Baden-Württemberg

Der VCD beobachtet und kommentiert verkehrspolitische Entscheidungen, mischt sich mit eigenen Forderungen und Konzepten in die politische Debatte ein und veranstaltet Aktionen und Kampagnen für ein Umdenken von Staat und Gesellschaft.



Pressemitteilung, Verkehrspolitik
Pforzheim/Enz

VCD: Bessere Busfahrpläne und mehr Radabstellplätze für Bahnhof Mühlacker nötig

Medien-Mitteilung - Mühlacker, 02. Februar 2017: Volle PKW-Parkplätze zeigen Defizite beim Umweltverbund auf

Angesichts der Debatte über fehlende Parkplätze am Bahnhof Mühlacker verweist der ökologische Verkehrsclub VCD auf die bestehenden Defizite beim Busverkehr und bei den Radabstellanlagen hin: „Von Stuttgart nach Mühlacker fährt der IRE in 21 Minuten, doch auf den Anschlussbus nach Maulbronn oder Sternenfels muss man dann noch 18 Minuten warten  - kein Wunder, dass fast jeder mit dem PKW und nicht mit dem Bus zum Bahnhof Mühlacker fährt“, beschreibt VCD-Vorsitzender Matthias Lieb die aktuelle Situation. Auch fehlten sichere Radabstellanlagen für hochwertige Fahrräder wie Pedelecs, da die bestehenden Fahrradboxen alle vermietet seien.

Der Enzkreis als Aufgabenträger für den Busverkehr sowie der Verkehrsverbund Pforzheim-Enzkreis seien dringend gefordert, die Busfahrpläne im östlichen Enzkreis an die starken Pendlerströme Richtung Stuttgart und damit an den Zugverkehr in Richtung Stuttgart auszurichten, statt einseitig nur eine Ausrichtung der Fahrpläne nach Pforzheim fortzuschreiben, so der VCD. Ab Sommer

2019 würden die IRE- und IC-Züge von Mühlacker nach Stuttgart durchgängig im 30-Minuten-Takt fahren, so dass die Attraktivität des Bahnhofs Mühlacker noch weiter steigen werde, erklärt Matthias Lieb. Unverständlich sei auch, wieso die VPE-Anschlussfahrkarte nur für Pendler mit VVS-Fahrkarten angeboten werde, nicht aber für die große Zahl von Pendlern mit IC-Berechtigung, zeigt Lieb weitere Defizite des heutigen VPE-Tarifs auf. „Enzkreis und VPE ignorieren seit Jahren die Bedürfnisse der Einwohner und schaffen es deshalb nicht, mehr Fahrgäste auf den Bus zu locken – die Folge sind überfüllte Parkplätze“, stellt Lieb fest.

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