Heidenheim
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VCD schlägt Pförtnerampeln als Lösung für Stauprobleme in Königsbronn vor

Pressemitteilung

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat beim letzten Verkehrspolitischen Treff die Einführung von sogenannten „Pförtnerampeln“ als Lösung für das Stauproblem in Königsbronn vorgeschlagen. Diese innovative Idee könnte eine kostengünstige und vergleichsweise schnelle Möglichkeit darstellen, den Durchgangsverkehr im Ort während der Hauptverkehrszeiten zu regulieren und so die Belastung für die Anwohner zu reduzieren.

Die VCD-Pressemitteilung in der HZ finden Sie hier.

Eine gute Aufarbeitung des Themas finden Sie ebenfalls in der HZ: www.hz.de/lokales/koenigsbronn/pfoertnerampeln-buergermeister-joerg-weiler-findet-ueberlegungen-sehr-sinnvoll

Die Pförtnerampel funktioniert nach dem Prinzip einer digitalen Steuerung, die auf das aktuelle Verkehrsaufkommen reagiert. Ähnlich wie bei Tunneln, vor denen Ampeln nur bei Gefahr im Tunnel aktiviert werden, könnte eine solche Lösung auch in Königsbronn dafür sorgen, dass der Durchgangsverkehr nur in den Stoßzeiten gesteuert wird. Es werden nur soviele Fahrzeuge in den Engpass Ortsdurchfahrt hineingelassen, dass dieser staufrei mit maximaler Leistung funktionieren kann. Zwar kann es dann an den Pförtnerampeln zu Rückstauungen kommen, insgesamt ist das Straßennetz mit einer solchen Steuerung aber leistungsfähiger und die durchschnittliche Wartezeit für alle Verkehrsteilnehmer ist geringer. Diese Maßnahme würde den Anwohnern der B-19-Ortsdurchfahrt eine deutlich entspanntere Lebensqualität ermöglichen, ohne den Verkehr insgesamt zu beschränken

„In Baden-Württemberg gibt es zum Beispiel bereits in Unterjesingen und Filderstadt ein vergleichbares System der Pförtnerampeln, und es funktioniert sehr gut“, sagt Sebastian Hyneck, der VCD-Kreisvorsitzende. „Das Konzept ist aus Sicht der Bewohner eine Entlastung, und die Pendler haben einen kurzen Stau vor dem Ort und freie Fahrt im Ort. Warum also nicht auch in Königsbronn?“ Ein zusätzlicher Vorteil könnte darin liegen, dass mehr Menschen auf die Bahn und das Rad umsteigen würden, denn diese haben ja stets freie Fahrt.

Auch wenn der Vorschlag nicht die Verkehrsmenge reduzieren würde, so wäre doch eine erhebliche Entlastung in den betroffenen Bereichen zu erwarten. „Das vorrangige Ziel dieser Maßnahme ist nicht, die Anzahl der Autos zu senken, sondern den Verkehr so zu steuern, dass er für die Anwohner erträglicher wird“, erklärt der VCD-Vorsitzende weiter. ,,Von einem besseren Verkehrsfluss in Königsbronn profitieren auch die Pendler, die nur hindurchfahren."

In Anbetracht der Erfahrungen aus anderen Gemeinden sowie der Tatsache, dass teure und zeitaufwändige Projekte wie Tunnel oder Umfahrungen keine echten Lösungen bieten, weil sie eher noch mehr Verkehr anziehen, könnte die Einführung von Pförtnerampeln ein kostengünstiger und pragmatischer Schritt in die richtige Richtung sein. „Es muss nicht immer eine teure Großlösung sein, wenn eine einfache und schnelle Maßnahme genauso gut funktionieren kann“, so der VCD.
 
Der VCD hofft, dass dieser Vorschlag in der Gemeinde und im Gemeinderat von Königsbronn Gehör findet und diskutiert wird. Die Idee ist ein erster Schritt, um die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern und gleichzeitig den Verkehr im Ort so zu organisieren, dass Pendler und Anwohner entlastet werden. Außer der Aufstellung der Ampeln und geringfügigen Markierungsmaßnahmen wären keine weiteren Arbeiten nötig.
 
Der VCD setzt auf die Unterstützung der lokalen Entscheidungsträger und fordert dazu auf, die Pförtnerampeln als ernsthafte Lösung in den Dialog zur Verkehrsplanung aufzunehmen.
 

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