Landesverband BW, Südbaden, Auto, Infrastruktur, Verband, Verkehrspolitik
Landesverband BW

Ausbau der Gauchachtalbrücke ist Ausdruck einer rückwärtsgedachten Verkehrspolitik

Unterstützen Sie uns bei unserer Klage gegen den Bau der zweiten Gauchachtalbrücke. Klimaschutz braucht eine praktische Verkehrswende

Die 1991 genehmigte und 2002 fertiggestellte Ortsumfahrt Döggingen aus einer Brücke über das Gauchachtal und 2 anschließenden Tunneln soll nun mit dem Bau einer weiteren Brücke erweitert werden. Die zweite Gauchachtalbrücke war ebenso 1991 genehmigt, wurde jedoch aus Kostengründen nicht gebaut. Nun soll das veraltete Bauprojekt umgesetzt werden. 70 Millionen Euro kostet das Vorhaben die Steuerzahler*innen und ist laut Regierungspräsidium notwendig für eine Verkehrsentlastung im Fall von Sperrungen der bestehenden Brücke und Tunnel.

Nach einer Klage des VCD Südbaden gegen den Bau der zweiten Gauchachtalbrücke wurde die unbedingte Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) festgestellt, artenschutzrechtliche Prüfungen durchgeführt und die Auswirkungen auf das Klima geprüft. Damit ist der Baubeginnn nach wie vor verzögert. Ein klarer Erfolgt für den Klimaschutz, der in der zukünftigen Verkehrsplanung unbedingt mitgedacht werden muss. 

In einem ergänzenden Genehmigungsverfahren Ende 2025, wurden die Nachbesserungen zum Bau der Gauchachtalbrücke geprüft und das Bauvorhaben erneut genehmigt. Die Feststellung einer Umwelt- und Klimaverträglichkeit der neuen Brücke orientiert sich an einem weiter so! statt an einer sozialen und klimagerechten Verkehrswende, die auch Alternativen zu Verbrennerpolitik und Straßenausbau mitdenken muss. Als VCD Baden-Württemberg Landesverband sehen wir unsere Verantwortung für das Gemeinwesen und die Sicherung eines lebenswerten Klimas und klagen nun in einem zweiten Verfahren gegen den Bau der Gauchachtalbrücke.

Unser Standpunkt

Zum Schutz von Klima und Umwelt braucht es eine Verkehrswende weg vom immer umfangreicheren Ausbau des Straßenverkehrs. Bauprojekte aus den 90er Jahren wie die Gauchtachtalbrücke umzusetzen ist keine zukunftsgerichtete Verkehrspolitik. Wir sehen, dass der autobahnähnliche Ausbau der B31 nicht zu Verkehrsentlastungen für die Region führt. Neben der erhöhter Lärm- und Abgasbelastung durch den induzierten Autoverkehr und ein Anstieg der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen, bringt allein das Bauvorhaben Auswirkungen für Klima und Umwelt mit sich. Darunter die Gefährdung einheimischer Arten wie Biber und Zauneidechsen.

Die erreichte Durchführung der UVP, Artenschutzprüfung und Klimaverträglichkeitsprüfung war ein Erfolg. Doch die dort angelegten Maßstäbe rechtfertigen die erneute Genehmigung zum Bau nicht. Die insbesondere die Klimaverträglichkeitsprüfung weist erhebliche Mängel auf und ist mit einer realistischen klimafreundlichen Verkehrsplanung nicht vereinbar. Das vorgelegte Klimagutachten werten wir als nicht vereinbar mit den Vorgaben des Klimaschutzgesetzes und den Zielen der Verkehrswende. Die Berechnungen arbeiten mit veralteten Emissionsdaten und unterstellen, dass Deutschland seine Klimaziele verfehlt – nur so erscheint der Brückenneubau langfristig als „klimaneutral“. Aus unserer Sicht legt diese Herangehensweise die Axt an die eigenen Klimaziele und verfehlt den politischen Auftrag, Verkehr zu vermeiden und zu verbessern. Wir fordern eine Neubewertung auf Grundlage einer Umwelt- und Klimaverträglichkeitsprüfung, die die gesamte Ortsumfahrung einbezieht mit der Randbedingung, dass die beschlossenen Klimaziele eingehalten werden.

 

Wir fordern eine Umdenkung in der zukünftigen Gestaltung von Verkehrsprojekten und eine Förderung der Mobilität im Hochschwarzwald durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf der Schiene und im öffentlichen Nahverkehr. Die verfügbaren Finanzierungsmittel sollten in den öffentlichen Personennahverkehr umgelegt werden.

Wie können Sie unterstützen?

Um eine Verkehrswende zugunsten von Klima und Umwelt im Hochschwarzwald vorranzutreiben sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Im Rahmen der Klage fallen Kosten für Gerichts- und Anwaltskosten bis zu 20.000 Euro an. Damit wir erfolgreich gegen den Bau der Gauchachtalbrücke klagen können, bitten wir um Ihre Spende.

 

Wir bedanken uns für alle Spenden auf folgendes Konto:

Sparda-Bank Baden-Württemberg eG
IBAN: DE32 6009 0800 0110 8396 06
BIC: GENODEF1S02

 

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