
Der VCD beobachtet und kommentiert verkehrspolitische Entscheidungen, mischt sich mit eigenen Forderungen und Konzepten in die politische Debatte ein und veranstaltet Aktionen und Kampagnen für ein Umdenken von Staat und Gesellschaft.
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Bei einer Exkursion des VCD-Kreisverbands Karlsruhe haben Interessierte die Besonderheiten der Straßburger Verkehrsplanung erkundet. Besonders begeistert waren die Teilnehmenden vom dichten Takt der Bahnen und den separat geführten Fahrradstreifen.
Nach dem Vorbild von Karlsruhe hat Straßburg ein System von Straßenbahnen aufgebaut, das über die Stadtgrenzen hinaus auch in die Region führt. „Der Takt ist teilweise auf fünf Minuten verdichtet und trotzdem sind die Bahnen gut besetzt“, betont VCD-Vorsitzender Wolfgang Melchert. Alle Busse des Stadtverkehrs fahren elektrisch oder mit Gasantrieb, und auf einer großen Ausfallstraße gibt es eine separate Busspur. „Dort sind an einem Umsteigepunkt kahle Betonwände durch illusionistische Malerei verschönert, als gelungene Art von Kunst am Bau“.
Auch für den Radverkehr wurde nach Ansicht des VCD viel getan: Auf einer Ringroute um die Innenstadt kann man sehr schnell und weitgehend vorfahrtsberechtigt die vollen Straßen umfahren. Der Zweirichtungs-Radweg ist durch Bordsteine vom Autoverkehr getrennt. „Die Bordsteine fallen zur Fahrbahn hin senkrecht, zum Radweg jedoch sanft ab, damit Fahrfehler verziehen werden, eine sichere und gelungene Lösung“, lobt Melchert.
Der Fußverkehr kommt bei all dem nicht zu kurz. Die weitläufige Fußgängerzone ist durch teilweise versenkbare Poller vor Autos geschützt, und Gehwege sind nicht durch geparkte Autos verstellt.
„Bei der Rückfahrt landeten wir auf dem Boden der deutschen Tatsachen: Der Zug fiel ab der Grenze aus“, so VCD-Vorstandsmitglied Reiner Neises, der die Tour organisierte. „Und in Karlsruhe müssen wir immer noch für quasi alles oben Beschriebene kämpfen.“