Bodensee
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MARKDORF – Nach der Fertigstellung des neuen Rad- und Gehwegs im Bereich der Straßenmeisterei-Baustelle an der „Müllstraße“ (K 7742) bekräftigt der VCD seine Forderung, für dieses kurze Verbindungsstück Richtung Riedheim auch auf der Südseite einen zweiten Weg vorzusehen und den Platz dafür freizuhalten.
Der neu gebaute Rad- und Gehweg auf der Nordseite ist zwar besser als gar keiner, doch stadtauswärts ist er wegen des Umwegs und der vielen engen Kurven wenig attraktiv. Vor allem aber sind die Radfahrer gezwungen, die Ein- und Ausfahrt des geplanten Neubaugebiets „Klosteröschle“ linksseitig - also in der „falschen“ Fahrtrichtung - zu queren, mit entsprechend erhöhtem Unfallrisiko.
Schon vor Jahren wurde vom Arbeitskreis Radverkehr der Stadt Markdorf für das nur ca. 200 m kurze Stück vom „Schneiderkreisel“ bis zur Abzweigung nach Riedheim der Bau von beidseitigen Rad- und Fußwegen befürwortet. Es wurde dann jedoch vom Landkreis nur ein einseitiger Weg geplant, weil dies billiger ist und weniger Platz benötigt. „Besonders enttäuschend war, dass auf Drängen von Bürgermeister Riedmann im Kreistag abgelehnt wurde, den zweiten Weg im Zuge des Kreis-Radkonzepts später nochmals zu prüfen“, erklärt dazu Frieder Staerke, Sprecher des VCD Bodenseekreis. „Wenn momentan das Geld fehlt, dann sollten Stadt und Landkreis bei dem Bau von Bauhof und Straßenmeisterei zumindest den Platzbedarf für einen zweiten Weg freihalten, damit hier keine dauerhafte Schwachstelle für den Radverkehr zementiert wird.“ Denn künftig werde dieser Radweg erheblich mehr Bedeutung gewinnen, wenn die neuen Bahn- und Bushaltestellen bei der Firma Wagner und die im städtischen Radkonzept vorgesehenen beidseitigen Radwege zum „Turbokreisel“ gebaut werden.
Die von Landrat Prayon geäußerte Begeisterung für die Fahrradstadt Kopenhagen wird vom VCD ausdrücklich geteilt. Für ein attraktives Radwegnetz sollten daher auch Lösungen ermöglicht werden, die über die heutigen Minimalstandards hinaus gehen. Und vielleicht werden sich auch die Mitarbeiter*innen des nebenan geplanten Bauhofs und Wertstoffhofs darüber freuen, wenn sie Ihre künftigen Arbeitsplätze per Fahrrad sicher und ohne Umwege erreichen können...

