Südbaden
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Kollmarsreuter Verkehr soll sicherer werden: Bürger*innen und VCD ziehen an einem Strang

Beim vierten Vor-Ort-Termin in Kollmarsreute machte der VCD mit Bürger*innen auf gefährliche Stellen für Radfahrende und Fußgängerinnen aufmerksam. Gefordert werden sichere Radwege, Zebrastreifen und Tempo 30 als Dauerlösung. Die Fahrt zeigte: Die Hauptstraße ist für Radfahrende derzeit hoch riskant.

Pressemeldung zum Vor-Ort-Termin des VCD in Kollmarsreute:
Thema: „Mehr Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger*innen sowie weiterhin Tempo 30 in Kollmarsreute“

Zum 4. Vor-Ort-Termin hatte der Verkehrsclub Deutschland (VCD) zu einer Radfahrt durch Kollmarsreute eingeladen und es kamen knapp 20 Bürger*innen.  Schon während der Fahrt vom Bahnhof Kollmarsreute zum zukünftigen Standort des neuen Edeka-Marktes auf der Hauptstraße wurde Eins überdeutlich klar: Sicher ist die Hauptstraße durch Kollmarsreute für Radfahrende nicht! Beim Überholen der Radelnden - trotz Gegenverkehr- hielt die Mehrzahl der Autofahrenden den Sicherheitsabstand von 1,5 m nicht einmal annährend ein. Ein Traktorfahrer mit einem Großschlepper nebst Anhänger näherte sich einer Radfahrerin bis auf einen knappen halben Meter. Hier hielten einige die Luft an!

Beim anschließenden Treffen am Lärmschutzwall der Bahn in Höhe der Georg-Karcher-Straße brachten die Bürger*innen ihre Anregungen und Bitten an die Stadtverwaltung vor. Vorrangig wurde eine sichere – möglichst vom Autoverkehr getrennte – Radverbindung parallel zur Hauptstraße gefordert. Dies könne auch mit wenigen Mitteln realisiert werden, wenn man nur die bereits vorhandenen Feldwege – innerörtlich - entlang der Lärmschutzwände befestigen würde.

Eine alternative -aber schlechtere- Lösung für den Radverkehr auf der viel befahrenen Kollmarsreuter- und Hauptstraße wäre das Durchziehen der Radwegmarkierungen auf der vollen Straßenlänge anstelle punktuell angebrachter Piktogramme. Nur so könne man Autofahrende effektiv darauf aufmerksam machen, Rücksicht auf die wesentlich schwächeren Verkehrsteilnehmer zu nehmen.

Als weiterer Punkt wurde die extrem beschwerliche Überquerung der Hauptstraße für Radelnde und Fußgänger*innen, die aus der Hornwaldstraße kommend in die Altdorfstraße wollen, genannt. Hier wäre – ebenfalls mit geringen Mitteln – eine Lösung in Form eines Zebrastreifens möglich.

Die weiterhin ungeklärte Einbiegesituation zum neuen Edeka-Markt, eine bisher nicht vorhandene Zugangslösung für Windenreuter zum Radschnellweg, sowie die Gefahrenstelle für Radelnde auf der Bahnbrücke Am Dachsrain waren die weiteren Problempunkte, die in einer engagierten Diskussion thematisiert wurden. Große Einigkeit herrschte zum Thema Tempo 30 in Kollmarsreute. Credo: An diesem Erfolgsmodell wird auch in Zukunft nicht gerüttelt!

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