Fragen und Antworten zur Landtagswahl

 

(1) Gäubahn / S1: Wie haben Sie sich bisher für die Interessen der Pendlerinnen und Pendler aus Ihrem Wahlkreis bzw. dem Nachbarkreis Böblingen eingesetzt?

 

Der Bau des S21-Tiefbahnhofs führt seit langem zu massivem Qualitätsverlust für Pendlerinnen und Pendler mit dem Ziel Stuttgart, insbesondere aus Ihrem Wahlkreis und dem Nachbarkreis Böblingen. Die S-Bahn (Linie S1) ist notorisch unzuverlässig. Verspätungen, Komplettausfälle und tage- oder wochenlange Sperrungen sind Pendleralltag und schaden massiv dem Image des ÖPNV als Alternative zum privaten Autoverkehr.

 

(2) Gäubahn: Halten Sie die geplante Tunnellösung (Pfaffensteigtunnel) für sinnvoll oder befürworten Sie einen Weiterbetrieb hin zu einem oberirdischen Endhalt im bisherigen Stuttgarter Hauptbahnhof?

 

Die Gäubahn als zentrale Bahnverbindung aus dem Südwesten Baden-Württembergs zur Landeshauptstadt soll jahrelang von der Direktanbindung zum Stuttgarter Hauptbahnhof abgetrennt werden. Laut Plan wird die Gäubahn künftig über einen noch zu bauenden kilometerlangen Tunnel (Pfaffensteigtunnel) über den Flughafen führen.

 

Laut Kritikern gehen die Baukosten von S21 und dem formal getrennten Folgeprojekt Pfaffeneigtunnel auf Kosten der überfälligen Instandsetzung der zum Teil maroden Bahn-Infrastruktur (Gleise, Weichen, Stellwerke).

 

Der jahrelange Stopp betrifft insbesondere viele Pendlerinnen und Pendler aus dem gesamten Südwesten Baden-Württembergs mit dem Ziel Stuttgart, auch aus Ihrem Wahlkreis und dem Nachbarkreis Böblingen.

 

(3) Was werden Sie tun, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen? Werden Sie sich für ein bundesweites Tempolimit einsetzen, bzw. in Baden-Württemberg ausweiten?

 

Die Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg steigt. 367 Menschen wurden bei Verkehrsunfällen getötet! Eine Steigerung um 7,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Verletzten stieg auch. Dazu gibt es immer mehr Raser und sogenannte ``Autoposer``.

 

 


 

Die Antworten:

 

(1) Gäubahn / S1: Wie haben Sie sich bisher für die Interessen der Pendlerinnen und Pendler aus Ihrem Wahlkreis bzw. dem Nachbarkreis Böblingen eingesetzt?

 

  • Hans Dieter Scheerer (FDP) 

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    • (Antwort erhalten 3. März)
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    • Ich kenne die Belastung der Pendlerinnen und Pendler durch die aktuelle Situation bei der Gäubahn und der S1 sehr gut. So wie es derzeit läuft, kann und darf es nicht bleiben.
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    • Ich setze mich für einen zuverlässigen und ausgebauten ÖPNV ein und vertrete die Interessen der Fahrgäste klar gegenüber der Deutsche Bahn. Außerdem unterstütze ich die Verlängerung der S1 über Herrenberg hinaus bis nach Bondorf, um die Region besser an Stuttgart anzubinden.
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    • Mein Ziel ist klar:  es muss wird ein verlässlicher, leistungsfähiger und attraktiver Nahverkehr, in unsere Region geben.

 

  • Peter Seimer (Bündnis 90/Die Grünen)

    •  
    • (Antwort erhalten am 18.Februar)
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    • Ich nehme die Kritik sehr ernst – und ich setze mich seit Jahren dafür ein, dass Pendlerinnen und Pendler im Raum Leonberg-Herrenberg und im Nachbarkreis Böblingen nicht die dauerhaften Leidtragenden von Baustellen und Versäumnissen werden.
    •  
    • Der Bau des Tiefbahnhofs und die vielen Folgebaustellen haben spürbar Qualität gekostet: Umleitungen, Sperrungen und ein fragiler Betrieb treffen gerade die Menschen, die täglich zuverlässig nach Stuttgart müssen. Deshalb drängt das Land gegenüber Bund und DB darauf, dass Baustellen früher, realistischer und deutlich besser koordiniert werden – mit verlässlichen Umleitungs- und Ersatzkonzepten, klarer Kommunikation und weniger „Überraschungs-Sperrungen“.
    •  
    • Gleichzeitig haben wir dort, wo das Land Verantwortung hat, konkrete Entlastung organisiert: Mit dem RE14 und der Freigabe des IC für den Nahverkehr wurden zusätzliche Alternativen geschaffen, die Pendlerinnen und Pendler entlasten – gerade dann, wenn die S-Bahn wieder einmal ausfällt oder sich Verspätungen hochschaukeln.
    •  
    • Und trotzdem muss man ehrlich sein: Die grundlegende Sanierung und der Ausbau der Schieneninfrastruktur – also die Ursachen für Störungen, Engpässe und die mangelnde Robustheit im Netz – liegen primär beim Bund. Genau deshalb mache ich weiter Druck: Wir brauchen mehr Kapazität, modernere Stellwerke, weniger Störanfälligkeit und eine Infrastruktur, die Baustellen verkraftet, ohne dass gleich die ganze Region steht. Pendeln darf kein tägliches Glücksspiel sein.

 

  • Farina Semler (SPD)

    •  
    • (Antwort erhalten am 21.Februar)
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    • Ich bin Leidtragende der Unzuverlässigkeit der S1, manchmal kann ich Wartezeiten bis zu einer halben Stunde bewältigen, andernfalls greife ich auf mein Auto zurück, um pünktlich meine Arbeitsstelle zu erreichen oder um pünktlich zu Terminen zu erscheinen. Ich möchte nicht auf mein Auto zurückgreifen müssen, wozu habe ich das Deutschlandticket? Für mich ist es unerträglich, dass Menschen, die auf eine pünktliche S-Bahn angewiesen sind und kein Auto haben, auf das sie zurückgreifen können, so häufig im Stich gelassen sind. Denn Mobilität ist Daseinsvorsorge und notwendig für soziale Teilhabe. Dafür kämpfe ich an allen denkbaren Stellen politisch, als Gewerkschafterin und als Betroffene.

  

 

  • Albrecht Stickel (CDU)

    •  
    • (Antwort erhalten am 2. März)
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    • Mir ist bewusst, wie sehr die aktuelle Situation auf der S1 und der Gäubahn den Alltag vieler Berufspendler belastet. Verspätungen und Zugausfälle dürfen auf Dauer kein Normalzustand sein.

    • Deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass der Schienenverkehr in der Region wieder planbarer und verlässlicher wird. Insbesondere folgende Ansätze scheinen mir zielführend.
    •  
    • – Dialog mit den Verkehrsunternehmen und dem Verband Region Stuttgart bzgl. der Ursachen für die hohe Störanfälligkeit auf der S1
    • – Stärkung der Infrastruktur
    • – Bessere Pendlerfreundlichkeit bspw. durch den Ausbau von Park-&-Ride-Plätzen, Fahrradstationen und abgestimmten Busanbindungen
    •  
    • Ein verlässlicher öffentlicher Verkehr ist nicht nur Klimaschutz, sondern auch eine Frage der Lebensqualität – gerade für uns im Gäu.

 

  • Thomas Walz (Die Linke)

    •  
    • (Antwort erhalten am 19.Februar)
    •  
    • Wir haben uns bisher als Kreisverband, in Kreistag und Gemeinderäten, für den Erhalt und Ausbau des ÖPNV eingesetzt. Zusammen mit den Kreisverbänden der Region Stuttgart haben wir uns außerdem seit beginn der S21 Proteste daran beteiligt. Für uns ist nicht ersichtlich, wie das Bahnprojekt den Pendelverkehr verbessern sollte.
    •  
    • Insbesondere beim städtischen Verkehrsbetrieb SSB haben wir die Kolleg*innen beim letzten Tarifstreit für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen unterstützt und werden dies auch in Zukunft tun.
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  • Ingolf Welte (Freie Wähler)

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    • (Antwort erhalten am 16.Februar)
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    • Ich habe mich schon länger für die Interessen der Pendlerinnen und Pendler eingesetzt, indem ich mich u.a. gemeinsam mit den anderen Bürgermeistern der Nachbarkommunen mit Schreiben bzw. Pressemitteilung (z.B. 26.10.2023) an die Region Stuttgart bzw. an das Ministerium gewandt habe, um damit offiziell Beschwerden gegen Verspätungen und Komplettausfälle einzureichen.
    •  
    • Ich bin selbst dafür bekannt, dass ich schon vor meiner Amtszeit von Nufringen aus alle beruflichen Fahrten selbst mit der S-Bahn zurückgelegt und auf den Pkw bewusst verzichtet habe.  

 

(2) Gäubahn: Halten Sie die geplante Tunnellösung (Pfaffensteigtunnel) für sinnvoll oder befürworten Sie einen Weiterbetrieb hin zu einem oberirdischen Endhalt im bisherigen Stuttgarter Hauptbahnhof?

 

  • Hans Dieter Scheerer (FDP)

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    • (Antwort erhalten am 3. März)
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    • Ich befürworte den Bau des Pfaffensteigtunnel, da er für unser Bahnnetz im Raum Stuttgart von großer Bedeutung ist. Während der Kappung der Gäubahn zur Anbindung an Stuttgart 21 setze ich mich weiterhin nachdrücklich für die alternative Streckenführung über Renningen ein. Eine Unterbrechung in Stuttgart-Vaihingen, bei der alle Fernreisenden aussteigen und nur über das oft dysfunktionale S-Bahn-Netz zum Stuttgarter Hauptbahnhof weiterfahren könnten, ist keine akzeptable Lösung. Sie trägt nicht dazu bei, den ÖPNV attraktiver oder leistungsfähiger zu machen.
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  • Peter Seimer (Bündnis 90/Die Grünen)

     

    • (Antwort erhalten am 18.Februar)

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    • Ich kämpfe dafür, dass die Gäubahn eine direkte, dauerhafte und leistungsstarke Anbindung an den neuen Hauptbahnhof hat. Bis sich der Betrieb im neuen Tiefbahnhof bewährt, muss die oberirdische Gleisanlage dafür betriebsbereit gehalten werden.

    •  

    • Der Pfaffensteigtunnel ist eine sehr teure, aber notwendige Korrektur der fehlerhaften Planung des Projekts Stuttgart 21, um den Landesflughafen auf den Fildern anzubinden. Er ist ein Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan und wird von der DB InfraGO im Auftrag des Bundes geplant und gebaut. Um die geplante Kappung der Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen so kurz wie möglich zu halten, setze ich mich dafür ein, dass der Pfaffensteigtunnel so schnell wie möglich realisiert wird.

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  • Farina Semler (SPD)

     

    • (Antwort erhalten am 21.Februar)
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    • Ich befürworte den Pfaffensteigtunnel als langfristig richtige Lösung für eine moderne, leistungsfähige Gäubahn – aber nicht um den Preis einer jahrelangen Unterbrechung der Verbindung nach Stuttgart.
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    • Deshalb setze ich mich mit der SPD für eine sozialverträgliche Übergangsregelung und eine zügige, transparente Umsetzung des Projekts ein.
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  • Albrecht Stickel (CDU) 

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    • (Antwort erhalten am 2. März)
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    • Ich sehe im Pfaffensteigtunnel eine sinnvolle langfristige Lösung, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
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    • – Keine jahrelange Unterbrechung der Verbindung Richtung Stuttgart. Unsere Region darf in der Übergangszeit nicht abgehängt werden.
    • – Der Pfaffensteigtunnel muss Teil eines modernen Gesamtkonzepts sein. Er kann künftig für kürzere Fahrzeiten, stabile Takte und eine direkte Flughafenanbindung sorgen.
    • – Instandhaltung darf nicht leiden: Der Bau neuer Tunnel darf nicht auf Kosten der dringend nötigen Sanierung bestehender Gleise und Anlagen gehen. Diese Arbeiten müssen parallel erfolgen.
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    • Ich möchte, dass Pendlerinnen und Pendler aus Herrenberg, dem Gäu und dem gesamten Süden Baden-Württembergs eine Infrastruktur bekommen, auf die sie sich verlassen können – heute, nicht erst in zwanzig Jahren.
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  • Thomas Walz (Die Linke)

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    • (Antwort erhalten am 19.Februar)
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    • Grundsätzlich ist die unterirdische Verlegung von Bahnkleisen immer mit gewissen Problemen verbunden. Neben den hohen Kosten für einen Tunnelbau, sind die Möglichkeiten des Ausbaus und Reparatur und Wartung eingeschränkt oder mit größeren Hürden verbunden. Zudem sind unterirdische Strecken für Pendler*innen nicht nur langweilig, sondern in manchen Fälle ebenfalls bedrückend und belastend.
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    • Inwiefern die geplante Tunnellösung tatsächlich einen Mehrwert bringen soll, sehen wir kritisch. Viel mehr hat sich gezeigt, dass das gesamte S21 Projekt nicht zum Ziel hat, die Bahninfrastruktur in der Region Stuttgart zu verbessern, sondern einzig das derzeitige Gleisgelände als Baugrund zu erschließen. Es geht hier nicht um die Interessen der Pendler*innen oder die Verbesserung der Pendelstrecke nach Stuttgart.
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    • Die Gäubahnstrecke ist eine wichtige Verbindung zwischen Stuttgart und Zürich, für dessen Erhalt wir uns auch weiterhin einsetzen. Für uns steht der Erhalt und Ausbau bestehender Strecken im Vordergrund.
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    • Insbesondere beim städtischen Verkehrsbetrieb SSB haben wir die Kolleg*innen beim letzten Tarifstreit für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen unterstützt und werden dies auch in Zukunft tun.
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  • Ingolf Welte (Freie Wähler)

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    • (Antwort erhalten am 16.Februar)
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    • Der Pfaffensteigtunnel ist ein zentrales Infrastrukturprojekt im Rahmen des Ausbaus von Stuttgart 21. Er soll die Gäubahn (aus Richtung Singen/Zürich) direkt an den neuen Fernbahnhof am Stuttgarter Flughafen anbinden.
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      Die rechtlichen und faktischen Hürden für einen Stopp sind mittlerweile schon extrem hoch, da das Projekt in den letzten Wochen mit Hilfe der derzeitig politisch Verantwortlichen entscheidende Meilensteine erreicht hat: Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat den Planfeststellungsbeschluss im Januar 2026 erlassen. Damit liegt das Baurecht offiziell vor. Die Deutsche Bahn hat im Februar 2026 bereits mit den vorbereitenden Arbeiten (Baufeldfreimachung am Flughafen) begonnen. Die Verträge mit den Bauunternehmen sind unterzeichnet. Die einzige realistische Möglichkeit für einen Stopp liegt aktuell beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Schutzgemeinschaft Filder hat Ende Januar 2026 Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss eingereicht. Ein Gericht könnte theoretisch einen Baustopp anordnen, falls gravierende Fehler in der Planung nachgewiesen werden. Der Tunnel ist im Bundesschienenwegeausbaugesetz als Projekt von „überragendem öffentlichem Interesse“ eingestuft. Dies schränkt die rechtlichen Anfechtungsmöglichkeiten stark ein, da das Projekt gesetzlich priorisiert ist. Ein Stopp könnte höchstens noch durch einen Erfolg der eingereichten Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht erzwungen werden – ein Prozess, der jedoch oft Jahre dauert und bei dem die Hürden gegen Projekte von nationalem Interesse sehr hoch liegen.

       

      Ich selbst sehe aber mehr Nachteile als Vorteile: Die Kosten bewegen sich im dreistelligen Millionen- bis Milliardenbereich.

       

      Der Bund hat für den Bau im Haushalt 2026 rund 1,69 Milliarden Euro festgeschrieben. Diese Summe wurde im Februar 2026 durch die Übergabe der Finanzierungsvereinbarung offiziell bestätigt. Schätzungen von Kritikern: Umweltverbände wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Schutzgemeinschaft Filder (SGF) warnen vor einer massiven Kostenexplosion. Sie gehen davon aus, dass die tatsächlichen Kosten eher bei 2,7 bis 3,5 Milliarden Euro liegen werden. Kritiker argumentieren, dass der Nutzen-Kosten-Faktor (NKI) bei den gestiegenen Kosten unter 1 sinken würde (manche sprechen sogar von 0,27), was das Projekt rein rechtlich nicht mehr förderfähig machen würde. Die Bahn hält jedoch an einem positiven Faktor von über 1,0 fest. Bis der Tunnel tatsächlich befahrbar ist, vergehen Jahre. Aktuell wird mit einer Fertigstellung in den frühen 2030er Jahren gerechnet. Für den Bau müssen riesige Mengen an Erdreich bewegt werden, was Lärm und Lkw-Verkehr für die Anwohner (besonders im Bereich Böblingen/Sindelfingen) bedeutet. Tunnelbau in der Region Stuttgart ist wegen der Gesteinsschichten (Anhydrit) immer technisch anspruchsvoll und birgt das Risiko von unvorhersehbaren Verzögerungen. Ohne die Fertigstellung der anderen S21-Komponenten ist der Tunnel isoliert kaum sinnvoll nutzbar. Der jahrelange Stopp betrifft insbesondere viele Pendlerinnen und Pendler aus dem gesamten Südwesten Baden-Württembergs mit dem Ziel Stuttgart.

       

      Zur Vollständigkeit meiner Stellungnahme gehört auch die Nennung der angeblichen Vorteile: Fahrgäste aus Richtung Süden (Singen, Böblingen) sollen den Stuttgarter Flughafen und die Messe ohne kurze Umwege erreichen. Durch zwei separate Tunnelröhren sollen mehr Züge gleichzeitig und in kürzeren Abständen verkehren. Die alte Strecke über den Stuttgarter Kessel soll frei für alternative Nutzungen werden, wie etwa eine Ausweitung des S-Bahn-Verkehrs oder touristische Konzepte. Der Tunnel soll auf Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ausgelegt werden und das Rückgrat für einen verlässlichen Regional- und Fernverkehr in Richtung Schweiz bilden.

 

 

  • (3) Was werden Sie tun, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen? Werden Sie sich für ein bundesweites Tempolimit einsetzen, bzw. in Baden-Württemberg ausweiten?

     

  • Hans Dieter Scheerer (FDP)
     

    •  
    • (Antwort erhalten am 3. März)
    •  
    • Mir ist die Sicherheit im Straßenverkehr sehr wichtig. Ich setze dabei nicht auf pauschale Verbote, sondern auf moderne Infrastruktur, intelligente Verkehrssteuerung und technische Innovationen, die gezielt dort wirken, wo Gefahr besteht. Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen oder flächendeckende Geschwindigkeitsbegrenzungen in Baden-Württemberg lehne ich ab. Ich bevorzuge situative, technologiegestützte Lösungen und den Ausbau sicherer Straßenabschnitte, um Unfälle effektiv zu reduzieren. 

 

  • Peter Seimer (Bündnis 90/Die Grünen)

     

    • (Antwort erhalten am 18.Februar)
    •  
    • Ich halte ein bundesweites Tempolimit für sinnvoll um Menschenleben zu retten und Unfälle zu vermeiden.
    •  
    • Für die Sicherheit braucht es innerorts sichere Überwege,  fußgängerfreundliche Ampelschaltungen und mehr Tempo 30. Vor allem vor Schulen und Kindergärten brauchen wir mehr Bewegungs- und Schutzräume im Straßenverkehr.
    •  
    • Außerorts braucht es vor allem sichere und attraktive Radwege.

 

  • Farina Semler (SPD)

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    • (Antwort erhalten am 20.Februar)
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    • Ja, ich setze mich dafür ein. Ein Tempolimit, dessen Kontrolle und allgemeine Verkehrskontrollen werden zu mehr Sicherheit, weniger Stress, weniger CO2-Ausstoß und weniger Lärm führen. Und dies alles führt dazu Kosten zu sparen.
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  • Albrecht Stickel (CDU) 

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  • Thomas Walz (Die Linke)
    •  
    • (wurde nicht befragt)
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  • Ingolf Welte (Freie Wähler)
    • (Antwort erhalten am 24.Februar)
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    • Ich werde mich dafür einsetzen, dass in BW in den Straßenbereichen, wo es aufgrund der Geschwindigkeit zu Gefährdungen kommen kann bzw. gekommen ist, Tempolimits bestehen bleiben und ggf. ausgeweitet werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass an diesen gefährlichen Stellen mehr mobile Verkehrskontrollen stattfinden. Die Praxis zeigt, dass flexible mobile Messungen an verschiedenen Gefahrenstellen für mehr Sicherheit sorgen als eine kurze Abbremsung am oft gewohnten stationären Blitzer.
    • Im Jahr 2025 blieb leider zu schnelles Fahren eine der Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle, wobei jeder dritte Unfall auf überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen war. Geschwindigkeit rangierte damit weiterhin auf Platz eins der Ursachen für tödliche Verkehrsunfälle. Die Zahlen verdeutlichen eindrücklich, dass die Wahl der richtigen Geschwindigkeit großes menschliches Leid verhindern kann.a, ich setze mich dafür ein. Ein Tempolimit, dessen Kontrolle und allgemeine Verkehrskontrollen werden zu mehr Sicherheit, weniger Stress, weniger CO2-Ausstoß und weniger Lärm führen. Und dies alles führt dazu Kosten zu sparen.

Termine des VCD Herrenberg

Hinweise auf Veranstaltungen, Mitgliederversammlungen, Vorträge etc. 

zu den Terminen

Das Gäubahndilemma

Wir wollen zum Hauptbahnhof. Die Initiative und die Petition