Landesverband BW
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In Stuttgart ist am 15. Juli ein Bürgerbegehren gestartet, das sich gegen die Aufstellung eines Bebauungsplans im geplanten Rosensteinviertel wendet. Das umfasst Teile des Kopfbahnhofs und des Gleisvorfelds (Teilgebiet A2). Die Zielsetzung berücksichtigt jedoch nicht, dass die Gäubahnverbindung zum Hauptbahnhof weiter benötigt wird, bis die neue Linienführung in Betrieb geht.
Diese ist gerade im Planfeststellungsverfahren und bisher nicht finanziert, Fertigstellung wohl in den 2030-iger Jahren. Interimsweise sollen die Gäubahnzüge mit Zusatzumstieg in Stuttgart-Vaihingen enden – für die Mehrheit der Gemeinderäte akzeptabel, für den VCD ein herber Rückschlag für Fahrgäste und der klimarelevanten Bahn. Außerdem würden so Erweiterungsoptionen für die nur acht Gleise im neuen Hauptbahnhof für alle Zeiten verbaut. Doch dieser ist mit Doppelbelegungen am Bahnsteig und Einsatz von Doppelstockzügen bereits zum geplanten Start Ende 2026 an der Kapazitätsgrenze und es muss sich zeigen, wie gut er mit bahnalltäglichen Störungen umgehen kann.
Aus diesem Grund unterstützt der VCD Kreisverband Stuttgart neben u. a. BUND, Pro Bahn, DUH und Gewerkschaften dieses Bürgerbegehren. Denn bei einer für die Zukunft so wichtigen Frage sollen die Bürgerinnen und Bürger entscheiden können. Das kann sich von Gesetz wegen nur komplett gegen den Bebauungsplan richten, was damit dort auch keine Wohnquartiere bedeuten würde. Deswegen fiel dem VCD Stuttgart die Entscheidung nicht leicht, doch es gilt Schaden abzuwenden. Wir sind nicht der Ansicht, dass Bahn und Wohnungen unvereinbar sind. Auf VCD-Forderungen nach einem Dialog über die Zukunft des Bahnknotens wurde jedoch nie eingegangen. Stattdessen beharrt die Landeshauptstadt Stuttgart weiter darauf, dass es im bedeutendsten Bahnhof Baden-Württembergs keine zusätzlichen Gleise geben soll und schiebt die Verantwortung auf Andere.
Daher gilt in Stuttgart, mitzumachen und zu unterschreiben. Im restlichen Ländle kann man auf die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Bahn hinweisen, so wie es viele Gäubahnanrainer – Oberbürgermeister eingeschlossen – bereits tun, sowie Bekannte auf das Bürgerbegehren hinweisen.
Alles zum Bürgerbegehren mit Unterschriftslisten zum Ausdrucken https://bahnhofmitzukunft.de/