Pforzheim/Enz,
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Schienenverkehr
Pforzheim/Enz
Der VCD Pforzheim/Enzkreis fordert beim Ausbau der Residenzbahn zusätzliche Weichenverbindungen, um zu verhindern, dass Pforzheim bei Störungen wochenlang vom Fern- und Regionalverkehr abgeschnitten wird.
Zusätzliche Weichenverbindungen beim Residenzbahnausbau als Konsequenz aus den regelmäßigen Störungen auf der Residenzbahn fordert der ökologischen Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Pforzheim/Enzkreis e.V. (VCD) und hat sich deshalb auch an die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region gewandt. Aus VCD-Sicht sei es nicht akzeptabel, dass das Oberzentrum Pforzheim wegen ein paar fehlender Weichen regelmäßig wochenlang vom IC- und RE-Verkehr abgeschnitten werde.
Bei der kürzlich erfolgten Bombenentschärfung in der Pforzheimer Innenstadt seien die Infrastrukturmängel der Residenzbahn zwischen Vaihingen/Enz, Mühlacker, Pforzheim und Karlsruhe wieder ganz deutlich den Fahrgästen vor Augen geführt worden, stellt VCD-Kreisvorsitzender Marlon Frommer fest: „Während der Innenstadtsperrung endeten die Züge der Enztalbahn in Pforzheim-Brötzingen, der Nagoldtalbahn in Pforzheim-Weißenstein. Doch auf der Residenzbahn musste der gesamte Zugverkehr zwischen Wilferdingen-Singen im Westen und Mühlacker im Osten über insgesamt 26 km eingestellt werden. Grund für diese Einschränkungen auf der Residenzbahn sei der massive Rückbau von Weichen in den letzten Jahren, so dass nunmehr zwischen Pforzheim und Wilferdingen-Singen einerseits und zwischen Pforzheim und Mühlacker andererseits unterwegs keinerlei Weichenverbindungen zwischen den beiden Streckengleisen mehr bestünden und auch die Signaltechnik nicht ausreichend ausgelegt sei, so der VCD. Dies habe aus VCD-Sicht zur Folge, dass im Störungsfall Züge schon in Mühlacker oder Wilferdingen-Singen enden müssten oder gleich über Bruchsal umgeleitet würden.
Deshalb fordert der VCD beim geplanten Residenzbahnausbau zusätzliche Überleitstellen in Niefern und Ersingen, um die Leistungsfähigkeit im Störungsfall zu erhöhen und hat deshalb die die Bundes- und Landtagsabgeordneten um Unterstützung gebeten. Es wäre fatal, wenn man beim anstehenden Residenzbahnausbau auf diese notwendige Verbesserung der Resilienz verzichten würde, so Marlon Frommer abschließend.