Landesverband BW, Stuttgart, Fußverkehr, Infrastruktur, Schienenverkehr, Stuttgart 21

VCD: Schrittweise Inbetriebnahme von S21 sinnvoll – Kritik an langen Wegen bleibt

Hier finden Sie den Link zur Petition gegen Fernwanderwege am Stuttgarter Hauptbahnhof

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) Baden-Württemberg begrüßt, dass der neue Stuttgarter Bahnknoten nach aktuellen Informationen weiterhin schrittweise in Betrieb genommen werden soll. Aus Sicht des Verbandes können mögliche Anlaufschwierigkeiten dadurch besser beherrscht werden – zum Vorteil der Fahrgäste.

„Da der neue Hauptbahnhof mit der verringerten Anzahl der Gleise und engen Bahnsteigen die Leistungsfähigkeit erst noch unter Beweis stellen muss, ist es entscheidend, den bisherigen Kopfbahnhof als Rückfallebene bestehen zu lassen“, erklärt Jörg Dengler, Landesvorsitzender des VCD Baden-Württemberg.

Auch die erneute Verschiebung des Projekts bewertet der Verband differenziert. „Damit bleibt mehr Zeit, die neue digitale Technik umfassend zu erproben. Außerdem stehen bis dahin ausreichend ETCS-taugliche Fahrzeuge zur Verfügung, deren Auslieferung sich durch die Bahnindustrie verzögert hat“, ergänzt Gero Treuner, bahnpolitischer Sprecher des Landesverbands.

Kritisch sieht der VCD jedoch weiterhin die Situation am aktuellen Hauptbahnhof. Nach derzeitigen Planungen sollen die langen Wege und umständlichen Umsteigemöglichkeiten erst in rund eineinhalb Jahren verbessert werden. Aus Sicht des Verbandes ist das deutlich zu langsam.

„Lange Laufwege und komplizierte Umstiege sind besonders für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste oder Reisende mit viel Gepäck ein zentrales Problem“, betont Treuner, der auch Initiator der Petition „Schluss mit Fernwanderwegen am Hauptbahnhof“ ist. Der VCD fordert deshalb schnellere Verbesserungen für Fahrgäste.

Gerade in einem zentralen Verkehrsknoten wie Stuttgart seien kurze Wege, klare Orientierung und barrierearme Umstiege entscheidend für die Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs.

 

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