Baden-Württemberg

VCD Laufbus

Laufbus statt Elterntaxi – Tipps für einen sicheren Schulweg

Kinder brauchen viel Bewegung. Deshalb sollten sie zu Fuß zur Schule gehen! So kommen sie frisch und munter in der Schule an, schonen die Umwelt und können sich morgens mit ihren Klassenkameraden austauschen. Denn: Der Schulweg macht gemeinsam einfach viel mehr Spaß und ist sicherer!

Die Kinder sollten am besten in kleinen Gruppen zusammenlaufen. Eine sichere und schöne Alternative ist der sogenannte Laufbus.

Was ist ein Laufbus?

Der Laufbus ist ein Schulbus auf Füßen. Eine Gruppe von Kindern geht morgens als „laufender Bus“ gemeinsam zur Schule und nach Unterrichtsschluss gemeinsam zurück – der Busfahrer ist zu Beginn ein Elternteil, der die Gruppe abwechselnd begleitet bis sie sicher genug ist, alleine zu laufen. Wie ein Linienbus steuert der Laufbus nach einer festgelegten Route definierte Haltestellen an, an denen Kinder dazustoßen oder sich nach Hause verabschieden können. Die Haltestellen sind durch Haltestellenschilder gekennzeichnet.

Der Laufbus muss organisiert werden – das ist zu Beginn ein bisschen Arbeit, aber für einen guten Zweck! Die Kinder werden selbstständig und leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

So organisieren Sie einen Laufbus!

Binden Sie alle relevanten Partner in die Organisation des Laufbusses mit ein, wie Eltern, Kinder, Lehrer oder auch die Polizei vor Ort. Fragen Sie bei den Gliederungen des VCD nach Unterstützung. Die Kontakte finden Sie hier.

  1. Elternabend: Organisieren Sie einen Elternabend, um andere Familien von der Idee zu begeistern und gemeinsam ein Organisationsteam zu gründen. Holen Sie sich Hilfe von erfahrenen Familien oder von VCD-Aktiven in Ihrer Nähe: VCD vor Ort

  2. Routenplanung: Das Team steht fest, jetzt muss die Route genau geplant werden. Wer wohnt wo? Wo sollen Haltestellen installiert werden? Die optimale Laufstrecke sollte zwischen 1.500 und 2.000 Metern liegen. Ganz wichtig bei der Planung: Es sollten verkehrsarme Wege mit möglichst wenig Straßenüberquerungen gewählt werden, die hell und belebt sind. Auch die Haltestellen müssen für die Kinder sicher erreichbar sein. Fragen Sie bei Ihrer Schule nach – viele haben Schulwegpläne für sichere Laufstrecken.

  3. Laufplanung: Jetzt muss ein detaillierter Plan erstellt werden. Für jede Route sollte es einen Verantwortlichen geben, der sich auch um Ersatz kümmert, falls die Begleitperson ausfällt. Der Laufbus sollte von zwei Erwachsenen begleitet werden – bei kleinen Gruppen ist eine Begleitperson ausreichend. Die Ankunftszeiten an den Haltestellen müssen genau definiert werden. Tipp: Am besten vorher einen Probelauf machen, um die realistische Laufzeit der Kinder herauszufinden.

  4. Der Fahrplan soll allen Beteiligten zur Verfügung gestellt und an den Haltestellen ausgehängt werden. Alle beteiligten Familien und Helfer erhalten eine Telefonliste, um sich im Notfall schnell zu kontaktieren. Hier kann auch eine WhatsApp-Gruppe oder Telefonkette hilfreich sein. Ganz wichtig: Der Laufbus muss bei der Schule angemeldet werden, damit die Laufbusbegleitung auf dem Schulweg ebenfalls versichert ist.

  5. Haltestellen einrichten: An den Haltestellen stoßen Kinder zum Laufbus dazu, oder gehen von dort aus direkt nach Hause. Diese zentralen Treffpunkte sollten gut ausgesucht sein, sodass sie sich auch zum Warten eignen. Entwerfen Sie gemeinsam mit den Kindern ein Logo, das als Haltestellenzeichen fungiert. Lassen Sie Schilder herstellen oder eine Bodenfolie. Achtung: Schilder und Markierungen im öffentlichen Raum müssen genehmigt werden!

    Weitere umfangreiche Informationen zum Laufbus und ausgearbeitete Vorlagen für die Planung finden Sie hier.