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Karlsruhe
Pressemitteilung gegen das Sparkonzept im öffentlichen Verkehr der Stadt um 10 %
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) appelliert an die Stadt Karlsruhe, nicht wie geplant beim Nahverkehr zu kürzen, sonst drohe langfristiger Schaden für die Karlsruher Bürger. Öffentlicher Personennahverkehr ist ein wichtiger Faktor für umweltbewussten Verkehr und für ein klimaverträgliches Karlsruhe unverzichtbar. Das Karlsruher Modell war jahrelang sogar ein international geachtetes Vorbild. Der alte Glanz ist heute verblasst.
Konkret soll jede zehnte VBK-Fahrt gestrichen werden. Dutzende Arbeitsplätze gehen verloren und müssten später über Jahre wieder neu besetzt werden. Linien werden seltener fahren, Fahrpläne werden früher am Abend enden. Das macht den ÖPNV unattraktiv. Von den wenigen Millionen, die so erst in einigen Jahren eingespart werden können, wird eine Million laut Plan gleich wieder durch sinkende Fahrkartenverkäufe verloren gehen.
Um drastische Einschränkungen des Angebots zu vermeiden, fordert der VCD, alternative Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Der Gemeinderat hat bereits beschlossen, den Mobilitätspass nach dem Landesmobilitätsgesetz zu prüfen. Bundesmittel für Investitionen, höhere Parkgebühren oder auch stadtweite Parkraumbewirtschaftung können dringend benötigte Mittel liefern. Es wäre fatal, mit Kürzungen jetzt langfristigen Schaden zu schaffen, wenn sich kurzfristig Mittel freimachen lassen.
Darum müssen jetzt vorrangig alternative Finanzierungsmöglichkeiten geprüft werden, statt mit blindem Aktionismus den ÖPNV in Karlsruhe „für eine Handvoll Euro“ zu zerstören, so der VCD. Das Einsparpotential durch radikale Streichungen im Fahrplan ist etwa im Vergleich zu den jährlichen Kosten der U-Strab äußerst gering. Da die U-Strab hauptsächlich den Aufenthalt in der Innenstadt angenehmer macht, sollte sie aus dem allgemeinen Haushalt stärker gefördert werden, um den Haushalt der Verkehrsbetriebe zu entlasten.
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Rückfragen bitte an karlsruhe@vcd.org oder Reiner Neises