597 Fri, 29 Nov 2019 09:47:06 +0100 Kostenloser Nahverkehr im Advent: VCD-Untersuchung weist auf Angebotsdefizite hin https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/kostenloser-nahverkehr-im-advent-vcd-untersuchung-weist-auf-angebotsdefizite-hin/ Am besten haben es nach dem VCD-Test an Samstagen Fahrgäste aus Schwaigern, Leingarten oder Weinsberg, sie können tagsüber sogar dreimal in der Stunde per S-Bahn mitten in die Heilbronner City fahren. Für vorbildlich hält der VCD auch das Angebot für Fahrgäste aus Beilstein oder Willsbach, die auch samstags alle 30 Minuten Direktverbindungen nach Heilbronn haben. „So sollte es für alle größeren Kommunen im Landkreis sein“, sagt Sauter.

Fahrgäste aus Richtung Neuenstadt dagegen können samstags nur alle zwei Stunden mit dem direkten Bus nach Heilbronn fahren. „Für eine spontane Shoppingtour ist das nicht wirklich attraktiv“, sagt Sauter. Noch schlechter haben es Fahrgäste aus Erlenbach: Für sie gibt es am Wochenende oder abends gar keine regulären, direkten Busverbindungen in die benachbarte Großstadt.

Aus Neckarwestheim und Talheim fahren die Busse in verwirrenden Abständen von einer Stunde und 20 Minuten. „Ein solcher Nicht-Takt kann sich doch kein Fahrgast merken“, stellt Sauter fest. Auch für Fahrgäste aus Gundelsheim oder Offenau gibt es nur eine stündliche S-Bahn-Verbindung. Von Untereisesheim dauert die Fahrt nach Heilbronn mit Umstieg auf die Stadtbahn in der Regel eine Stunde. Nach Löwenstein geht es teils auch nur alle zwei Stunden. „Wer hier den ÖV im Advent ausprobiert, kommt schnell zu dem Schluss: Einmal und nie wieder“, befürchtet Sauter.

„Wenn man mehr Menschen für die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs begeistern will, dann muss zuerst einmal das Angebot stimmen. Sonst bleiben solche Aktionen nutzlos und bringen auch keinen Erfolg“, stellt Sauter fest. Der VCD fordert nach Schweizer Vorbild einen Integralen Taktfahrplan mit Halbstundentakt als Mindestangebot auf allen Linien in die Nachbarorte von Heilbronn bei Stadtbahn und Regionalbus an allen Wochentagen von morgens bis spät abends.

 

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news-5589 Mon, 25 Nov 2019 18:49:19 +0100 VCD-Aktionen aus Baden-Württemberg sind bundesweite Vorbilder https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-aktionen-aus-baden-wuerttemberg-sind-bundesweite-vorbilder/ Ehrenamtliche aus Südwesten beteiligen sich überdurchschnittlich

Für seinen Tarifvergleich der 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg landete der VCD-Landesverband auf dem ersten Platz beim diesjährigen Aktivenwettbewerb des VCD-Bundesverbands. Das Team um Geschäftsführer Armin Haller und und den Landesvorsitzenden Matthias Lieb hatte vor allem die Preise von Tageskarten verglichen, verwirrende Unterschiede aufgezeigt und Empfehlungen für eine kundenfreundliche Angleichung gegeben. Dicht gefolgt wird der Landesverband vom VCD Heidenheim auf dem dritten Platz, der für sein vorbildliches Engagement gegen Falschparken ausgezeichnet wurde. 13 Aktive aus der Brenzstadt verteilten knapp 500 Gelbe Karten in einer Woche, um ein Zeichen gegen zugestellte Rad- und Fußwege zu setzen.

Insgesamt hatten sich 20 VCD-Untergliederungen aus ganz Deutschland beworben – darunter sieben aus Baden-Württemberg. Das freute VCD-Landeschef Matthias Lieb: „Die Ehrenamtlichen aus dem Ländle beteiligten sich dieses Jahr überdurchschnittlich am Aktivenwettbewerb – darauf können wir stolz sein. Sie bringen die Verkehrswende bei uns konkret voran, indem sie die Probleme vor Ort benennen, Lösungen vorschlagen und bei deren Umsetzung helfen. Dafür möchte ich mich herzlich bei den Regional- und Kreisverbänden sowie den Ortsgruppen bedanken!“

Beworben hatten sich neben den Preisträgern:

Bundesdelegiertenversammlung

Die Preisverleihung fand am 16. November auf der VCD-Bundesdelegiertenversammlung in Bad Herrenalb statt. Rund 100 Teilnehmende tauschten sich über wichtige Entwicklungen des Verbandes. In Workshops diskutierten sie die Ziele und Aktionen des VCD zu den Themen Flugverkehr, Seniorenmobilität, Öffentlichem Nahverkehr sowie Fuß- und Radverkehr.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte in seinem Grußwort, dass der VCD die Verkehrswende in Deutschland maßgeblich vorantreibe. Er appellierte an die Haupt- und Ehrenamtlichen, sich weiterhin hartnäckig einzusetzen – denn damit den Versprechen von mehr Klimaschutz auch Taten folgen, müsse sich die Zivilgesellschaft konstruktiv einbringen und wenn nötig Politik und Wirtschaft auch kritisieren.

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news-5640 Mon, 25 Nov 2019 10:00:00 +0100 VCD erfreut über Stadtbahn-Initiative für Pforzheim und Enzkreis der CDU https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-erfreut-ueber-stadtbahn-initiative-fuer-pforzheim-und-enzkreis-der-cdu/ VCD-Medieninformation
VCD erfreut über Stadtbahn-Initiative für Pforzheim und Enzkreis der CDU

Die Vorschläge für eine neue Stadtbahnlinie quer durch den Enzkreis und Pforzheim werden vom ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt.

„Zur Einhaltung der Klimaziele im Verkehrsbereich sollen bundesweit die Fahrgastzahlen in Bus und Bahn verdoppelt werden, das erfordert auch bessere Angebote - mit dem jetzigen Vorschlag könnten viele neue Fahrgäste im Enzkreis und Pforzheim gewonnen werden“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.

Der VCD begrüßt, dass dies ein gemeinsamer Antrag von Fraktionen aus der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis sei. Matthias Lieb: „Eine enge Abstimmung zwischen dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim ist für eine erfolgreiche Verkehrspolitik in der Region unabdingbar“.

Die Streckenführung von Langensteinbach über Keltern nach Pforzheim folge der ehemaligen Pforzheimer Kleinbahn, könne aber mit neuer Technik die Umwege der damaligen Streckenführung vermeiden, so Lieb.

Die Verknüpfung der geplanten Strecke in Langensteinbach an die bestehende Stadtbahnstrecke nach Ettlingen/Karlsruhe sowie in Renningen an die Stuttgarter S-Bahn verbessere aus VCD-Sicht insgesamt das öffentliche Verkehrsnetz, gerade die Innenstadtstrecke von der Wilferdinger Höhe zum Buckenberg in Pforzheim biete große Chancen für eine Attraktivitätssteigerung der Stadt.

Zwar sei eine solche neue Strecke nicht ganz billig, doch aktuell seien die Voraussetzungen für neue Stadtbahnstrecken so gut wie noch nie, konstatiert der VCD. So würden die Bundesmittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes in den nächsten Jahren versechsfacht, gleichzeitig die Fördersätze erhöht und die Anforderungen an die Nutzen-Kosten-Rechnung vereinfacht, weiß Lieb.

Unabhängig von solchen Planungen seien auch schon kurzfristig Verbesserungen sowohl im Busangebot, u.a. zwischen Keltern und Langensteinbach im Schülerverkehr, als auch im Tarif, z.B. bei den Tageskarten, umzusetzen, fordert der VCD.

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news-5582 Sun, 24 Nov 2019 10:30:14 +0100 Verwirrung um Fahrplanwechsel 2019: VCD kritisiert fehlende Informationen https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/verwirrung-um-fahrplanwechsel-2019-vcd-kritisiert-fehlende-informationen/  „Im Grunde weiß niemand etwas Konkretes, die finalen Fahrpläne sind nicht wirklich bekannt“, kritisiert Hans-Martin Sauter, Vorstand im VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe. Der VCD hält dies für einen unhaltbaren Zustand. „Es kann nicht sein, dass vier Wochen vor einem der wichtigsten Fahrplanwechsel in der Geschichte der Frankenbahn immer noch nicht klar ist, welche Züge wann fahren und vor allem mit welchen Fahrzeugen“, ist Sauter empört. Informationen, welcher Anbieter auf welcher Strecke welche Züge einsetzen will – oder auch nicht – bekomme man lediglich über die Tageszeitung oder müsse sie mühsam in Online-Auskunftsportalen zusammensuchen. Die Initiative 780 Frankenbahn hat einen Offenen Brief an die Verantwortlichen geschrieben und fordert Verbesserungen für Schüler und Pendler.

Mehr dazu:
https://frankenbahn.org/2019/11/15/verwirrung-um-fahrplanwechsel-2019-vcd-kritisiert-fehlende-informationen/

 

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news-5581 Sun, 24 Nov 2019 10:02:38 +0100 Verkehrspolitischer Abend: Die Gunst der Stunde für Reaktivierungen nutzen! https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrspolitischer-abend-die-gunst-der-stunde-fuer-reaktivierungen-nutzen/ Am Mittwoch, den 16. Oktober 2019 hatte der VCD Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe mit Unterstützung durch den Verein Zabergäubahn pro Stadtbahn und die Bürgeraktion Bottwartalbahn zum verkehrspolitischen Abend mit Diskussion nach Lauffen am Neckar geladen. Gekommen in die örtliche Weingärtnergenossenschaft waren rund 80 Teilnehmer*innen, die mit Spannung dem Motto des Abends folgten: Mehr Bahn braucht das Land! Reaktivierung jetzt – Zukunft für Zabergäu und Bottwartal. Einen Bericht über die Veranstaltung gibt es auch bei der Heilbronner Stimme: Neuer Schwung auf alten Gleisen. Die Hauptredner Matthias Lieb vom VCD-Landesverband sowie Gerhard Schnaitmann, früher Mitarbeiter und Planer der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), beleuchteten die aktuellen verkehrspolitischen Entwicklungen und waren sich einig: Bessere Bedingungen für den Ausbau der Schiene als aktuell gab es noch nie! Ein ausführlicher Bericht findet sich im Stadtbahn.blog des VCD HHH

https://stadtbahn.wordpress.com/2019/10/24/verkehrspolitischer-abend-die-gunst-der-stunde-fuer-reaktivierungen-nutzen/

 

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news-5520 Tue, 12 Nov 2019 08:45:08 +0100 Projekt: zu Fuß zur Haltestelle https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/projekt-zu-fuss-zur-haltestelle/ news-5491 Mon, 04 Nov 2019 18:04:10 +0100 Pressemitteilung: Fairer Beitrag für die Nutzung von öffentlichem Raum – nachhaltiges Verkehrsverhalten fördern https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-fairer-beitrag-fuer-die-nutzung-von-oeffentlichem-raum-nachhaltiges-verkehrsverhal/ Im Frühjahr beauftragte der Freiburger Gemeinderat die Stadtverwaltung mit der Ausarbeitung eines Vorschlags zur Erhöhung der Parkgebühren in Freiburg. Hintergrund war die Erkenntnis, dass das Parken in Freiburg im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr immer billiger wird. Zum Einen sinken die realen Preise fürs Parken durch die Inflation weil die letzte Erhöhung vor mehr als sechs Jahren fällig wurde. Zum Anderen steigen die Preise für den öffentlichen Nahverkehr im Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) stetig an. Das bedeutet, dass diejenigen, die die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, jedes Jahr ökonomisch schlechter gestellt werden im Vergleich zu Nutzern des motorisierten Individualverkehrs. Die nun von der Verwaltung vorgeschlagene Preiserhöhung bildet gerade einmal die Preissteigerung der übertragbaren Regiokarte ab, die seit 2013 um mehr als 12 % teurer wurde (2013: 53,50 € gegenüber 60 € Anfang 2019). Schon die im laufenden Jahr erfolgte Preiserhöhung auf 62 € bei der Regiokarte würde von dem Vorschlag der Verwaltung nicht mehr abgebildet.

Deshalb unterstützen wir ausdrücklich Bemühungen von den Gemeinderatsfraktionen der GRÜNEN, ‚Eine Stadt für alle‘ und JUPI die eine stärkere Erhöhung der Parkgebühren fordern. Insbesondere die im Änderungsantragsentwurf der Fraktion ‚Eine Stadt für alle‘ vorgeschlagene Koppelung der Parkgebühren an Preiserhöhungen beim Regio-Verkehrsverbund Freiburg (RVF) halten wir für ein wichtiges umweltpolitisches Signal.
Angesichts der Rekord-Zulassungszahlen von PKW in Freiburg ist es an dieser Stelle wichtig, ein deutliches politisches Signal für den öffentlichen Nahverkehr zu setzen. Ein weiter steigender Motorisierungsgrad ist weder mit den Klimazielen Deutschlands noch mit dem urbanen Raum Freiburg vereinbar.
In den vergangenen 15 Jahren wurden in Freiburg zahlreiche neue Straßenbahnabschnitte und Radwege gebaut. Das Carsharing Angebot wurde deutlich ausgeweitet und ein öffentliches Fahrradleihsystem eingeführt. Mit der Inbetriebnahme der durchgehenden Ost-West Bahnverbindung ab dem 15. Dezember 2019, der Kapazitätsausweitung der Rheintalbahn im Sommer 2020 und der Elektrifizierung der Elztalbahn werden auch die umliegenden Gemeinden besser an die Stadt angebunden. Der erste Radschnellweg wird in den kommenden Jahren die Städte Waldkirch / Emmendingen über Denzlingen mit Freiburg verbinden.
Ohne Zweifel besteht auch für die nächsten Jahre ein großer Bedarf am weiteren Ausbau der Angebote im Umweltverbund. Allerdings ist es schlichtweg falsch, wenn beispielsweise der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert: "Allein an der Kostenschraube zu drehen, ist zu wenig." Um den Umweltverbund nachhaltig zu stärken müssen wir die aktuelle Priorisierung des motorisierten Individualverkehrs umkehren in eine Priorisierung der nachhaltigen Verkehrsträger wie Fuß-, Rad- und öffentlicher Personen Nahverkehr. Auch die Positivbeispiele wie Wien zeigen, dass für eine Verkehrswende die Steigerung des Angebots allein nicht ausreicht, sondern auch negative Anreize für nicht nachhaltiges Verhalten gesetzt werden müssen. Die Einführung der 365-€-Tickets in Wien wurde in diesem Sinne von einer massiven Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung begleitet. Deshalb fordern wir nicht nur eine Erhöhung der Parkgebühren in den bestehenden Zonen, sondern zusätzlich eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf weitere Bereiche des Stadtgebiets. Außerdem sollte die Stadtverwaltung eine Vorlage erarbeiten, die die kommunalen Handlungsspielräume einer vom Bundesverkehrsministerium vorgeschlagene Flexibilisierung der Gebühren für Bewohnerparkausweise für Freiburg analysiert.

Bequemlichkeit und Preise sind nicht absolut sondern relativ. Wenn das Auto nicht mehr quasi kostenlos direkt vor der Tür auf öffentlichem Grund steht sondern für 50 € pro Monat in der Quartiersgarage, dann ist die Haltestelle auf einmal gar nicht mehr so weit und die Monatskarte gar nicht mehr so teuer.


Kontakt:
Fabian Kern
Geschäftsführer VCD Regionalverband Südbaden e.V.
fabian.kern@vcd-suedbaden.de

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news-5624 Fri, 01 Nov 2019 12:00:00 +0100 Mühlstraße in Tübingen - ADFC und VCD sprechen sich für Beibehaltung der derzeitigen Lösung aus https://bw.vcd.org/fileadmin/user_upload/BW/Verbaende/Tuebingen/Presse/PM_191101.pdf news-5465 Wed, 30 Oct 2019 10:09:00 +0100 VCD fordert Lärmminderung durch Verkehrswende: Kurze Wege, sichere Fahrradwege, gut getaktete anschlusssichere Busse und Bahnen https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-fordert-laermminderung-durch-verkehrswende-kurze-wege-sichere-fahrradwege-gut-getaktete-anschl/ VCD unterstützt engagierte Bürger mit Lärm-Aktions-Koffer bei Aktionen vor Ort

Wenn krankmachender Lärm schöngerechnet werde, dann müssten Städte und Gemeinden ihre Bürgerinnen und Fachverbände intensiver an den Lärmaktionsplänen beteiligen. Die Geschädigten vor Ort wüssten genau, wann und wo es zu realen Lärmspitzen komme, die gemessen werden sollten. Modellrechnungen, die ein geschöntes Bild abgäben, bremsten in Sachen Lärm- und Gesundheitsschutz notwendige Maßnahmen aus, anstatt sie zu fördern.

Daher bestehe dringender politscher Handlungsbedarf. Lärm müsse an der Quelle bekämpft werden. Teure bauliche Maßnahmen wie Lärmschutzwände oder Flüsterasphalt, seien ebenso wie ökologisches Fahrtraining Bausteine für eine Lärmreduzierung, allerdings würden sie die Ursachen des Lärms nicht nachhaltig verhindern.

 „Die Stadt-, Quartiers- und Verkehrsplanung muss Wohnbezirke der kurzen Wege schaffen,  das vermeidet unnötigen Verkehr und schafft Lebensqualität in lebendigen Wohnquartieren“, sagt Matthias Lieb. Dafür müssten bessere Angebote für lärmarme Mobilität geschaffen werden, etwa attraktive Fußwege und sichere Fahrradwege. Das ÖPNV-Angebot müsse gut getaktet, anschlusssicher und komfortabel sein.

Ursache für Lärm und viele andere Probleme wie Stau und Schadstoffe sei, dass  Mobilität oft mit dem Gefühl der Freiheit und dem Besitz eines Autos als Statussymbol einhergehe. Viele Verkehrsteilnehmer fahren im eigenen, nur von einer Person einzeln genutzten PKW, das sorge für hohen Platzbedarf und hohe Emissionswerte, die nicht mit vernünftiger und effizienter Mobilität begründbar seien.

Zudem  werde auch für kurze Wege häufig das Auto genutzt: 16 Prozent aller Fahrten sind unter 2 Kilometer, obgleich Zufußgehen gesünder wäre, für die 35 % Fahrten unter 4 Kilometer gilt oft, dass Fahrradfahren schneller wäre.

„Im ökologischen Verkehrsclub VCD organisieren sich Menschen, die sich aktiv für die Mobilitätswende engagieren“ so Armin Haller, Landesgeschäftsführer des VCD.  Für Aktionen vor Ort unterstütze der VCD engagierte Bürger ganz konkret beispielsweise mit einem Lärmaktionskoffer. „Mit dem darin enthaltenen Schallpegel-Messgerät können Sie selbst die Lärmintensität an Ihrer Straße ermitteln und öffentlichkeitswirksame Aktionen durchführen.“ so Haller.
Auch NOx-Messgeräte oder Verkehrszähler mit Geschwindigkeitsmessung biete der VCD an. „Wir sind ein Mitmach-Verein, der sich vor Ort mit aktiven Menschen wie Elternvertretern und Rad-Initiativen vernetzt und diese unterstützt. Zum Beispiel mit der „Roter-Teppich-Aktion“ gegen Falschparker auf Fahrradwegen, oder mit der stark nachgefragten Gelben Karte, die man einfach Autos unter die Scheibenwischer klemmen kann, die auf Geh- oder Fahrradwegen parken.“

Wer im Sommer gerne bei offenem Fenster schlafe, der kenne die Geräusche, die Sounddesigner produzieren: Mit einmal kräftig beschleunigen, könne man mit dem Motorrad oder dem getuneten Auto im Extremfall hunderte Menschen auf einmal aus dem Schlaf reißen. Hier gebe es zukünftig für Kommunen die Möglichkeit, mit modernen Messgeräten, sogenannten „Lärmblitzern“ dagegen vorzugehen.
Der Markt der Autos mit exzessiven Geräuschemissionen nehme weiter zu, beklagt der VCD. Auch Firmen aus Baden-Württemberg beteiligten sich an Lärmdesign für Autos, sie sollten ihre technische Innovation aus Sicht des VCDs besser für Lärmvermeidung einsetzen. Ansonsten müsste über EU-Recht eine deutliche Begrenzung des maximalen Emissionspegels erreicht werden.

Hier zum Beitrag des SWR:

https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/pressemeldungen/Datenjournalismus-Hier-ist-es-zu-laut,datenjournalismus-hier-ist-es-zu-laut-110.html

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news-5378 Mon, 14 Oct 2019 10:45:27 +0200 Deutsch-Französischer Austausch zwischen Radlerinnen und Radlern aus Montbéliard und Ludwigsburg https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/deutsch-franzoesischer-austausch-zwischen-radlerinnen-und-radlern-aus-montbeliard-und-ludwigsburg/ news-5369 Thu, 10 Oct 2019 15:29:48 +0200 Parking day Aktivisten angezeigt. Falschparker daneben kommt billig davon. https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/parking-day-aktivisten-angezeigt-falschparker-daneben-kommt-billig-davon/ Dass auf dem Kurzzeitparkplatz nebenan ein Auto mehrer Stunden ohne Ticket geparkt hat, wurde hingegen gerade einmal mit 10 € Bußgeld geahndet. Ludwigsburg sieht sich selbst als Vorreiter in Sachen Verkehrswende: Neue Bussysteme, Niederflurbahn, Digitalisierung mit dem neuen Verkehrsrechner und Luftfilter von Mann und Hummel. Mit vielen Ideen wurden hohe Summen aus dem Paket der Bundesregierung abgerufen. Die bundesweite Aktion PARK(ing)Day, die Bewusstsein schaffen soll und praktisch überall geduldet wird, wurde in Ludwigsburg wohl gar nicht gerne gesehen. Anstatt aktive Bürger*innen zu unterstützen gab es Ärger mit den Ordnungsbehörden. Die Straße zurückerobern – in Ludwigsburg eine unerlaubte Sondernutzung.

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news-5349 Tue, 01 Oct 2019 10:19:08 +0200 Mit dem elektrischen "Senderblitz" durch Mühlacker Namenswettbewerb für das VCD Lastenrad Mühlacker entschieden https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/mit-dem-elektrischen-senderblitz-durch-muehlacker-namenswettbewerb-fuer-das-vcd-lastenrad-muehlacker/ VCD- Landesvorsitzender Matthias Lieb freute sich über die rege Teilnahme am Namenswettbewerb mit interessanten Beiträgen wie „Mühlrad“ oder „Mühli“.
Das Rennen hat jedoch ein anderer Name mit aktuellem Bezug zur Senderstadt gemacht:
„Senderblitz“ ist der neue Name des VCD-Lastenrads, mit dem Heike Ebhart aus Kleinglattbach eine VPE-Monatsnetzkarte für Bus und Bahn gewonnen hat,  die sie aus der Hand von Frau Selma Cantürk vom Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis entgegennehmen konnte.

Die Ausleihstation für den „Senderblitz“  ist beim Kaufhaus Sämann, gebucht werden kann  ganz einfach unter www.lastenrad-Muehlacker.de. Die Ausleihe des elektrischen Lastenrades ist kostenlos, allerdings wird eine Spende erwartet.

Mit dem Lastenrad können Klima- und umweltfreundlich kleine und größere Lasten transportiert werden, für die sonst häufig ein Auto bewegt wird. Ob Getränkekisten, Grünschnitt für den Häckselplatz oder Äpfel vom Baumstückle - das alles transportiert der Senderblitz - und noch viel mehr - einfach ausprobieren!

Außerdem sind wir auch bei den SWM-Social-Coins der Stadtwerke Mühlacker angemeldet und freuen uns über Unterstützung: https://www.swm-social-coins.de/project/lastenrad-muehlacker/

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news-5334 Fri, 27 Sep 2019 11:18:07 +0200 Freizeit ohne Auto in Stuttgart https://freizeitohneauto.s-bahn-stuttgart.de/ news-5311 Wed, 25 Sep 2019 16:59:04 +0200 140 Jahre Gäubahn - Stuttgarts Eisenbahnverbindung in den Süden: Eine Erfolgsgeschichte mit ungewisser Zukunft https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/140-jahre-gaeubahn-stuttgarts-eisenbahnverbindung-in-den-sueden-eine-erfolgsgeschichte-mit-ungewiss/ Im September 1879, also vor 140 Jahren, wurde die Eisenbahnstrecke Stuttgart - Eutingen im Gäu in Betrieb genommen. Damit konnte die Verbindung Richtung Schweiz, die zuvor von Stuttgart aus entweder über Plochingen - Tübingen - Horb oder über Zuffenhausen - Calw - Nagold - Horb geführt wurde, über die sog. „Gäubahn“ deutlich abgekürzt werden. Diese Abkürzungsstrecke war so erfolgreich, dass inzwischen die gesamte Eisenbahnstrecke Richtung Süden als Gäubahn bezeichnet wird, obwohl historisch betrachtet nur der Abschnitt Stuttgart - Eutingen (und weiter nach Freudenstadt) so bezeichnet werde, stellt der ökologische Verkehrsclub VCD fest.

„Die Gäubahn bietet seit 140 Jahren eine schnelle und direkte Verbindung von der Landeshauptstadt nicht nur ins Gäu, sondern auch weiter ins obere Neckartal und zum Bodensee, in die Schweiz und nach Italien“, erklärt VCD-Landesvorsitzender  Matthias Lieb. Früher gab es sogar Nachtzüge Berlin/Hamburg - Stuttgart - Rom sowie noch bis vor rund 20 Jahren Züge nach Mailand und Genua.

Tausende Fahrgäste täglich nutzen die Gäubahn, die die Landeshauptstadt Stuttgart direkt mit dem südlichen Landesteil verbindet. Hätten entschlossene Verkehrspolitiker das von der Besatzungsmacht abgebaute zweite Gleis wieder verlegen lassen, könnten es längst noch viel mehr sein.

Denn seit 1996 sei zwar durch den Vertrag von Lugano mit der Schweiz der Streckenausbau mit Fahrzeitverkürzung beschlossen, doch passiert sei bisher - nichts, beklagt der VCD.

Seit dem Wegfall der Neigetechnik-Züge läge die Fahrzeit sogar wieder rund 15 Minuten höher als vor 20 Jahren. „Einzig ein kurzer, knapp 5 Kilometer langer Streckenabschnitt ist baureif, aber der Baubeginn lässt weiter auf sich warten“, stellt Matthias Lieb fest.

Dazu passe auch, dass das Gäubahn-Jubiläum verschwiegen werde, während sonst das Jubiläum von Eisenbahnstrecken im Land üblicherweise intensiv gefeiert werde, so zuletzt am vergangenen Wochenende in Aulendorf, beklagt der VCD.

Das dürfte auch an der Rolle der Stadt Stuttgart und der ungewissen Zukunft der Gäubahn im Stadtgebiet von Stuttgart (der sog. Panoramabahn) liegen, vermutet der VCD. So wolle die Stadt Stuttgart lieber früher als später die Verbindung der Gäubahn zum Hauptbahnhof unterbrechen, um die Eisenbahnflächen der Stadtentwicklung zu opfern, eine Jubiläumsfeier für die Eisenbahn passe dazu nicht in Konzept, so der VCD. Bereits jetzt eingeplant sei die mehrjährige Unterbrechung in Vaihingen während der S21-Bauarbeiten. Die Panoramabahn wäre zunächst zeitweilig stillgelegt, alle Fahrgäste würden in die bereits jetzt überlastete S-Bahn gezwungen, bis irgendwann die Anbindung der Gäubahn über den Flughafen fertiggestellt sei, so der VCD. Experten gingen hier inzwischen von einer Verzögerung und entsprechenden Unterbrechung bis ca. 2030 aus.

Aus VCD-Sicht müsse diese Unterbrechung im Interesse der Fahrgäste unbedingt vermieden werden, es gebe alternative Baumethoden unter Beibehaltung der Gäubahnanbindung.

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news-5299 Mon, 23 Sep 2019 14:46:39 +0200 VCD bekräftigt Forderung nach günstiger VPE-Tageskarte https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-bekraeftigt-forderung-nach-guenstiger-vpe-tageskarte/ „Eine günstige Tageskarte für eine Zone wie z.B. für Mühlacker oder für Remchingen für 3€ wäre eine gutes Angebot, Autofahrer auch in der Stadt oder in der Region zum Umsteigen zu motivieren“, begründet VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb die VCD-Forderung: „Einsteigen, bezahlen, einen ganzen Tag in der Stadt mobil sein - das sind die Vorteile solch einer Tageskarte“. Aus VCD-Sicht müssten auch die Stadtwerke Mühlacker an einer solchen Tageskarte Interesse haben, denn der Stadtbus habe kein Kosten-, sondern ein Auslastungsproblem, in dem zu wenige Fahrgäste außerhalb des Schülerverkehrs in den Bussen seien. Mit einer Tageskarte werde auch die Pünktlichkeit gesteigert, da die Busfahrer nicht mehr so viele Einzelfahrkarten verkaufen müssten, so der VCD.

„In den letzten rund 20 Jahren sind die Fahrpreise im VPE, besonders die Tageskartenpreise überproportional gestiegen, die Parkgebühren und die Benzinpreise aber weitgehend stabil geblieben“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb aus Mühlacker fest. 1998 kostete die 24-Stundenkarte 5,50 DM, heute die Tageskarte 5,50 € - das sei eine Preiserhöhung um 96% bei gleichzeitiger Einschränkung der Gültigkeit von 24 Stunden ab Kauf auf jetzt nur noch den Kalendertag, rechnet Lieb vor. Eine Tageskarte für 3€ führe nur die überdurchschnittliche Preiserhöhung der letzten Jahre wieder auf ein normales Niveau zurück, argumentiert Lieb. Zum Vergleich koste eine Stunde Parken in Mühlacker 50 Cent, eine Einzelfahrt mit dem Stadtbus 2,20€, mit dem Kurzstreckenfahrschein 1,60€, so der VCD.

„Mit der heutigen Preisgestaltung gelingt keine Verlagerung auf den Umweltverbund - kein Wunder, dass die Zahl der PKW in den letzten 10 Jahren in Mühlacker um 16% zugenommen hat.“, erklärt Matthias Lieb. Alleine diese zusätzlichen PKW belegten rund 12 Kilometer Straße, rechnet der VCD vor. Im Enzkreis und der Stadt Pforzheim sei die Situation nicht anders.

„Um lebenswerte Städte zu erhalten, ist weniger Autoverkehr gerade in Mühlacker in der Bahnhofstraße nötig - wer dies ohne Verbote erreichen möchte, muss die Alternativen stärken und kommt dabei um eine Preisdiskussion nicht herum“, so Matthias Lieb. Der Enzkreis könne sich nicht ständig als klimafreundlicher Landkreis präsentieren und sich gleichzeitig attraktiver Preise im ÖPNV verweigern, so der VCD abschließend.

 

Berichterstattung / Pressespiegel:

PZ-news.de

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news-5267 Tue, 17 Sep 2019 11:43:38 +0200 Der VCD akiv bei Parking Days in Baden-Württemberg: Ludwigsburg, Mannheim, Heidelberg und Karsruhe. https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/der-vcd-akiv-bei-parking-days-in-baden-wuerttemberg-ludwigsburg-mannheim-heidelberg-und-karsruhe/ Mehrere Gliederungen haben am Freitag & Samstag Parking Day Veranstaltungen geplant:

Ihr seid mit einer Gliederung auch bei einem Park(ing) Day dabei ? Dann meldet euch und wir nehmen die Veranstaltung mit auf.

 

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news-5249 Fri, 13 Sep 2019 15:01:29 +0200 Volocopter kann keinen wirksamen Beitrag zur Lösung der drängenden Verkehrsprobleme leisten https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/volocopter-kann-keinen-wirksamen-beitrag-zur-loesung-der-draengenden-verkehrsprobleme-leisten/ „Der Volocopter ist ingenieurstechnisch eine beeindruckende Leistung, einen wirksamen Beitrag zur Lösung der drängenden Verkehrsprobleme kann er jedoch nicht leisten“ so Matthias Lieb, Vorsitzender des ökologischen Verkehrsclub (VCD) in Baden-Württemberg zum europaweit ersten öffentlichen, unbemannten Flug eines Lufttaxis im urbanen Raum in Stuttgart am Samstag, 14. September.

Flugtaxis brächten als Transportmittel einen Nutzen für Wenige, etwa wirtschaftliche Eliten oder finanzkräftige Touristen. Dem geringen gesellschaftlichen Nutzen stünden  aber aus Sicht des VCDs ein sehr hoher  Energieverbrauch und  hohe Kosten für Infrastruktur sowie Sicherheitsprobleme gegenüber.

Für zahlungskräftige Geschäftsleute könne der Volocopter zwar sehr wohl ein interessantes Verkehrsmittel darstellen, um z.B. aus dem Neckartal zum Flughafen zu gelangen, doch solche Konzepte sollten dann auch ohne Steuermittel realisiert werden, fordert der VCD angesichts der bestehenden Engpässe im Netz des öffentlichen Verkehrs, die vorrangig behoben werden sollten.

Das Überfliegen von Staus verbessere die allgemeine Mobilität nicht, eher werde zusätzlicher Verkehr geschaffen, als die Straße entlastet. Wirtschaftlicher und effizienter sei die Investition in Fahrradinfrastruktur, gute Fußwege und massive Kapazitätserweiterung für einen gut getakteten, komfortablen und anschlusssicheren öffentlichen Verkehr auf dem Boden, so Matthias Lieb (VCD). Wer öffentlichen Verkehr in die Luft verlagern wolle, solle auf Seilbahnen setzen. Sie böten emissionsfreien Verkehr bei äußerst geringem Flächenverbrauch mit der Kapazität und zu vergleichbaren Kosten einer Straßenbahn.

„In der Region Stuttgart werden täglich 9 Mio. Wege zurückgelegt, zukunftsfähige Mobilitätskonzepte müssen sich daran messen, ob diese Wege umwelt- und klimafreundlicher zurückgelegt oder auch ganz vermieden werden können“, erklärt VCD-Landesgeschäftsführer Armin Haller.

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news-5191 Thu, 12 Sep 2019 10:36:00 +0200 Schulanfang in Baden-Württemberg - Tipps, wie Kinder sicher ohne Elterntaxi zur Schule kommen. https://landfunker.de/region-tipps-wie-kinder-sicher-zu-fuss-zur-schule-und-zum-kindergarten-kommen/ news-5181 Mon, 09 Sep 2019 10:28:00 +0200 "Schaden in der Oberleitung - Das geplante Desaster der deutschen Bahn" - Buchrezension https://www.stern.de/reise/deutschland/schaden-in-der-oberleitung--wie-die-deutsche-bahn-zum-abschuss-freigeben-wurde-8890930.html news-5128 Tue, 27 Aug 2019 09:31:17 +0200 Preisgünstigste Tageskarte in Stuttgart, Tageskarte in Pforzheim sowohl in der Stadt als auch im VPE relativ teuer https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/preisguenstigste-tageskarte-in-stuttgart-tageskarte-in-pforzheim-sowohl-in-der-stadt-als-auch-im-vpe/ Ferienzeit ist Ausflugszeit – über ein Drittel aller Wege werden in der Freizeit zurückgelegt – zumeist mit dem privaten PKW. Dabei sollte aus Klima- und Umweltschutzgründen häufiger Bus und Bahn genutzt werden.

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat deshalb für Baden-Württemberg überprüft, welche Fahrkarten-Angebote die 22 Verkehrsverbünde und der Landestarif in Baden-Württemberg als Alternative zum PKW-Ausflug anbieten und die Tageskartenpreise und –Konditionen verglichen.

„Für den Fahrgast bieten 24-Stunden-Karten den höchsten Nutzen, da einem festen Preis eine feste Nutzungszeit gegenübersteht, bei der Tageskarte sinkt hingegen der Nutzen bei einem Kauf am Abend gegenüber einem Kauf am Morgen“ weiß Matthias Lieb. Tatsächlich wurden in den letzten Jahren 24-Stunden-Karten aber zumeist durch Tageskarten ersetzt, so auch im Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis (VPE).

„Während die großen Verkehrsverbünde Rhein-Neckar VRN, Karlsruhe KVV und Stuttgart VVS und der verbundüberschreitende BW-Tarif mit ihren jeweiligen Tageskarten bzw. dem BW-Ticket, dem Metropolticket oder der RegioX-Karte zumeist preislich attraktive Fahrkartenangebote im Sortiment haben, fallen hier die kleinen Verkehrsverbünde durch vergleichsweise unattraktive Tageskartenpreise unangenehm auf“, erläutert Matthias Lieb die Ergebnisse der VCD-Auswertung. °'Das Baden-Württemberg-Ticket habe sowohl für 1 Person als auch für 5 Personen das günstigste Preis-Leistungsverhältnis aller Tageskarten. Bei den Karten für 1 Person kommen die Tageskarten des Verbundes Rhein-Neckar VRN und das Metropol-Tagesticket für die Region Stuttgart an nächster Stelle, anschließend die Tageskarte für die Ortenau. Bei den Karten für 5 Personen liegen die Tageskarten der Verbünde Rhein-Neckar VRN und Ulm (DING) an Platz 2 und 3, gefolgt von der VVS-Tageskarte.

Am anderen Ende der Skala stehen lauter kleine Verbünde.

Bei kleinen Verbünden seien die Preise der Tageskarten relativ höher als bei großen Verbünden. So koste die Tageskarte im zwischen Karlsruhe und Stuttgart liegenden kleinen Pforzheimer Verbund (VPE) für 5 Personen 18,80 € (672 km²), während in den benachbarten Verbünden KVV und VVS rund 3.500 km² zwischen 19,50 und 20,30 € kosteten.

Bei den Tageskarten in Städten schneide Stuttgart mit 5€ am besten ab. Bei den Städten um ca. 100.000 Einwohner hätten Esslingen und Ludwigsburg mit 3 € die attraktivsten Preise - Pforzheim liege hier mit 5,50€ preislich an der Spitze vergleichbarer Städte.  „Kein Wunder, dass der VPE der einzige Verbund ist, der in den letzten Jahren gegen den Trend über 10% der Fahrgäste verloren hat“, erklärt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb.
Positiv sei in Pforzheim allerdings die kostenlose Kindermitnahme und der Fahrpreis für 2 Personen (6,60€).

Der VCD sieht beim VPE dringenden Handlungsbedarf, neue Fahrgäste zu gewinnen, die bisherigen Ansätze des VPE seien aber weitgehend erfolglos gewesen. Statt jetzt einseitig auf verbilligte Handytickets mittels VPE-App zu setzen, sollte der VPE vielmehr ein einfaches Tageskarten (24h-Ticket)- Preissystem einführen wie folgt:

Während es heute 10 verschiedene Tageskarten im VPE mit Fahrpreisen zwischen 5,50 und 18,80 € gibt,schlägt der VCD ein logisches Preissystem vor, das Tageskarten für 1 Zone, für bis zu 3 Zonen und für das Gesamtnetz vorsieht. So wie bei der Fahrt mit dem Auto bei der Mitnahme weiterer Personen kaum Mehrkosten anfallen, sollte auch die Mitnahme weiterer Personen bei der Tageskarte einfach geregelt werden: Eine Tageskarte für bis zu 5 Personen kostet den doppelten Preis einer Tageskarte für 1 Person.

                1 Zone   bis 3 Zonen   Gesamtnetz (jeweils in €)
1 Person          3        5             7 bis 5 Personen.   6       10            14

Dabei ist der Fahrpreis für eine Zone ggf. auch für die Doppelzone Pforzheim anzuwenden.

Darüber hinaus sollten Enzkreis, Stadt Pforzheim und VPE offen und regelmäßig über die Entwicklung der Fahrgastzahlen im Verkehrsverbund kommunizieren, wie dies auch anderswo üblich ist, statt diese als geheime Kommandosache zu behandeln, fordert der VCD. Schließlich gäbe es ein öffentliches Interesse, zu erfahren, wie die Steuermittel beim VPE verwendet würden, nachdem die Fahgastentwicklung seit Jahren trotz Fahrplanverbesserungen negativ sei. Hier seien die Ursachen offen zu legen und Konsequenzen zu ziehen, so der VCD.

Unter bw.vcd.org ist die vollständige Untersuchung samt tabellarischer Darstellung der Preise je Verbund abrufbar.

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news-5109 Thu, 22 Aug 2019 09:22:53 +0200 Je größer der Verbund, desto preiswerter – je kleiner der Verbund, desto teurer. VCD vergleicht Tageskartenpreis der Verbünde in BW https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/je-groesser-der-verbund-desto-preiswerter-je-kleiner-der-verbund-desto-teurer-vcd-vergleicht-tage/ „Nach wie vor bestehen bei den Verbünden große Abweichungen hinsichtlich der zeitlichen Gültigkeit von Tageskarten und der Definition von Gruppengrößen. Dies verkompliziert die Nutzung des ÖVs gerade für Gelegenheitsfahrgäste unnötig“, stellt VCD-Landesvorsitzender Matthias Lieb fest.

So gibt es 24-Stunden-Karten, Tageskarten oder erst ab 8 Uhr, 8:30 bzw. 9 Uhr gültige Gruppenkarten. Tageskarten für Kleingruppen werden entweder für Familien (2 Erwachsene und Kinder bis 14 Jahren) oder für 5 Personen angeboten, teilweise werden die Fahrpreise pro Person differenziert (Basispreis für 1 Person zzgl. Festbetrag für bis zu vier Personen).

Aus Sicht des VCD wäre hier eine Harmonisierung der Bestimmungen dringend notwendig: „Für den Fahrgast bieten 24-Stunden-Karten den höchsten Nutzen, da einem festen Preis eine feste Nutzungszeit gegenübersteht, bei der Tageskarte sinkt hingegen der Nutzen bei einem Kauf am Abend gegenüber einem Kauf am Morgen“ weiß Matthias Lieb. Tatsächlich wurden in den letzten Jahren 24-Stunden-Karten aber zumeist durch Tageskarten ersetzt.

„Während die großen Verkehrsverbünde Rhein-Neckar VRN, Karlsruhe KVV und Stuttgart VVS und der verbundüberschreitende BW-Tarif mit ihren jeweiligen Tageskarten bzw. dem BW-Ticket, dem Metropolticket oder der RegioX-Karte zumeist preislich attraktive Fahrkartenangebote im Sortiment haben, fallen hier die kleinen Verkehrsverbünde durch vergleichsweise unattraktive Tageskartenpreise unangenehm auf“, erläutert Matthias Lieb die Ergebnisse der VCD-Auswertung.

Das Baden-Württemberg-Ticket habe sowohl für 1 Person als auch für 5 Personen das günstigste Preis-Leistungsverhältnis aller Tageskarten. Bei den Karten für 1 Person kommen die Tageskarten des Verbundes Rhein-Neckar VRN und das Metropol-Tagesticket für die Region Stuttgart an nächster Stelle, anschließend die Tageskarte für die Ortenau. Bei den Karten für 5 Personen liegen die Tageskarten der Verbünde Rhein-Neckar VRN und Ulm (DING) an Platz 2 und 3, gefolgt von der VVS-Tageskarte.

Am anderen Ende der Skala stehen lauter kleine Verbünde.

So koste im Rottweiler Verkehrsverbund VVR eine Tageskarte für 5 Personen mit 28,80 € deutlich mehr als eine Tageskarte für 5 Personen im VVS für 19,50 €, der zudem noch einen fast fünffach größeren Geltungsbereich habe (VVR 769 km², VVS 3654 km²). Überhaupt seien bei kleinen Verbünden die Preise der Tageskarten relativ höher als bei großen Verbünden. So koste die Tageskarte im zwischen Karlsruhe und Stuttgart liegenden kleinen Pforzheimer Verbund (VPE) für 5 Personen 18,80 € (672 km²), während in den benachbarten Verbünden KVV und VVS rund 3.500 km² zwischen 19,50 und 20,30 € kosteten.

Auffällig sind die vergleichsweise hohen Tageskartenpreise im Freiburger Verkehrsverbund. Mit 26,80 € liegt der Preis einer Tageskarte für das Gesamtnetz für 5 Personen rund 30% über dem Preis von Tageskarten vergleichbarer Verbünde.

In manchen Verbünden, wie z.B. in Calw, Freudenstadt oder Konstanz, werde nur eine Familienkarte, aber keine Gruppenkarte angeboten. Fahrten von mehr als zwei Erwachsenen würden dann unverhältnismäßig teuer.  

Während für größere Verkehrsverbünde auch rund um ihren Verbund gemeinsame Tageskarten mit den Nachbarverbünden im Rahmen des BW-Tarifs angeboten werden (Metropol-Tagesticket rund um Stuttgart, RegioX-Karte rund um Karlsruhe), fehlen aus VCD-Sicht solche verbundüberschreitenden Angebote in den anderen Landesteilen.

VCD-Fazit:
Tageskarten sind ideale Fahrkarten für ÖV-Wenignutzer und Kleingruppen, um ohne tiefere Tarifkenntnis unbeschwert Bus und Bahn nutzen zu können. Viele große Verbünde bieten hier preisgünstige Karten an. Kleine Verbünde sehen oftmals nicht das Potential von Tageskarten zur Ansprache neuer Fahrgäste und bieten deshalb nur vergleichsweise teure Tageskarten an. 

Die Unterschiede bei der Definition der zeitlichen Geltung von Tageskarten und der Definition von Gruppen erschweren allerdings weiterhin die Nutzung.

Der VCD fordert die Verbünde auf, orientiert an den Tarifen des VVS, preisgünstige Tageskarten (24-Stunden-Karten) für eine Person sowie für 5 Personen („Auto-Inhalt”) gestaffelt nach räumlicher Geltung anzubieten:

Geltungsbereich

Preis Tageskarte 1 Person (24 h)

Preis Tageskarte 5 Personen (24 h)

Städte unter 100.000 Einwohner

Maximal 3 €

Maximal 6 €

Städte über 100.000 Einwohner

Maximal 5 €

Maximal 10 €

Gesamtnetz (kleine Verbünde bis 1000 km²)

Maximal 7 €

Maximal 14 €

Gesamtnetz (mittlere Verbünde 1000-2000 km²)

Maximal 9 €

Maximal 18 €

Gesamtnetz (große Verbünde 2000-4000 km²)

Maximal 13 €

Maximal 20 €


Im Rahmen des BW-Tarifs sollten aus VCD-Sicht auch außerhalb der Bereiche von RegioX und Metropol-Tagesticket verbundüberschreitende Tageskarten für Kleingruppen angeboten werden.

VCD-Vergleich Tageskartenpreise der Verbünde in Baden-Württemberg, Stand 1.8.2019

Ermittlungsmethodik:

Der VCD hat die Fahrpreise der netzweit gültigen Tageskarten der Verbünde ins Verhältnis zur Fläche gesetzt und damit den Fahrpreis pro Kilometer vergleichbar gemacht. Dabei wurden fiktive Kreise um den Mittelpunkt des Verbundes gezogen und aus der Fläche der Kreisradius ermittelt. die Fahrpreise der Tageskarten wurden durch diesen so ermittelten Radius dividiert, so dass sich ein Fahrpreis pro Kilometer ergibt. Bei der Ermittlung der Fläche wurden die originären Verbundflächen (basierend auf den Flächen der jeweiligen Landkreise) ohne Überlappungsbereiche zu Nachbarverbünden herangezogen.

Neben den Tageskarten der 22 Verbünde wurden auch das Baden-Württemberg-Ticket, das Metropol-TagesTicket sowie das RegioX-Ticket als Angebote des BW-Tarifs in den Vergleich einbezogen.

Untersuchungsergebnisse:
1. Tageskarten für eine Person in den Städten Baden-Württembergs

Die günstigste Tageskarte in Städten über 200.000 Einwohnern für eine Person bietet die Landeshauptstadt Stuttgart. Mit 5 € (als Handy- oder Online-Ticket, sonst 5,20 €) kann eine Person einen Tag kreuz und quer durch Stuttgart fahren. In Karlsruhe und Mannheim liegen die Fahrpreise mit 6,60 € – 7 € deutlich höher.

Betrachtet man die Städte mit rund 100.000 Einwohnern, so haben Esslingen und Ludwigsburg mit 3 € die günstigste Tageskarte für eine Person. In Pforzheim ist die Tageskarte mit 5,50 € am teuersten. Dafür ist die kostenlose Kindermitnahme in Pforzheim einbezogen.

2. Tageskarten für das gesamte Verbundgebiet für eine Person oder Kleingruppen

Tageskarten für das gesamte Verbundgebiet werden in fast allen Verbünden entweder für eine Person oder für Familien bzw. Kleingruppen angeboten.

2.1 Tageskarten für eine Person  

Für längere Strecken ist das Baden-Württemberg-Ticket sowohl für Einzelreisende als auch für Kleingruppen die günstigste Fahrkarte, diese gilt allerdings montags bis freitags erst ab 9 Uhr. Innerhalb der Verkehrsverbünde fahren Einzelreisende im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), mit dem Metropolticket innerhalb der Verbünde rund um Stuttgart sowie in der Ortenau (TGO) am günstigsten. Am teuersten ist eine Tageskarte im Verkehrsverbund Rottweil (VVR), ähnlich teuer sind die Tageskarten im Kreis Göppingen (Filsland) und im Kreis Konstanz (VHB). 

2.2 Kleingruppen bis 5 Personen   

Weiterhin gibt es bei den 22 Verbünden große Unterschiede bei der Definition von Gruppen oder bei der zeitlichen Gültigkeit.

In den vergangenen Jahren wurden 24-Stunden-Karten fast überall durch Tageskarten abgelöst, dies war trotz Leistungseinschränkungen auch noch zumeist mit Preiserhöhungen verbunden. 24-Stunden-Karten gibt es jetzt nur noch im Freiburger, Lörracher und Waldshuter Verkehrsverbund.

Die Verbünde DING (Ulm), bodo (Bodensee), Heidenheim, VVR (Rotweil), TUTicket (Tuttlingen), VSB (Schwarzwald-Baar) und VHB (Konstanz) haben bei Tageskarten für mehrere Personen eine zeitliche Einschränkung (mo-fr erst ab 8 Uhr, 8:30 Uhr oder 9 Uhr). Allerdings soll beim VHB diese Einschränkung ab 2020 entfallen. Die Einschränkung ab 9 Uhr gilt auch beim Baden-Württemberg-Ticket und beim Metropol-Tagesticket.

Das Baden-Württemberg-Ticket hat auch hier das günstigste Preis-Leistungsverhältnis. Es folgen die VRN-Tageskarte sowie das DING-Tagesticket (Ulm), anschließend die VVS-Tageskarte.

Ein Ausflug in der Ortenau (TGO) ist für Familien für 11,90 € am preisgünstigsten. Für Familien ist der Rottweiler Verkehrsverbund mit 28,40 € am teuersten, dabei ist der Gültigkeitsbereich in der Ortenau sogar rund 2,5 mal größer als im Rottweiler Verbund.

Auffällig sind die vergleichsweise hohen Tageskartenpreise im Freiburger Verkehrsverbund. Mit 26,80 € liegt der Preis einer Tageskarte für das Gesamtnetz für 5 Personen rund 30% über dem Preis von Tageskarten vergleichbarer Verbünde.

Die Gruppendefinition ist allerdings auch weiterhin uneinheitlich. Gab es früher die Aufteilung 1 Person oder bis zu 5 Personen („Auto-Inhalt“), so wurden in mehreren Verbünden weitere Differenzierungen je Person eingeführt (TGO, VPE, VRN, Metropol-Tagesticket, Baden-Württemberg-Ticket). In manchen Verbünden fehlen aber weiterhin Karten für 5 Personen, dort werden nur Tageskarten für Familien angeboten (z.B. Calw, Freudenstadt, ebenfalls Konstanz – aber dort Änderung für 2020 vorgesehen).   

Verbundüberschreitende Tageskarten gibt es einerseits mit dem Metropol-Tagesticket rund um Stuttgart und mit der RegioX-Karte rund um Karlsruhe. Es früher angebotenes „Entdecker-Ticket“ rund um Ulm wurde leider wieder eingestellt. In Südbaden gibt es mit der „badisch24“ zwar eine verbundübergreifende Tageskarte, aber nur für Inhaber einer Zeitkarte in mindestens einem Verbund.

VCD-Fazit:
Tageskarten sind ideale Fahrkarten für ÖV-Wenignutzer und Kleingruppen, um ohne tiefere Tarifkenntnis unbeschwert Bus und Bahn nutzen zu können. Viele große Verbünde bieten hier preisgünstige Karten an. Kleine Verbünde sehen oftmals nicht das Potential von Tageskarten zur Ansprache neuer Fahrgäste und bieten deshalb nur vergleichsweise teure Tageskarten an. 

Die Unterschiede bei der Definition der zeitlichen Geltung von Tageskarten und der Definition von Gruppen erschweren allerdings weiterhin die Nutzung.

 

Der VCD fordert die Verbünde auf, orientiert an den Tarifen des VVS, preisgünstige Tageskarten (24-Stunden-Karten) für eine Person sowie für 5 Personen („Auto-Inhalt) gestaffelt nach räumlicher Geltung anzubieten:

Geltungsbereich

Preis Tageskarte 1 Person (24 h)

Preis Tageskarte 5 Personen (24 h)

Städte unter 100.000 Einwohner

Maximal 3 €

Maximal 6 €

Städte über 100.000 Einwohner

Maximal 5 €

Maximal 10 €

Gesamtnetz (kleine Verbünde bis 1000 km²)

Maximal 7 €

Maximal 14 €

Gesamtnetz (mittlere Verbünde 1000-2000 km²)

Maximal 9 €

Maximal 18 €

Gesamtnetz (große Verbünde 2000-4000 km²)

Maximal 13 €

Maximal 20 €

Im Rahmen des BW-Tarifs sollten aus VCD-Sicht auch außerhalb der Bereiche von RegioX und Metropol-Tagesticket verbundüberschreitende Tageskarten für Kleingruppen angeboten werden.
 

Anlage:

 Grafik 1: Tageskartenpreise der Verbünde: Preis (€ pro Kilometer Radius, linke Skala)
und Größenvergleich der Verbünde (rechte Skala)

Tabelle 1: Rangfolge der Verbünde nach Größe und Tageskartenpreisen für 1 und 5 Personen

Fläche

Verbund/Fahrkarte

Radius Fahrkarte (km)

1 Person:  €/km

5 Personen: €/km

Rang Tageskarte 1 Person

Rang Tageskarte 5 Personen

Rang Größe

35751

BW-Ticket

106,7

0,22

0,45

1

1

1

12103

VRN

62,1

0,31

0,55

2

2

3

3410

DING

32,9

0,45

0,55

10

3

7

3654

VVS

34,1

0,38

0,57

6

4

6

3700

naldo

34,3

0,43

0,58

8

5

5

2620

bodo

28,9

0,55

0,6

15

6

9

3300

KVV

32,4

0,36

0,63

5

7

8

1484

Kreisverkehr  SHA

21,7

0,41

0,65

7

8

14

14666

Metropolticket

68,3

0,31

0,66

3

9

2

5640

RegioX

42,4

0,44

0,71

9

10

4

1977

HNV

25,1

0,52

0,79

13

11

11

627

htv

14,1

0,6

0,89

19

12

25

1860

Ortenau

24,3

0,35

0,92

4

13

12

2211

RVF

26,5

0,51

1,01

12

14

10

807

RVL

16

0,64

1,06

20

15

19

1130

WTV

19

0,48

1,19

11

16

15

643

Filsland

14,3

0,84

1,19

24

17

24

734

TUT

15,3

0,56

1,22

16

18

22

672

VPE

14,6

0,68

1,29

21

19

23

1511

Ostalbmobil

21,9

0,59

1,32

17

20

13

1025

VSB

18,1

0,73

1,46

22

21

16

870

vgf

16,6

0,59

1,8

18

22

17

769

VVR

15,6

0,92

1,85

25

23

21

798

VGC

15,9

0,53

1,88

14

24

20

818

vhb

16,1

0,75

2,86

23

25

18

Tabelle 2: Preise für Tageskarten der Verbünde in
Baden-Württemberg 2019 - Gesamtnetz

 
           

Verbundgebiet

Fläche

1 Person

2 Personen

Familie

5 Personen

htv

627

8,5

12,6

12,6

12,6

Filsland

643

12

17

17

17

VPE

672

10

12,2

12,2

18,8

TUT

734

8,6

17,2

18,6

18,6

VVR

769

14,4

28,8

28,8

28,8

VGC

798

8,5

14

14

29,9

RVL

807

10,25

17

17

17

vhb

818

12

17

17

46

vgf

870

9,8

15,5

15,5

29,9

VSB

1025

13,3

26,5

26,5

26,5

WTV

1130

9,2

14

14

22,7

Kreisverkehr SHA

1484

9

14

14

14

Ostalbmobil

1511

13

17

17

29

Ortenau

1860

8,4

11,9

11,9

22,4

HNV

1977

13

19,8

19,8

19,8

RVF

2211

13,4

26,8

26,8

26,8

bodo

2620

15,9

17,2

17,2

17,2

KVV

3300

11,7

20,3

20,3

20,3

DING

3410

14,8

18

18

18

VVS

3654

13

19,5

19,5

19,5

naldo

3700

14,9

20

20

20

RegioX

5640

18,6

29,9

29,9

29,9

VRN

12103

19

22,8

22,8

34,2

Metropolticket

14666

21

27

27

45

BW-Ticket

35751

24

30

30

48

Tabelle 3: Preise für Tageskarten der Verbünde in
Baden-Württemberg 2019 in € - Städte

         

Großstädte > 150T

1 Person

2 Personen

Familie

5 Personen

Stuttgart

5,00

10,20

10,20

10,20

Karlsruhe

6,60

10,90

10,90

10,90

Mannheim

7,00

9,70

9,70

17,80

Heidelberg

7,00

9,70

9,70

17,80

Freiburg

6,70

13,40

13,40

13,40

 

 

 

 

 

Städte ca. 100T 

 

 

 

 

Esslingen

3,00

6,00

6,00

6,00

Ludwigsburg

3,00

6,00

6,00

6,00

Reutlingen

3,50

7,00

12,00

12,50

Ulm/Neu-Ulm

4,20

7,70

7,70

7,70

Tübingen

4,30

8,60

10,40

10,40

Heilbronn

4,80

9,60

10,00

10,00

Pforzheim

5,50

6,60

6,60

9,90

 

 

 

 

 

Klein- und Mittelstädte 

 

 

 

 

Herrenberg

3,00

6,00

6,00

6,00

Heidenheim

3,90

7,00

7,00

7,00

Tuttlingen

4,00

8,00

9,20

9,20

Rottweil

4,40

8,80

8,80

8,80

Friedrichshafen

4,40

7,00

7,00

9,90

Villingen-Schw.

4,50

9,00

9,20

9,20

Konstanz

4,90

9,70

9,70

19,00

Ravensburg

4,90

9,80

9,90

9,00

Schwäbisch Hall

5,00

10,00

10,00

10,00

Offenburg

6,30

9,80

9,80

20,30

Aalen

6,50

6,50

6,50

29,00

Waldshut

7,20

9,40

9,40

15,00

Lörrach

7,25

12,50

12,50

12,50

Calw

8,50

14,00

14,00

29,90

Freudenstadt

9,80

15,50

15,50

29,90

Göppingen

12,00

17,00

17,00

17,00

 

Die Tabellen erhalten sie auch in der beigefügten PDF Datei.

Pressespiegel:

Bereits die Vorankündigung der Pressekonferenz wurde über dpa verbreitet:

n-tv
rtl
WeLT

Berichterstattung / Pressespiegel:

bwegt

SWR

Süddeutsche

Esslinger Zeitung

NRWZ

WeLT

SWR aktuell Fernsehen

Schwäbisches Tagblatt

RTL

Rhein-Neckar-Zeitung

 

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news-5104 Sun, 18 Aug 2019 00:00:00 +0200 Positionspapier zum Fahrplanwechsel Ende 2019 https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/positionspapier-zum-fahrplanwechsel-ende-2019/ Manches wird besser werden…. Enttäuschungen werden leider nicht ausbleiben und daher gilt es, weiterhin den Wandel kritisch zu begleiten. Anfang Dezember des laufenden Jahres wartet der Schienenverkehr mit Veränderungen auf.

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news-5031 Tue, 30 Jul 2019 22:04:22 +0200 500 Falschparker gefährden Verkehrssicherheit https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/500-falschparker-gefaehrden-verkehrssicherheit/ Die nachfolgende Pressemitteilung des VCD zur Aktionswoche wurde in der Heidenheimer Zeitung mit einer Infografik veröffentlicht. Auch die überregionale Presse berichtete.

Fast 500 Falschparker auf Geh- und Radwegen in Heidenheims Innenstadt: Das ist das Ergebnis der Gelbe-Karten-Aktion des VCD Heidenheim. „13 Aktive waren in 34 Schichten unterwegs, von Montag bis Sonntag der ersten Juliwoche, von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends“, berichtet Reinhard Walloschke, Mitglied des Kreisvorstandes im VCD Heidenheim. „Unsere Aktiven haben das dokumentiert und mit Gelben Karten auf den Verstoß hingewiesen“, sagt er. Schwerpunkttag war Dienstag mit stündlichen Kontrollfahrten, an diesem Tag wurden mit 182 auch die meisten Verstöße festgestellt.

„Autos dürfen nicht auf dem Geh- oder Radweg stehen“, erklärt Walloschke, „denn sie zwingen Fußgänger und Radfahrer zu gefährlichen Ausweichmanövern.“ Außerdem sollten Geh- oder Radweg geschützte Bereiche für die schwächsten Verkehrsteilnehmer sein – wer dort mit seinem Auto eindringe, handele auch unsozial.

Am häufigsten wurden Verstöße in der Bahnhofstraße dokumentiert, vor allem vor und gegenüber der Post. „Hier kam es 141 Mal vor, dass Autos auf dem Gehweg Fußgänger gefährdet haben“, berichtet Walloschke. In der Grabenstraße, die für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist, gab es 48 Verstöße. Am Wedelgraben wurden 43 Falschparker gezählt, hier ist vor allem der Gehweg vor dem Fotogeschäft und dem Herrenfriseur betroffen. Der vierte Brennpunkt mit 43 Falschparkern auf dem Radweg, teils sogar zusätzlich auf dem Gehweg, ist die Olgastraße.

„Falschparker auf dem Radweg zwingen den Radfahrer zum Ausweichen auf die Fahrbahn, wo er durch den starken Autoverkehr gefährdet wird.“ Wenn die Stadtverwaltung wirklich den Radverkehr stärken wolle, müsse sie für Sicherheit auf den Radwegen sorgen, meint Walloschke.

Es sei eigentlich nicht Aufgabe des VCD, die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen im Straßenverkehr zu kontrollieren. „Keiner der Aktiven hat mir während der gesamten Woche von Mitarbeitern des städtischen Vollzugsdienstes im Einsatz gegen Falschparker berichtet“, so Walloschke.

Im Ergebnis hätten viele der Falschparker auch keinerlei Unrechtsbewusstsein gezeigt. Während wenige Fahrer einsichtig waren, dass ihr Auto auf dem Gehweg eine Gefahr für Fußgänger darstelle, reagierten andere erleichtert, dass kein Bußgeld droht. „Mit unserer Aktion wollen wir auf dieses Fehlverhalten hinweisen und der Stadtverwaltung die Notwendigkeit vor Augen führen, mehr zu kontrollieren“, sagt Walloschke. „Hierzu fordern wir mehr städtische Vollzugsbeamte, die das Verkehrsgeschehen überwachen.“

Zusätzlich schlägt der VCD vor: „Da Heidenheim ja Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen ist, könnten statt Pollern an manchen der genannten Brennpunkten Fahrrad-Anlehnbügel aufgestellt werden.“ Diese würden Falschparken wirkungsvoll verhindern, meint Walloschke.

 

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news-5029 Tue, 30 Jul 2019 21:55:04 +0200 Heilbronner Open-Air-Kino weiterhin ohne ÖV-Anschluss https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/heilbronner-open-air-kino-weiterhin-ohne-oev-anschluss/ Der VCD fordert seit Jahren (!!!) entsprechende Verbesserungen beim Busverkehr durch zusätzliche Abend- und Wochenendfahrten der Buslinie 631. Zum Beispiel in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2012 oder in einem Beitrag vom Sommer 2018: „Aus VCD-Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass fast alle Besucher mit dem Auto kommen müssen und die umliegenden Felder zuparken, nur weil man die Genossenschaftskellerei und den Heilbronner Nachbarort Erlenbach mit dem ÖV nicht erreichen kann. Das ist für eine Weinstadt und Weinregion schlicht unwürdig und konterkariert die allgemeinen Bemühungen, den Tourismus im Heilbronner Land zu fördern“, stellt VCD-Vorstand Hans-Martin Sauter fest.
Der VCD hat sich in dieser Angelegenheit bereits mehrfach an die zuständigen Aufgabenträger gewandt. Aber passiert ist bis heute NICHTS!! Auch zwischenzeitliche Versuche, mit einzelnen Busfahrten die Erreichbarkeit des Open-Air-Kinos zu verbessern, sind als Rohrkrepierer gescheitert. Kein Wunder meint der VCD: Fahrgäste akzeptieren nur eine regelmäßige, verlässliche Anbindung mit leicht merkbarem Fahrplan, der auch eine bequeme und flexible Heimfahrt nach Filmende ermöglicht. (mgr)

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news-5010 Fri, 26 Jul 2019 09:55:45 +0200 VCD-Exkursion in den ländlichen Raum: Bericht aus Überlingen - RegioBus- Gartenschau https://bw.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-exkursion-in-den-laendlichen-raum-bericht-aus-ueberlingen-regiobus-gartenschau/ Die sehr gut nachgefragte IRE-Linie von Stuttgart nach Aulendorf wurde durch verspätete Gegenzüge immer wieder ausgebremst, einfach weil allenthalben Kreuzungsmöglichkeiten auf der eingleisigen Strecke fehlen. Unser erstes Ziel: die noch relativ junge RegioBus-Linie von Sigmaringen an den Bodensee. Das Land Baden-Württemberg fördert die Einrichtung solcher Buslinien als Ergänzung zum Schienennetz.
In Sigmaringen empfing uns der Referatsleiter Stefan Leinweber vom Landratsamt Sigmaringen. Vor vier Jahren wurde diese Linie als eine der ersten Regiobuslinien eingerichtet. Der RegioBus Donau-Bodensee soll eine Lücke im Schienennetz schließen. „Vorher fuhren nur Busse im Schülerverkehr“, erläuterte Herr Leinweber. „mit der durchgehenden Linie bis Überlingen konnten 30 Prozent mehr Fahrgäste gewonnen werden.“ Die modernen Busse fahren jeden Tag stündlich von morgens 6 Uhr bis Mitternacht und haben WLAN an Bord. Und der Clou: tariflich ist der RegioBus in den Naldo-Verkehrsverbund eingebunden. Fahrgäste aus den Landkreisen Reutlingen, Tübingen, Neckar-Alb und Sigmaringen können mit einer Tageskarte bis an den Bodensee fahren.
In etwa einer Stunde brachte der RegioBus die Gruppe bis zum ZOB nach Überlingen. Mit der Verlegung des Halts von Überlingen-Therme nach Überlingen Mitte am Rande der Altstadt wurde mit dem neu gebauten ZOB ein optimaler Verknüpfungspunkt zwischen Bus und Bahn geschaffen. Baubürgermeister Matthias Längin empfing die Gruppe und stellte uns das Verkehrskonzept der Stadt für die im kommenden Jahr stattfindende Landesgartenschau vor.
Vor mehr als zehn Jahren war die Altstadt ein einziger Parkplatz für Tagestouristen und verstellte den Blick auf das, was in der ehemaligen Freien Reichsstadt sehenswert ist. Bis die Stadtverwaltung entschied, die Innenstadt autofrei auszubauen und zu einer großen Fußgängerzone umzugestalten. Freie Durchfahrt haben nur noch die Radfahrer entlang des Bodensees – der MIV wird über Einbahnstraßen um die Stadt herum geleitet. Der Preis für diese Verkehrsberuhigung sind große Parkhäuser rund um die Stadt, die den ruhenden Verkehr aufnehmen. Bei einem Modal-Split von 90 Prozent im MIV sei das unumgänglich, stellt Bürgermeister Längin fest. Das Landesgartenschaugelände ist mit mehreren Gärten über die ganze Stadt verteilt und wird durch einen vier Kilometer langen Rundkurs erschlossen. Zwischen den einzelnen Teilen werden Shuttle-Busse verkehren. Kernstück der Gartenschau ist der neue Uferpark neben der Therme. Hierfür wurde die Uferstraße verlegt und mit der Bahnlinie gebündelt. Für Besucher, die mit dem Bus anreisen, ist der ZOB der zentrale Ausgangspunkt.
Geplant sind auch Kombi-Tickets mit den Verkehrsverbünden bodo (Landkreis Ravensburg und Bodenseekreis) und Naldo sowie mit der Bodensee-Schifffahrt. „Die Landesgartenschau bringt für Überlingen viele Verbesserungen, aber hinsichtlich des Verkehrs setzt die Stadt immer noch zu sehr auf das Auto“, kritisiert Klaus Arnoldi vom VCD. In der Nähe des Bahnhofs Therme hat die Stadt für 7 Mio. Euro ein neues Parkhaus für gerade mal 190 Stellplätze gebaut, aber beim Ausbau der Bahnstationen nichts investiert. Wenn die Stadt während der Landesgartenschau nicht im Autoverkehr ersticken will, muss sie dafür werben, dass mehr Besucher mit Bus und Bahn anreisen. Schließlich liegt der Bahnhof „Überlingen Therme“ unmittelbar vor dem Eingang zum Landesgartenschaugelände.

 

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