Konstanz
Die Verkehrsbehörde weist auf ein Umleitung für Radelnde hin. Allerdings ist es, vor allem für Autofahrer:innen wichtig zu wissen, dass Radelnde und Fußgänger die Straße benutzen dürfen. Wir bitten Autofahrende das zu beachten und Radfahrende nicht zu gefährden oder gar zu bedrängen oder zu beschimpfen.
Rad- und Fußverkehr sind keine zweitrangigen Verkehrsarten. Menschen sind so nicht nur in der Freizeit unterwegs. Viele Menschen fahren Rad aus Kostengründen (Sie haben kein Auto oder der Kraftstoff ist für sie zu teuer), aus ökologischen Gründen oder weil Mensch mit dem Rad schneller ans Ziel kommt als mit dem Auto (etwa von Moos in die Fußgängerzone von Radolfzell).
Autofahrende müssen laut Straßenverkehrsordnung außerorts Radfahrende mit einem Mindestabstand von mindestens 2 m überholen. Bei Gegenverkehr wird dies auf der Allee nicht möglich sein. In diesem Falle müssen Autofahrende warten bis die Gegenfahrbahn frei ist. Eine einige Minuten längere Fahrzeit sollten sie einplanen.
Radfahrende sollten und müssen so weit rechts fahren wie dies gefahrlos möglich ist. Wir empfehlen Radelnden die etwa 2 km längere Strecke durchs Ried zu nehmen. Dies auf jeden Fall bei Freizeitfahrten! Es braucht dafür etwa 8-10 Minuten länger und damit doppelt so lange wie über die Allee. Für Fußgänger gilt das gleiche. Sie brauchen ca. 30 Minuten länger.
Es ist aber verständlich, dass dieser Weg bei Nacht und Nebel manchen Radelnden Angst macht. Bei Regen wird man wohl auch eher die kürzere Strecke wählen. Also sollten bei Regen und bei Nacht Autofahrende besonders auf Radelnde achten.
Ebenso empfehlen wir Autofahrenden bei Freizeitfahrten oder die Umleitung über Bohlingen und Überlingen zu nehmen. Das verlängert die Fahrzeit ebenfalls um ca. 8 Minuten entzerrt aber den Verkehr auf der Allee. Nacht und Regen sind im Auto auch leicht zu ertragen. Laut Umweltbundesamt sind übrigens über 40% der gefahrenen Autokilometer dem Freizeitverkehr zuzurechnen.
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) ist ein gemeinnütziger Umweltverband. Im Mittelpunkt steht für uns der Mensch mit seinen unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen. Wir setzen uns ein für klima- und umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität. Wir kämpfen für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander auf der Straße – egal, ob zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder mit dem Auto.