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Der ökologische Verkehrsclub VCD lädt zur Lesung und Diskussion über Verkehrssicherheit, Gleichstellung und Mobilität ins Jugendhaus KOMMA ein Warum werden die meisten schweren Verkehrsunfälle von Männern verursacht? Und wie prägen patriarchale Männlichkeitsbilder die Verkehrspolitik? Der Autor, Ökonom und Männerberater Boris von Heesen bringt überraschend deutliche Zahlen, Fakten und Analysen mit. Am Donnerstag, 22. Oktober, um 19 Uhr im Jugendhaus KOMMA in Esslingen liest er aus seinem Buch „Mann am Steuer – Wie das Patriarchat die Verkehrswende blockiert“. Der Eintritt ist frei.
Von Heesen fordert: „Es ist höchste Zeit, dass wir Straßenverkehr so gestalten, dass alle Personengruppen daran teilhaben können.“ Doch davon seien wir noch weit entfernt. Patriarchale Vorstellungen von Stärke, Dominanz und Risikobereitschaft prägten bis heute das Verhalten auf den Straßen und beeinflussten zugleich politische Entscheidungen und die Verkehrsplanung. Die Folge seien mehr Unfälle, mehr Konflikte, mehr Lärm, weniger Lebensqualität, weniger Teilhabe, hohe gesamtgesellschaftliche Kosten und viel zu viele Straßenverkehrsopfer.
“Wir greifen mit der Lesung ein Thema auf, das in unserer Region sehr präsent ist”, sagt die Esslingerin Petra Schulz, stellvertretende Vorsitzende des VCD in Baden-Württemberg. “Beispielsweise bei den Diskussionen um sichere Schulwege, Tempo-30 oder eine zielführende Aufteilung des öffentlichen Raums”. Viele Menschen, Kinder, ältere Menschen, Menschen, die Sorgearbeit leisten, haben andere Anforderungen, Wege und Wegeketten, als der vorwiegend im Fokus stehende männliche Vollzeit arbeitende Autopendler.” Diese Bedürfnisse würden weit weniger gesehen und berücksichtigt. Auch die tödlichen Verkehrsunfälle in Esslingen-Weil, Nürtingen, Stuttgart und Ludwigsburg machten deutlich, wie wichtig sichere und inklusive Verkehrsgestaltung sei.
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. und der Autor plädieren deshalb dafür, sich die Zahlen und Fakten genau anzuschauen und den negativen Auswirkungen auf allen Ebenen konsequenter entgegenzuwirken. Sichere, frühe und bis ins hohe Alter selbstständige Mobilität zu ermöglichen, in einem entspannten Verkehrsklima, bringe der Gesellschaft erhebliche Vorteile: Mehr Gesundheit, Teilhabe, Zusammenhalt, Lebensqualität und Bezahlbarkeit.
Im Anschluss an die Lesung freuen sich Autor und Veranstalter auf die Diskussion mit dem Publikum.
Donnerstag, 22. Oktober, 19 Uhr
Jugendhaus KOMMA, Maille 5-9, 73728 Esslingen am Neckar
Eintritt frei
Veranstalter: Verkehrsclub Deutschland e.V. Landesverband Baden-Württemberg und der VCD-Kreisverband Esslingen.
Pressekontakt:
Petra Schulz Tel: 0177/6456422, petra.schulz@vcd-bw.de
Stellvertretende Landesvorsitzende VCD Baden-Württemberg