Landesverband BW,
Pressemitteilung,
Verband,
Verkehrspolitik
Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) Baden-Württemberg sieht im aktuellen Koalitionsvertrag im Bereich Verkehr wichtige Ansätze, vermisst jedoch an vielen Stellen konkrete Maßnahmen, verbindliche Zeitpläne und eine klare Finanzierungsperspektive.
„Der Koalitionsvertrag bleibt an vielen entscheidenden Stellen zu unverbindlich. Gerade bei der Verkehrswende reichen Absichtserklärungen und vage Formulierungen nicht mehr aus, " so der Landesvorsitzende Jörg Dengler.
Gleichzeitig mahnt der VCD an, die klimapolitischen Herausforderungen im Verkehrssektor entschlossen anzugehen und die Mobilitätswende konsequent voranzubringen. Jörg Dengler: „Wir erwarten von der neuen Landesregierung, dass sie den eingeschlagenen Weg nicht nur fortsetzt, sondern deutlich beschleunigt.“
Besonders wichtig bleibt aus Sicht des VCD die verlässliche Finanzierung des Schienenverkehrs und des ÖPNV's. Hier brauche es endlich langfristige und klare Perspektiven für Ausbau, Modernisierung und Angebotserweiterungen. Unklar ist, was passieren wird, wenn die Bundesmittel nicht erhöht werden – drohen dann Fahrplankürzungen oder gleichen Landesmittel das Defizit aus? Auch bei zentralen Infrastrukturprojekten fordert der Verband mehr Verbindlichkeit. So fehlt eine klare Aussage, dass die Gäubahn-Kappung erst nach Fertigstellung des Pfaffensteigtunnels erfolgen soll.